Zur Montage von “David wants to fly”

Mittwoch, 30.6.2010

17:00 Uhr

Raum 1104

Ein Film von David Sieveking
Schnitt: Martin Kayser-Landwehr, BVS
D/Ö/Schweiz 2010, 97 min, Sprache: Deutsch/Englisch/Hindi mit deutschen und englischen Untertiteln
Eine LICHTBLICK FILM LICHTBLICK MEDIA Produktion.
David Sieveking wird ist ebenfalls anwesend sein.
Der Film:
Die beispiellose Erfolgsgeschichte des Maharishi Mahesh Yogi begann im Himalaya. Um seine Meditationslehre
zu verbreiten und den Weltfrieden zu erreichen, kam der indische Guru Ende der 50er Jahre nach
Hollywood und gewann zahlreiche prominente Anhänger, wie die Beatles, Mia Farrow oder Clint Eastwood.
Fast sechs Millionen Menschen weltweit praktizieren heute die Transzendentale Meditation (TM).
Auch David, ein junger Filmemacher auf der Suche nach Inspiration, will es mit
der Meditation probieren. Denn nicht zuletzt sein großes Vorbild, der legendäre Regisseur David Lynch,
versichert ihm höchstpersönlich, dass TM eine Quelle der Kreativität und der Schlüssel zum Erfolg sei.
http://www.davidwantstofly.de/
Statement von Martin Kayser-Landwehr:
Mein Background: ich arbeite seit 1992 als Editor und
seit 1979 in der Filmbranche. Während meiner Zeit als Editor habe ich in den unterschiedlichsten
Genres geschnitten, darunter als freier Editor für: Spiegel-TV, MTV (für beide ca.7 Jahre) und VH-1,
unterschiedlichste Arten von Imagefilmen (Daimler Benz, Quelle, Bild, European Comission,
Media Consulta), Sports ( Extremsport, Sailing, Boxen, 1. Bundesliga), sonstige Reportagen
(Geo-Reportage, AMS, World Vision, Missy Eliot, MTV-Echo Awards, Twilight), Shows (Alfredissimo,
Comedyfalle, Blondes Gift, Vermisst) und natürlich grosse Dokus wie der Schatz der Nibelungen,
Unter kaiserlicher Flagge, Flamenco Clan, Out of Cordoba und zuletzt David wants to fly.
http://www.movingiris.de/martin/

Zur Montage von “Teenage Response”

Mittwoch, 9.6.2010

17:00 Uhr

Raum 1104

Ein Film von Eleni Ampelakiotou

Eine now films morlock & ampelakiotou Produktion in Co-Produktion mit ZDF/3sat unterstützt mit Mitteln der Medienboard Berlin-Brandenburg.

HD, 16:9, 180 Minuten.

Achtung: Der Film wird in voller Länge gezeigt, im Anschluss findet ein Gespräch mit der Editorin und der Regisseurin statt.

SYNOPSIS In intimen Gesprächen erzählen junge Erwachsene im Alter zwischen 13 und 21 Jahren unkommentiert von ihren Körpern, persönlichen Erfahrungen und erotischen Begegnungen. Ob im Drogenrausch, bei Prügeleien, beim Tanzen, bei der Liebe – in all ihren Geschichten ist ihr Körper der Ort, den sie mit ihren Gedanken und Gefühlen durchstreifen, um zu erfahren, wo der Schmerz anfängt und wo er aufhört, und wo das »Ich« wohnt. Eine moderne Saga vom Begehren sich zu finden, zu behaupten und aufrecht zu gehen. Mit schwerelosen Bildern und traumwandlerischen Atmosphären, begleitet Teenage Response dreizehn Jugendliche in das Universum ihrer innersten Räume. Ein cineastischer, kunstvoller Dokumentarfilm – der trotz Schmerz, Wut, Traurigkeit und Gewalt, von der Liebe und dem Begehren erzählt. (zitiert aus dem Flyer zum Film)

