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zu Gast im Montageforum am 16.05.2012

Mittwoch 16.05.12  17:00 Uhr  HFF Kino 1101

Jamin Benazzouz zur Montage von „Fragments of Palestine“

The movie “Fragments of Palestine” portrays the lives of three young people from Palestine, Israel and the UK and their perception of the Israeli- Palestinian reality.

Rabea, 27 years old, was a resistance fighter for a Palestinian militant group from the City of Jenin, the Palestinian city most attacked during the second Intifada. Rabea decides to change the course of his resistance, thus, he lays down his rifle after seven years as a fighter and starts resisting using his art on a theatre stage. He joins the first acting school of the Jenin Freedom Theatre. Together with his colleagues and their mentor, Juliano Mer Khamis, they develop a powerful play which addresses their life under occupation. On a trip to different areas around Jenin he shares his past as a fighter and his future vision as an artist fighting for freedom.

Maya, 18 years old, is a young Israeli activist. After encountering a Palestinian girl at the age of 15, she decides to explore the reality of the conflict objectively. She becomes a political activist and rejects to serve in the army as a conscientious objector, which results in her arrest for 42 days in military prison. After being discharged Maya works as a tour guide for the Israeli Committee Against House Demolition (ICAHD), where she provides tourists and Israelis with an alternative perspective on the conflict. The movie tracks her on a tour and documents her efforts as an activist in the West Bank.

Jody Mcintyre, is an 18-year old disabled British activist from London. He joins the peaceful struggle against the occupation in the small village of Bil’in in the West Bank. Despite his disability, Jody is always at the forefront of the weekly demonstration against the Separation Wall which separates the Palestinian residents from most of their lands. Together with his friend and host father Mohammed Khatib and the residents of Bil’in, Jody guards the village at night, attempting to prevent the Israeli military from arresting the local youth.

The result of this work contributes to a brave and strong movie that allows the audience to see another view of the Israeli- Palestinian conflict. It is the view of young people whose hopes remain high and fuels their fight to achieve a peaceful end to this long conflict.
The Film had it’s World premiere at the International Documentary Film Festival Amsterdam.

Nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Westdeutschen Rundfunk Köln arbeitete Jamin Benazzouz dort für zwei Jahre als Cutter. Seit 2010 studiert er Montage an der HFF “Konrad Wolf”.

www.fragmentsofpalestine.com

zu Gast im Montageforum am 03.05.2012

Donnerstag, 03. Mai 2012 17:00 Uhr HFF Kino 1101

Susanne Foidl

“Kritik der Montage – Möglichkeiten der unsichtbaren Kunst” (AT)

Das ist der Arbeitstitel des künstlerischen Promotionsvorhabens, an dem sie gerade arbeitet
und damit als Promotionsstudentin an der HfbK in Hamburg eingeschrieben ist.
Eigentlich eine „Rohschnittsichtung“….einer Sequenz.
 
Kein einfaches Unterfangen, wie sie festgestellt hat.
Fragen über Fragen müssen unbeantwortet bleiben. Oder nicht?
 
 
Es geht um Filmmontage und den Montageprozess.
Es geht um den Schneideraum als Wahrnehmungs-Raum, Denk-Raum
und als Deutungs-Raum, in dem Welt-Anschauung konstruiert wird.
Die Filmmontage ist das Fortschreiben eines Drehbuchtextes.
Sie geht mit filmsprachlichen Mitteln über dessen Buchstäblichkeit hinaus.
Audiovisuelle Materialien werden in der Montage interpretiert
und zu Bedeutungszusammenhängen codiert.
In der Arbeit an der Filmhochschule stellen sich Artikulation und Kommunikation
über Montage als besondere Herausforderungen dar.
Hierfür geeignete Begrifflichkeiten zu finden, ist ein immer wiederkehrendes Thema.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Montage ist eine manipulative Tätigkeit. Sie entfaltet große Wirkung.
Dennoch ist sie schwer wahrnehmbar und beschreibbar – fast unsichtbar.
Worüber reden wir, wenn wir über Filmmontage sprechen? Über Bildfolgen und Rhythmus?
Über harten Schnitt, Montageform, Schnitttechnik? Über Dramaturgie, Struktur?
Über Handlung, Geschichte? Sprechen wir über Erzählen? Oder IST der Film die Montage?
 
Montieren ist fortwährendes Urteilen.
SchnittmeisterInnen sind KritikerInnen des Filmmaterials. