zu Gast im Montageforum am 25.01.2012

montageforum mittwoch, 25.01.11 17:00 Uhr HFF Kino 1104

Frank Bubenzer “Über das Unwesentliche”

   

In meinem Vortrag “Über das Unwesentliche” stelle ich Ausschnitte aus meinem Oeuvre als bildender Künstler und Experimentalfilmer vor. Durch eine spezielle Methode in der Collagetechnik (Fotoshop für Arme) entstehen unerwartete Bilder, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Diese Papiercollagen, hergestellt aus Werbeanzeigen/-plakaten, entstehen aus einer Verteidigungshaltung. Mit ihnen wehre ich mich gegen die Werbung, die mit ihren Attraktoren nötigend auf mich wirkt. Es entstehen beruhigte Bilder. Der Herstellungsprozess lässt zahlreiche Aspekte der Ökonomie und der Zeit zu Tage treten, die das Werk über die bloße Erscheinung als “schönes Bild” erweitern. Übertragen auf das bewegte Bild sind meine Filme (NEUNAUGE VIDEOS) Compositings aus Fernsehsendungen. Ich frage mich, was im Fernseher vor sich geht, wenn er ausgeschaltet ist.

www.frankbubenzer.de

Frank Bubenzer hat 1996 sein Studium an
der Hochschule für Gestaltung in Offenbach als Diplom-Designer (AV Medien) abgeschlossen und arbeitet seit 1998 als freischaffender
Filmtonmeister und Künstler. Seither ist eine Reihe experimenteller Videos entstanden, die das Fernsehen, insbesondere Nachrichtensendungen, künstlerisch untersuchen. Frank Bubenzer arbeitet mit Found Footage und veröffentlicht seine Filme unter dem Namen „Neunauge Videos“.

Filmografie u.a.
2011 Stadt Land Fluss (Benjamin Cantu, Kinospielfilm)
2010 The Big Eden (Peter Dörfler, Kinodokumentarfilm)
2009 Sechs Stunden Angst (Markus Fischer, TV-Spielfilm)
2008 Alle Anderen (Maren Ade, Kinospielfilm)
2008 Snijeg/Snow (Aida Begic-Zubcevis, Kinospielfilm)
2008 Achterbahn (Peter Dörfler, Kinodokumentarfilm)

Videografie u.a.
Anne perpetua 2010, Quicktime/DVD, 3’04”
n-tv Dance 2007, Quicktime/DVD, 5’16”
Warumwarum – wrmwrmwrm – wwww 2004/08/09, Quicktime/DVD, je 20”
Die Stille aus einer Stunde CNN 2003, Mini-DV, 3’57”
Der doppelte Staats-Burger 1999, Beta SP, 3’45”
Jams und Maniok 1997, Hi8/S-VHS/Beta SP, 3’18”
7th Sense 1996, Beta SP, 9’00”
Superwahljahr 1995, Hi8/VHS/Beta SP, 5’00”
XY interaktiv 1994, Beta SP, 4’30”
Die Ulmer Weltthesen 1991, Hi8, 6’39”

Einzelausstellungen
2010 “Who nose Frank Bubenzer…?” ASK Valerie Berlin
2004 “Portrait des Abwesenden” Ateliers Borsigstraße, Berlin
2003 “Fotoshop für Arme” Galerie portikussi, Offenbach
2002 “Irritationen des 21. Jahrhunderts” Projektraum An- und Verkauf, Berlin.

VORSCHAU auf das WiSe 2011/12

Ab Oktober 2011 wird das Montageforum betreut von Szilvia Ruszev.

Voraussichtliche Gäste:

 

18.01. Gesa Marten über die Montage von “Wo stehst du?”

25.01. Frank Bubenzer “Über das Unwesentliche”

01.02 n.n.

08.02 Anne Fabini

Änderungen vorbehalten.

Stay Tuned!

zu Gast im Montageforum am 18.01.2012

montageforum mittwoch, 18.01.11 17:00 Uhr HFF Kino 1101

Gesa Marten zur Montage von  „Wo stehst du?“

Gesa Marten arbeitet seit 1991 freiberuflich als Editorin und Dramaturgin in Köln.
Neben der Freiberuflichkeit war sie von 1996-2001 am Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln lehrtätig. Seitdem unterrichtet sie Filmschnitt und Dokumentarfilmdramaturgie an verschiedenen deutschen Hochschulen.
Im Sommersemester 2010 vertrat sie die Professur “Künstlerische Montage/Dokumentar- und Spielfilm” im Studiengang Montage an der HFF.
2000 war sie für den Deutschen Fernsehpreis mit Abnehmen in Essen in der Kategorie »Bester Schnitt« nominiert. 2004 und 2006 wurde sie für den Deutschen Kamerapreis in den Kategorien Schnitt Dokumentarfilm und Schnitt Kurzfilm nominiert. Sie hat den Film+ Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005 für “Was lebst du?” zusammen mit Bettina Braun und 2009 für “pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung” bekommen.
Sie ist Mitglied des Bundesverband Filmschnitt Editor BFS und der Europäischen Filmakademie EFA.

Filmographie  

„Wo stehst du“ . Dokumentarfilm von Bettina Braun, D 2011, 92 min

Eine B’Braun Film Produktion in Zusammenarbeit mit ZDF Das Kleine Fernsehspiel

 

 

 

 

 

„Es ist bereits der dritte Film über Ali, Kais und Alban, jene jungen Leute, die Regisseurin Bettina Braun vor zehn Jahren im Kölner Jugendzentrum Klingelpütz kennengelernt hatte. „Was lebst du?“, der erste Film über die Jugendlichen „mit Einwanderungsgeschichte“ bekam 2004 bei der Duisburger Filmwoche den Publikumspreis der Rheinischen Post. Nach „Was du willst“ (2008) wurde nun bei der Filmwoche „Wo stehst du?“ als Uraufführung vorgestellt.
Die filmische Langzeitstudie verliert keineswegs an Spannung. Bettina Braun rückt ihren Protagonisten mit der Kamera bisweilen provokant auf den Pelz. Als Zuschauer nimmt man an ihren Lebensgeschichten teil, an den guten Zeiten und den schlechten. Während Kais als Schauspieler Fuß zu fassen scheint, haben die anderen beruflich weniger Erfolg. Auch die Beziehungen mit Freundinnen sind offenbar heikel. Je älter die Mitglieder der Clique werden, desto stärker erkennt man als Zuschauer, wie die Religion, der Islam, die jungen Männer prägt. Bettina Braun gesteht, dass sie bei ihrer Dokumentation nicht jene Distanz bewahren konnte und wollte, die im Allgemeinen gefordert wird. Das wird in „Wo stehst du?“ keineswegs verschwiegen; die „Jungs“ reden ihre Filmemacherin vor laufender Kamera immer wieder mit „Bettina“ an. Dass ein solcher Film trotzdem funktioniert, könnte Thema einer jener Debatten werden, für die die Duisburger Filmwoche gerühmt wird.“
PETER KLUCKEN Duisburg (RP)

FILMLINK

Pause bis 11.01. + Feste

Am 14., 21., 28. 12 und am 04.01. findet Montageforum nicht statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


designlessbetter.com

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

zu Gast im Montageforum am 07.12.2011

Stephan Krumbiegel zur Montage

von „GERHARD RICHTER PAINTING“

17.00 Uhr, Kino 1104

Stephan Krumbiegel wird 1964 in Stuttgart geboren.
Nach der Ausbildung zum Ingenieur für Medientechnik beginnt er seine berufliche Laufbahn 1991 als Co-Regisseur und Cutter für einen Dokumentarfilm über Entwicklungshilfeprojekte in Westafrika.
Im Anschluss arbeitet er über mehrere Jahre freiberuflich als Aufnahme- und Produktionsleiter.
Parallel dazu schneidet er studentische Filme im Umfeld der Filmakademie Baden-Württemberg und der DFFB.
Seit 1996 arbeitet er als freier Cutter und schneidet Dokumentar- und Spielfilme.

Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören:
Wo der Himmel die Erde berührt (1999, Regie: Frank Müller)
Lost Killers (2000, Regie: Dito Tsintsadze)
Berlin: Sinfonie einer Großstadt (2001, Regie: Thomas Schadt)
Unternehmen Paradies (2001, Regie: Volker Sattel)
Sie haben Knut (2002, Regie: Stefan Krohmer)
Familienkreise (2003, Regie: Stefan Krohmer)
Weisse Raben (2005, Regie: Johann Feindt und Tamara Trampe)
nominiert für den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005
Heimatklänge (2006, Regie: Stefan Schwietert)
Someone Beside You (2006, Regie: Edgar Hagen)
Nacht vor Augen (2008, Regie: Brigitte Bertele)
Wiegenlieder (2009, Regie: Johann Feindt und Tamara Trampe)
Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2010
Unter Kontrolle (2010, Regie: Volker Sattel in Zusammenarbeit mit Stefan Stefanescu)
Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2011

www.gerhard-richter-painting.de

Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, wo er an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. GERHARD RICHTER PAINTING gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.

Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, aufmerksamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. GERHARD RICHTER PAINTING ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst.

GERHARD RICHTER PAINTING
BUCH UND REGIE Corinna Belz • MONTAGE Stephan Krumbiegel • KAMERA Johann Feindt, Frank Kranstedt, Dieter Stürmer • TON Gerrit Lucas, Sven Phil Lentzen, Andreas Hildebrandt • TONGESTALTUNG Dominik Schleier • TONMISCHUNG Martin Steyer • HERSTELLUNGSLEITUNG Tassilo Aschauer • REDAKTION Sabine Rollberg, Jutta Krug, Katja Wildermuth • CO-PRODUZENTEN Christoph Friedel, Claudia Steffen PRODUZENT Thomas Kufus • EINE zero one film PRODUKTION IN KOPRODUKTION MIT Terz Film, WDR, MDR IN ZUSAMMENARBEIT MIT ARTE • PRODUKTION GEFÖRDERT VON Media, Filmstiftung NRW, BKM, DFFF IM VERLEIH DER Piffl Medien • VERLEIH GEFÖRDERT VON Filmstiftung NRW UND BKM
D 2011, 97 min, 25 fps, 1:1,85, Dolby Digital

zu Gast im Montageforum am 30.11.2011

Daniel Stephan

Montage, Artikulation & System

17.00 Uhr, Kino 1104

»[Die Systemtheorie] reklamiert für sich selbst nie: Widerspiegelung der kompletten Realität des Gegenstandes. Auch nicht: Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Erkenntnis des Gegenstandes. Daher auch nicht: Ausschließlichkeit des Wahrheitsanspruchs im Verhältnis zu anderen, konkurrierenden Theorieunternehmungen. Wohl aber: Universalität der Gegenstandserfassung in dem Sinne, dass sie als soziologische Theorie alles Soziale behandelt und nicht nur Ausschnitte […]«

Niklas Luhmann, Soziale Systeme, S. 9, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1987

Daniel Stephan beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Frage nach dem Wesen der Montage als Bestandteil der gesellschaftlichen Kommunikation. Dabei geht es ihm nicht um das Finden einer Montagegrammatik oder der Suche nach einer Regel für den richtigen Schnitt, damit dieser auch „richtig“ verstanden wird. Vielmehr sucht er ganz im Gegenteil nach einer Verortung der Montage in der Polykontexturalität der Gesellschaft. Denn was für Sicherheiten kann es geben, wenn es in der Kontingenz der Welt eigentlich keine kommunikativen Sicherheiten geben dürfte? Es könnte alles so sein wie es ist aber auch anders. Und das trifft genauso für die Montage eines Filmtextes zu. Kurz: Weshalb funktioniert das überhaupt, was wir als Editoren machen?

Bei seiner Forschung stützt er sich dabei auf die Theorie autopoietischer Systeme von Niklas Luhmann und geht der Frage nach, inwiefern Montage als Artikulation in einem komplexen Kommunikationsvorgang behandelt werden kann und greift auf seine eigenen Erfahrungen in der Montagearbeit zurück. Es wird versucht, die Montage innerhalb der Systemtheorie zu kategorisieren. Könnte sie sich sogar als eigenständiges funktionales Teilsystem differenzieren?
Und was würde das für unsere Montagepraxis bedeuten?

Daniel studiert Montage an der HFF und präsentiert in diesem Rahmen seinen Stand der Forschung.

zu Gast im Montageforum am 23.11.2011

Sirko Knüpfer zur Montage von 

„Sergej in der Urne“

17.10 Uhr, Kino 1104

„Generell funktioniert mein Blick und meine Aufmerksamkeit situativ. Vielleicht weil ich in so vielen verschiedenen Formaten unterwegs bin, stellt sich eine gewisse Übung ein, sich auf die jeweilige Rahmensetzung einzulassen. Das Erfassen von Prozessen in ein mentales Bild ist mein Thema, die diskontinuierliche Zeit als Normalfall der Wahrnehmung. Den Deleuzeschen Begriff des Bewegungsbildes mag ich sehr.“ Berlin/Potsdam 2011 Sirko Knüpfer

 

Sirko Knüpfer studierte an den Kunsthochschulen Halle/Saale, Glasgow und Karlsruhe. Als Medienkünstler entwickelt er Arbeiten im öffentlichen Raum, für Theater und Film. Er arbeitete mit dem Künstlerkollektiv Henry VIII’s Wives und gründete mit der Choreografin Paula E. Paul das gemeinsame Label KOMBINAT. Sirko Knüpfer unterrichtet Medienkunst an der Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ Halle/Saale und ist als freier Filmeditor in Berlin tätig. Der Kurzfilm Hackney Lullabies von Kyoko Miyake gewann 2011 den Berlin Today Award im Rahmen des Berlinale Talent Campus.

Auswahlfilmografie
2001  Abenteuer der eigenen Existenz. Archivfilm. Sirko Knüpfer, Daniel Thomas
2003  Yello Perill C’est Moi. Videoessay. Sirko Knüpfer
2005  Mind the Gap. Kurzfilm. Kerstin Hering
2008  Camera Orfeo. Videoinstallation. Penelope Wehrli
2008  [kunst.hand.werk.] Videoinstallation. Paula E. Paul, Sirko Knüpfer
2009  Sergej in der Urne. Dokumentarfilm. Boris Hars-Tschachotin
2011  Hackney Lullabies. Kurzfilm. Kyoko Miyake  Nominiert für den Förderpreis Schnitt Film+ 2011

Sergej in der Urne

Buch und Regie: Boris Hars-Tschachotin
Kamera: Peter Badel, Sirko Knüpfer, Grischa Schaufuß
Schnitt: Sirko Knüpfer, Boris Hars-Tschachotin
2D Artist: Moritz Koepp und Martin Eichhorn
Ton: Bernhard Joest, Jürgen Schönhoff, Matthias Richter
Musik: Jan Tilman Schade
Sprecher Sergej Tschachotin: Ulrich Matthes
Produzent: Boris Hars-Tschachotin
Koproduzent: Heino Deckert
Liquid Blues Production D 2010
 
 

Charismatisch, egozentrisch, rastlos und nahezu vergessen … Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973) war ein Wissenschaftler von Weltruf, Freund Einsteins und Pawlows, Revolutionär, Antifaschist, Pazifist und Frauenheld. Fünf Mal heiratete er, fünf Mal ließ er sich scheiden. Sergej hatte acht Söhne. Erstmals sprechen vier von ihnen über die wechselvolle Geschichte ihres Vaters; kontrovers und voller Emotionen, denn über allen Biografien steht bis heute der übergroße Schatten des Vaters.