Daniela Kinateder studierte an der NYFA (New York Film Academy) und an der HFF Potsdam-Babelsberg im Studiengang Montage, wo sie 2006 ihr Diplom machte. Ab 2007 Lehraufträge an der HFF, derzeit ist sie künstl.-wiss. Mitarbeiterin für Filmmontage (Experimentalfilm/Videokunst) an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Projekte (Auszug):

2008            Teenage Response – Dokumentarfilm

Panopticon LV I-I. Eine begehbare Oper in sechs Räumen – Ausstellung

Sonnensturz – Architektur des Expressionismus – Ausstellung

Raumapparate – Werkstatt zur Bauhausbühne

2007            7 More Minutes – Animationsfilm

Marathon – Animationsfilm

Die Strandräuber – Dokumentation zur Opern-Aufführung

2006            Film-Projektionen – Installation

2005            Stadt als Beute – Spielfilm

2004            Adil geht – Spielfilm

2003            Cranberry Sauce – Performance / Video, Streichquartett, Tonbandzuspielung

2002            Kontakt – Experimenteller Film

Blood On The Floor – Education-Projekt der Berliner Philharmoniker

2001            99-Euro-Films – Spielfilm

Eleni Ampelakiotou ist am 8.4.1959 in Athen geboren. 1964 Übersiedlung nach Deutschland. Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Heidelberg und FU Berlin. Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Neben der Tätigkeit als Regisseurin und Produzentin von Now Films freie Drehbuchautorin, Scriptconsultant sowie Trainerin für Schauspieler.

2007-2009 Teenage Response. Drehbuch, Regie, Schnitt, Produzent

2004/2005 3 Grad kälter. Dramaturgie

1999-2001 Finnlandia. Drehbuch, Regie, Schnitt

1990 Das Fenster. Regie



Zur Montage von “Schnupfen im Kopf”

Mittwoch, 26.5.2010

17:00 Uhr

Raum 1104

„Was gehört dazu und was nicht? Man kann doch nicht aus dem eigenen Leben eine Materialsammlung machen, das geht doch nicht.” Dieser Schlüsselsatz stammt aus einem inszenierten Videotagebuch, das Gamma Bak 1993 an ihrem Küchentisch drehte, zwei Jahre vor ihrer ersten Psychose. Es folgen fünf weitere Psychosen und zahlreiche Interviews – mit Freunden, Ex-Partnern, Kollegen, Verwandten, sowie Selbstinterviews, entstanden im Laufe einer Erwachsenenbiografie. Sie alle kreisen um die Frage, was eine Psychose ausmacht: Setzt die Diagnose in der inneren oder der äußeren Welt an? Wie wird die eine von der anderen abgegrenzt? Wie verändern Medikamente und Klinikaufenthalte Begriffe der Ich-Bestimmung, wie Sexualität, Arbeit oder Wohnung? Die Fülle der Gespräche und die genau ausgewählten (Selbst-)Bilder zeigen, wie sich Identität der sprachlichen Ebene ebenso entzieht wie einer linearen Erzählstruktur. 
(Stefanie Schulte Strathaus)

Regie: Gamma Bak

Produktion: Gamma Bak Filmproduktion, Berlin; Digipost, Budapest

Montage: Szilvia Ruszev

Länge: 93 Minuten

Die Regisseurin ist ebenfalls anwesend.

Szilvia Ruszev wurde 1974 in Budapest geboren. Bis 1998 studierte sie an der Eötvös Loránd Universität in Budapest Literaturwisenschaft, Filmtheorie und Videokommunikation. 2002 begann sie mit ihrem Studium der Montage an der HFF Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg, das sie 2008 beendete. Im gleichen Jahr nahm sie am 6. Berliner Talent Campus teil. Neben dem Studium arbeitete sie als Editorin und Dramaturgin für TV-Beiträge und war als Regie-und Schnittassistenz bei internationalen Filmen, u.a. The Tulse Luper Suitcases (Peter Greenaway) tätig.

AUSWAHLFILMOGRAPHIE

2003 Heimarbeit. Kurzfilm. Fabian Möhrke

2004-2007 Tulse Luper Network / Gold. Multimediaprojekt. Peter Greenaway Masterclass

2005 Hog Heaven. Kurzfilm. Moonika Wojtyllo

2005 Berlin-Beijing a.m. p.m. Kurzfilm. Szilvia Ruszev

2006/7 Hourglass. Szabolcs Tolnai

2009 Peter Greenaway meets Hungarian Cinema. Experimental VJ-Show. Peter Greenaway

2009 Wagah. Kurzfilm. Supriyo Sen

2009 Unfinished Symphony. Kurzfilm. Tarje Eikanger Gullaksen


17:00 Uhr

Raum 1104

Stefan Oliveira-Pita: „Portraits deutscher Alkoholiker“

In Montage im Gespräch soll es um Projekte von Montagestudierenden gehen und darum, via die Positionen der anderen über Montage ins Gespräch zu kommen.

Am Anfang war alles ein bisschen einfacher, das sagen fast alle.

“Portraits deutscher Alkoholiker” erkundet die Lebensgeschichten

und Überlebensstrategien von Menschen, die versuchen sich mit ihrer Sucht

im Alltag einzurichten, sei es die Hausfrau im Keller oder der Anwalt vor Gericht.

Genre: Dokumentarfilm

Buch und Regie: Carolin Schmitz

Format: 78min / 35mm / color

Montage: Stefan Oliveira-Pita

„Portraits deutscher Alkoholiker“ lief bei der Berlinale 2010 in der Perspektive deutsches Kino.


Rune Schweitzer im Gespräch mit Gesa Marten:

Zum Montageprozess von “Auf der sicheren Seite”.

28.4.10

17:00 Uhr

Raum 2017

Achtung: Preview des Films am 27.4.10 um 19:00 Uhr im Thalia Potsdam.

In Anwesenheit des Regisseurs Lukas Schmid und Prof. Dr. Manfred Rolfes.

http://thalia-potsdam.de/thalia.php?what=programm

Ein Kontingent Freikarten ist vorhanden.

Dokumentarfilm

von Corinna Wichmann und Lukas Schmid

D 2009 – 80 Min.

Seit 2007 lebt die Mehrheit der Menschen weltweit in Städten. Auf allen Kontinenten wachsen immer mehr Städte zu Megacities heran. Die Privatisierung des städtischen Raumes wird immer häufiger zum Ausweg aus den ungelösten Problemen zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten. Die Auflösung der städtischen und sozialen Gemeinschaft schreitet voran: hohe Mauern,Elektrozäune, Videoüberwachung und bewaffnete Sicherheitskräfte sind eine Antwort der höheren Einkommensklassen auf diese Entwicklung. In sogenannten „Gated Communities“ wird ihnen ein Leben „auf der sicheren Seite“ garantiert.

Der Dokumentarfilm von Corinna Wichmann und Lukas Schmid zeigt Innenansichten von drei Gated Communities auf drei Kontinenten:Wir treffen die Immobilienmaklerin Brenda in ihrer Community DAINFERN, in Johannesburg / Südafrika, einer Stadt mit den höchsten Mordraten der Welt.

Wir begleiten Mr. Misra durch seine Community PALM MEADOWS in der überbevölkerten und chaotischen Stadt Bangalore / Indien.

In Las Vegas lernen wir Stacy kennen, der in seiner exklusiven Community SPANISH TRAIL nach wahren Freunden sucht.

Der Film zeichnet ein komplexes Bild der Gated Communities. Durch das detaillierte Porträt von Bewohnern und Bediensteten, von Lebensumständen inner- und außerhalb der privatisierten Areale bietet der Film eine selten mögliche Innenansicht des Lebens

http://www.realfictionfilme.de/filme/auf-der-sicheren-seite/index.php

Biographie Rune Schweitzer

Nach einer klassischen Filmschnitt-Ausbildung beim Südwestfunk Baden-Baden studierte Rune Schweitzer an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam Babelsberg. Ihr Kurzfilm sportfrei wurde 2000 für den deutschen Schnittpreis nominiert. Im Jahr 2004 hat sie ihr Studium mit einem Diplom im Fach Filmmontage abgeschlossen. Seitdem ist sie freiberuflich als Editorin tätig.