Filmemacher Boris Hars-Tschachotin entdeckte zu Beginn seiner Spurensuche die Urne Sergejs. Mit dem Wunsch nach Versöhnung versucht er seine weit verstreute Familie zu vereinen, um endlich den letzten Willen seines Urgroßvaters zu erfüllen und dessen Asche auf Korsika beizusetzen. Dabei gerät der Urenkel in einen Strudel familiärer Abgründe, in dem persönliches Schicksal und politische Geschichte miteinander verschwimmen, in dem die schmerzhafte Zeit der Russischen Revolution ebenso auftaucht wie der engagierte Kampf der Eisernen Front oder die Willkür des stalinistischen Terrors.

TRAILER

zu Gast im Montageforum am 16.11.2011

Rune Schweitzer zur Montage von 

„Kümmel Baut“

17.00 Uhr, Kino 1101!!!!

Der Regisseur Paul Hadwiger wird bei der Vorführung anwesend sein.

Fünf Jahre Leben für ein Shopping Center.

Fünf Jahre mit Bauherren und Anwohnern.

Fünf Jahre zwischen Deutschland und Polen.

Fünf Jahre bis zur NEUEN WELT.

Rune Schweitzer hat bis 2004 an der HFF Filmmontage studiert. In dieser Zeit wurde sie mit dem Kurzfilm “sportfrei” für den deutschen Schnittpreis nominiert. Seit Abschluss des Studiums arbeitet sie freiberuflich als Editorin und war einige Jahre Mitglied der Vorjury für den Schnitt Preis Dokumentarfilm, der jährlich durch Film+ in Köln vergeben wird.

Filmographie (Auswahl)
Pfandleiher R: Stanislaw Mucha D 2011 TAG/TRAUM Köln, 81’, Doku
BRASCH R: Christoph Rüter D 2011 TAG/TRAUM Köln, 91’, Doku
Gangster Project R: Teboho Edkins D/Südafrika 2011, Day Zero / dffb, 54’, Dok/Fiction
Auf der sicheren Seite R: Corinna Wichmann & Lukas Schmid D 2009, TAG/TRAUM Köln / arte, 82’, Doku
32A R: Marian Quinn Irland / Deutschland 2007, janey pictures Sligo / Flying Moon Berlin / RTE, 87’, Spielfilm
jeder schweigt von etwas anderem R: Marc Bauder D 2006, bauderfilm / ZDF, 72’, Doku
grow or go R: Marc Bauder D 2003, bauderfilm Berlin / ZDF, 95’, Doku
sportfrei R: Anna Klamroth D 2000, HFF Potsdam, 13’, Doku

Hermann Kümmel beim Bau eines Schulhauses in Nicaragua – das war in den 80er Jahren. Heute arbeitet der gebürtige Hesse in Rzeszów im Osten Polens. Er baut das Shopping Center NEUE WELT. An Kümmels Seite steht die polnische Managerin Viola Wojnowski, die mit Geschäftspartnern und Geldgebern verhandelt. In Polen will sie aber nicht mehr leben – ihr Traumhaus lässt sie sich in der deutschen Hauptstadt bauen. Im Hintergrund agiert der Investor und Kunstsammler Dr. Erich Marx. Bei den Bewohnern der Plattenbausiedlung, in dem das Shopping Center entstehen soll, ist das Projekt umstritten. Doch die Verträge sind geschlossen, die Baufahrzeuge rollen an.
Mit seinem Team hat Regisseur Paul Hadwiger die Entstehung des Shopping Centers über fünf Jahre hinweg begleitet. Er trifft Bauherren und Anwohner, verfolgt ihre Geschichten. Bei aller Unterschiedlichkeit der Interessen vereint sie die Frage, wie man leben will.

KÜMMEL BAUT | Kümmel buduje | Kümmel Goes East

Dokumentarfilm von Paul Hadwiger Deutschland 2011 92 Min. | HD |

zu Gast im Montageforum am 09.11.2011

“Am Pier von Apolonovka”

anschliessend

Gespräch mit der Schnittmeisterin Inge Schneider

und mit dem Kameramann Marcus Winterbauer

zum Thema Auflösung

17.00 Uhr, Kino 1104

Ich nenne sie Albatrosse, diese Jungs und Mädchen am Kai der Sewastopoler Bucht.

Die Sewastopoler Albatrosse sind ein Sinnbild für das unauflösbare Dilemma,

indem sich die Stadt befindet: eine Stadt – viel zu mittellos für Glanz und Gloria,

und viel zu lebendig für den Schrottplatz.

Am Pier von Apolonovka ist ein Film über einen Sommer an der Mole von Apolonovka, vom ersten bis zum letzten Ferientag.

••••••••••••••TRAILER ZUM FILM

Inge Schneider wurde in Ermsleben geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren wußte sie, welchen Beruf sie ergreifen wollte. Nach dem Abitur und praktischen Erfahrungen als Schnittassistentin, erlernte Inge Schneider das Schnitthandwerk an der HFF Babelsberg und arbeitet mittlerweile schwerpunktmäßig als Editorin von Kino-Dokumentarfilmen.

Von 1986 bis 1994 war sie Lehrbeauftragte für Filmschnitt an der dffb. Für NACH DEM FALL von Frauke Sandig und Eric Black erhielt sie eine lobende Erwähnung beim Deutschen Kamerapreis 2000. Im Jahr 2004 wurde sie mit dem erstmalig vergebenen Preis für den Schnitt an DIE SPIELWÜTIGEN von Andres Veiel ausgezeichnet.

Unzählige weitere erfolgreiche Kino-Dokumentarfilme finden sich in ihrer Vita (u.a. 2007 PRINZESSINNENBAD von Bettina Blümler – Gewinner des Preises „Dialogue en perspective“ Berlinale 2007, 2004 DANCING WITH MYSELF von Judith Keil und Antje Kruska, 2001 DER GLANZ VON BERLIN von Judith Keil und Antje Kruska – Adolf Grimme Preis 2003, 1997 KINDERLAND IST ABGEBRANNT von Sibylle Tiedemann und Ute Badura – Nominierung Deutscher Filmpreis 1998, Nominierung Adolf Grimme Preis 2000).

Marcus Winterbauer wurde in Karlsruhe geboren. Zum Film kam er über seinen Zivildienst, den er in Belfast leistete. Mitten im Krisengebiet organisierte er Fotoausstellungen und besuchte am College in Belfast einen Kursus über Super8 Filme.

Seine Leidenschaft für das bewegte Bild wurde dort geweckt und das anfängliche Interesse für Fotographie schwenkte um auf das Medium Film.

Bis 1997 absolvierte er das Diplom-Kamerastudium an der der „Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf” in Potsdam-Babelsberg. Seit Abschluss arbeitet er erfolgreich als Kameramann für unzählige Filmproduktionen, die ihn an die unterschiedlichsten Plätze der Welt führen.

Seine Filme laufen auf internationalen Filmfestivals und wurden vielfach prämiert (u.a. HERBSTGOLD von Jan Tenhaven – Publikumspreis HOTDOCS 2010, DOC U AWARD IDFA Amsterdam 2010, Hauptpreis Guangzhou Int. Documentary Film Festival China, Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2011, CHANDANI UND IHR ELEPHANT von Arne Birkenstock – Hauptpreis Chicago International Childrens Film Festival 2010, Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2011, FULL METALL VILLAGE von Cho Sung-Hyung – Hessischer Filmpreis 2006, Filmpreis Schleswig Holstein 2006, Hauptpreis Max Ophüls 2007, RHYTHM IS IT von Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch – Deutscher Filmpreis 2005 als bester Dokumentarfilm, DER GLANZ VON BERLIN von Judith Keil und Antje Kruska – Adolf Grimme Preis 2003).

In der Organisation von Studiengang Kamera hält Marcus Winterbauer einen zweitägigen Seminar:

Mittwoch, 9. NOV. 2011

10.00 Kino 1104 „Raising Resistance“ (DCP, 84 min)

anschließend Seminar bis 17 UHr

Donnerstag, 10. NOV. 2011

10.00 bis 16.00 Kino 2115

Wie ist der Weg von der Idee zum fertigen DokumentarFilm?