Auswahlfilmographie

1999 Duft. Kurzfilm. Franziska Meletzky

2000 sportfrei. Kurzfilm. Anna Klamroth

2000 Teltow Blues. Kurzfilm. Hans Schimkönig

2001 Versteck für einen Hund. Kurzfilm. Aviva Barkhourdarian

2001 Feinkost. Kurzfilm. Robert Jäger

2003 Rosamond. Kurzfilm. Jana Marsik

2003 grow or go – Die Architekten des Global Village. Dokumentarfilm. Marc Bauder

2004 Das Jubiläum. Kurzfilm. Klaus Charbonnier

2004 jeder schweigt von etwas anderem. Dokumentarfilm. Marc Bauder, Dörte Franke

2005 Der Kommunist. Dokumentarfilm. Marc Bauder

2006 32A. Spielfilm. Marian Quinn. (Deutschland/Irland)

2007 Kategorie C. Franziska Tenner

2009 „Ich will nicht wissen, wer ich bin“ – Heiner Müller. Dokumentarfilm. Christoph Rüter

2009 Auf der sicheren Seite. Dokumentarfilm. (zusammen mit Gesa Marten. Corinna Wichmann und Lukas Schmid)


Zum Montageprozess von

PereSTROIKA – UmBAU einer Wohnung

Mittwoch, 7.4.10

Raum 1104

17:00 Uhr

Dokumentarfilm, D 2008, 85 Min., 35mm, russ. mit dt. Untertiteln
Regie: Christiane Büchner

In dieser Wohnung hat jedes Zimmer einen anderen Besitzer.
Und obwohl sie gemeinsam in einer Wohnung leben, war keiner je im Zimmer des anderen!

Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit Ihrer Familie in einem einzigen Zimmer wohnen und sich Küche, Bad und Telefon mit bis zu zwei Dutzend weiteren Personen teilen. In St. Petersburg ist das nicht ungewöhnlich, sondern ein Relikt aus den Zeiten der sowjetischen Normzuteilung und noch lange nicht Vergangenheit. Ungeübt im Umgang mit Besitz aber jahrzehntelang trainiert im Ergattern von staatlichen Zuteilungen, setzt das Ausloten eines angemessenen Marktwertes für die einzelnen Zimmer dieser Wohnung eine Dynamik in Gang, die das Verhältnis aller Beteiligten noch ein letztes Mal auf die Probe stellt. Nun geht es nicht mehr darum, wer wie lange morgens das Bad blockiert oder die Küche mit besonders strengen Essensdüften verpestet. Jetzt, da sich ihre Wege unwiderruflich trennen, will jeder das Optimale für sich herausholen und scheut dabei vor nichts zurück. Denn entweder es ziehen alle aus, oder keiner! Diese Suche nach immer neuen Lösungsansätzen entwirrt der Film, indem er jedem Erzählstrang geduldig nachgeht. Anstatt seine Protagonisten moralisierend zu verzerren – hier die profitgierigen Makler, dort die ohnmächtigen Bewohner der Kommunalwohnung – bleibt er ihnen dicht auf den Fersen und zeigt sie im Kontext einer Bewegung, die die einstigen Nachbarn in alle Himmelsrichtungen auseinander führt. Weil sich pereSTROIKA gerade auf die Details des existenziellen Kampfs seiner Protagonisten um ein neues Zuhause einlässt, entwirft der Film ein Bild davon, wie sich freie Marktwirtschaft in Russland heute anfühlt.

Gesa Marten vertritt im Sommersemester die Professur Künstlerische Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg.

Gesa Marten studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Köln mit Abschluß M.A. Seit 1991 arbeitet sie freiberuflich als Editorin und Dramaturgin. Sie unterrichtet an verschiedenen Hochschulen. 2000 war sie für den Deutschen Fernsehpreis mit ABNEHMEN IN ESSEN in der Kategorie »Bester Schnitt« nominiert, 2004 und 2006 wurde sie für den Deutschen Kamerapreis in den Kategorien Schnitt Dokumentarfilm und Schnitt Kurzfilm nominiert. Bei Film+ wurde sie 2005 gemeinsam mit Bettina Braun für ihre Montage von WAS LEBST DU? mit dem Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm ausgezeichnet. 2008 war sie mit LOST IN LIBERIA für diesen Preis wieder nominiert. Für ihren Schnitt von pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung erhielt sie im vergangen November erneut den Film+ Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm 2009.
Gesa Marten ist Mitglied der Europäischen Filmakademie.

Auswahlfilmographie

1992 Fritz und Erna. Dokumentarfilm. Lars Büchel

1993 Chuppa. Dokumentarfilm. Sascha und Laurie Schneider

1996 Shalom Alaaf. Dokumentarfilm. Gerhard Schick und Frank Schauder

1997 Sarajlija. TV-Dokumentarfilm. Gordan Godec

1998 Ich kam nach Palästina. Dokumentarfilm. Robert Krieg

1999 Abnehmen in Essen. Doku-Serie. C.L. Rettinger und Claudia Richarz

2000 It’s a She-thing. TV-Dokumentarfilm. Susanne Ofteringer

2001 Sainkho. Dokumentarfilm. Erica von Moeller

2002 Die Krokodile der Familie Wandaogo. Dokumentarfilm. Britta Wandaogo

2004 Was lebst du? Dokumentarfilm. Bettina Braun

2005 Geschwister Vogelbach. Dokumentarfilm. Luzia Schmid

2005 Hannah. Spielfilm. Erica von Moeller

2007 Lost in Liberia. Dokumentarfilm. Luzia Schmid

2008 Fräulein Stinnes fährt um die Welt. Dokumentarspielfilm. Erica von Moeller

2008 pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung. Dokumentarfilm. Christiane Büchner

2009 LowLights. Spielfilm. Ignas Miskinis

2009 Auf der sicheren Seite. Dokumentarfilm. Corinna Wichmann und Lukas Schmid

Auszeichnungen

2000 Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis, Kategorie Bester Schnitt für Abnehmen in Essen

2004 Nominierungen für den Deutschen Kamerapreis / Schnitt in der Kategorie Dokumentarfilm für
Die Krokodile der Familie Wandaogo und in der Kategorie Kurzfilm für Im Augenblick

2005 Film+ Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm für Was lebst du? (mit Bettina Braun)

2006 Nominierung für den Deutschen Kamerapreis / Schnitt in der Kategorie Dokumentarfilm für Geschwister Vogelbach

2008 Nominierung für den Film+ Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm für Lost in Liberia

2009 Film+ Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm für pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung


Mittwoch, 27.1.10

17:00 Uhr

Raum 1102

Zu Gast sind die Filmemacher Julia Albrecht und Busso von Müller, die über den Herstellungsprozess des Films “Shanghai Fiction” sprechen werden.

Der Film läuft ab 17:00 Uhr in HDCam, im Anschluss an das Screening folgt das Gespräch mit den Filmemachern.

Synopsis
Shanghai Fiction erzählt die Geschichten von vier Menschen im heutigen Shanghai: Die Geschichte vom Jungen Yuan, der als Tagelöhner auf einer Großbaustelle am Rande Shanghais Balkongitter schweißt; die Geschichte von Liu, der als Kind Rotgardist in der Kulturrevolution war und später noch 100 mal seinen Glauben verlieren musste; die Geschichte von Hebe, die im Kopf noch die Ideale Maos hat, aber nach dem Erlebnis des “Tiananmen-Incidents” 1989 jetzt als Geschäftsfrau nach neuen Möglichkeiten sucht; und die Geschichte vom deutschen Architekten Johannes aus dem Stadtplanungsbüro Albert Speer + Partner, neuer Typus des “Wissensnomaden”, der in China die zukünftigen Städte plant.
Alltagsbeobachtungen verweben sich mit Erinnerungsbildern, in stetigem Übergang zwischen den verschiedenen Welten dieser so unterschiedlichen Geschichten erzählt die shanghai fiction von der nicht nur chinesischen Gegenwart. Wie sieht unsere Welt aus, nachdem die kollektiven Träume von der “Erlösung der Menschheit” untergegangen sind?