Es werden diskutiert: Filmlayout Verhältnis Endprodukt, Zusammenarbeit Regie und Kamera und Schnitt,

Planung und vorgefundene Wirklichkeit, Auflösung und Verdichtung im Schnitt,

Verhältnis zum Protagonisten, am Beispiel von „Full Metall Village“,

“Herbstgold“, „Wie Luft zum Atmen“, „Sound of Heimat“

zu Gast im Montageforum am 02.11.2011

7 Stadien der Entfremdung


Igor Bugarov über die Montage von

„Ruderbruch“


und andere experimentelle Kurzfilme

17.00 Uhr, Kino 1104

Das Werkstattgespräch wird auf (gebrochenem ;) Englisch stattfinden.

It has been more than 15 years that we have been working together, under the pseudonym of Igor and Ivan Buharov.
We have been producing and directing several films. (experimentals, features, shorts, documentaries, animations) We have also been involved in the creation of several music projects and film music. Our works always dancing on the edge of fine art and cinematic art. In 1995, together with Vasile Croat and István Nyolczas, we have formed the 40 Labor “Multiartist” Group which made performances, events, actions, exhibitions, concerts, multimedia works. We held surrealistic audiovisual performances where the image, the music and the words became an organic whole after chaos. In the beginning we have started by using used expired raw material exploiting the organising element of the unintentional. For our films, we mainly use super 8 footage, then we blow it up to 35 mm for distribution use. We are also composing music for the soundtrack of our films. We formed the Pop Ivan band in Budapest in 1998. Our music is characterised by a certain permeability between styles and atmospheres : one can discover in their works archaic Moldvan melodies, Latin rhythms, elements of the modern free-jazz and of contemporary compositions.

www.buharov.hu                            pop ivan                                  kaoscamping

“A generation earlier, the Hungarian underground masters who influenced them were equally overlooked. There is an air of “self-censorship” about the Buharovs; in times of entrepreneurial globe-trotting art, they reflect an era when artists used film with the hope of reaching wide and nourishing the roots of their own culture.“
Vassily Bourikas

“This audiovisual experiment can best be described as getting lost in someone else’s dream. The directors Igor and Ivan Buharov invite us to see the insides of their brains through various amusing and absurd story-lines.”
Off-screen film festival Brussel

zu Gast im Montageforum am 26.10.2011

Maria Mohr zur Montage von 

„Bruder Schwester“

17.00 Uhr, Kino 1104

        

Regie und Montage: Maria Mohr

1974 in Mainz/Rhein geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Französischstudium in Paris. Architekturstudium in Darmstadt und Paris. Projekte zwischen Tanz, Theater, Fotografie und Film. Studium Experimentelle Mediengestaltung an der UdK Berlin. Kurzfilm Cousin Cousine (2005, 20 min.) vielfach ausgezeichnet u.a. Deutscher Kurzfilmpreis. NaföG-Stipendium der UdK Berlin. 1. Langfilm Bruder Schwester (2010, 90 min.) im Wettbewerb des DOK Festivals Leipzig.

“Kühne Konstruktion von Geschwisterschaft: irdische, in der Familie, und spirituelle, im Kloster und in der Hingabe an Gott. Ungewöhnliche Lesart von Freiheit und Religion.”

53. Internationales Leipziger Festival für Dokumentarfilm

“Ihr Film über „anwesende Abwesende“ entpuppt sich auf diese Weise als flirrend- gelassener Versuch, dem Andenken in seinen unterschiedlichen Gestalten – individuell wie kollektiv – eine zeitgemäße Form zu geben.”

Josef Lederle, FILM-DIENST, fd 6/2011

“Der fertige Film ist nun wie ein Dialog über unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und Geschwisterlichkeit – was schwergewichtig klingt, ist durch den humorvollen Ton überraschend leichtfüßig.”

Susanne Stern, Zitty, 7/2011

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