Mittwoch, 20.1.10

17:00 Uhr

Raum 3402 (Avid 5)

Martin Kayser Landwehr: Script Sync am Avid.

http://www.avid.com/scriptsync/index.asp


mittwoch, 13.1.10

17:00 Uhr

Raum 1104

Michèle Barbin: Zur Montage von Pianomania.

Manchmal hat Stefan Knüpfer Albträume von gerissenen Saiten – der gebürtige Hamburger ist der Cheftechniker von Steinway & Sons Österreich. Im Wiener Konzerthaus ist er verantwortlich für den Klang der Konzertflügel großer Pianisten.

Stefan Knüpfer liebt seine Instrumente und die Arbeit mit ihnen. Wenn er einen Flügel bearbeitet, kontrolliert er Hammerkopf für Hammerkopf, Saite für Saite und sucht unermüdlich nach dem perfekten Klang. Kollegen, die mit einem Messgerät arbeiten, das die richtige Tonfrequenz ermittelt, kann er nicht verstehen: „Wer ausschließlich mit dem Gerät stimmt, verlässt sich auf seine Augen, nicht auf seine Ohren.“ Knüpfer hört lieber genau hin. Da darf hinterher kein Staubkorn mehr aus dem Resonanzboden entfernt werden. „Alles verändert den Klang.“ Er begreift einen Ton nicht als definierte Frequenz, sondern eher wie eine Farbe, innerhalb derer Schattierungen und Abstufungen in unzähligen Nuancen möglich sind.

Michèle Barbin über ihre Arbeit:„Ich habe an dem Film 33 Wochen gearbeitet und ca. 270 Stunden Material gesichtet und bewertet. Der Protagonist hat mich irgendwann mit seinem ruhelosen Perfektionismus angesteckt. Kann man Pianomania überhaupt fertigschneiden? Wollen wir das überhaupt? Wo ist der perfekte Klang, der perfekte Film? Um so präziser das Ziel, um so unerreichbarer…Und dann war es so weit, die Welt hatte uns wieder, Termine, Termine und ganz schnell einen Schlusspunkt finden, Kompromisse schließen…Wie schmerzhaft, wir hatten gerade angefangen.
http://www.pianomania.de

http://www.michelebarbin.de

Trailer unter

http://oval-film.com/wordpress/?page_id=441


Donnerstag, 7.1.10

17:00 Uhr

Raum 2017

Prof. Dr. Michaela Ott:

“Montageideen der Philosophie”

In ihrem Vortrag wird sich Michaela Ott mit den Montageideen von Gilles Deleuze und Félix Guattari speziell in deren Werk “Tausend Plateaus – Kapitalismus und Schizophrenie” auseinandersetzen und diese zur Diskussion stellen.

Michaela Ott ist Professorin für ästhetische Theorien, Philosophin, Filmwissenschaftlerin und Übersetzerin. Schwerpunkte ihrer Lehre bilden die Philosophische Ästhetik und Filmtheorie, Ästhetik und Politik, Ästhetik und Ethik, Ästhetik und Gendertheorie.

Wichtigste Publikationen:

  • Gilles Deleuze (Wien, 1998)
  • Denken des Raums in Zeiten der Globalisierung (Hamburg, 2005)
  • Deleuze. Zur Einführung (Hamburg, 2005)
  • u.a. Hollywood. Phantasma/Symbolische Ordnung in Zeiten des Blockbuster-Films (München, 2006)
  • Kunst und Wissenschaft (München, 2007)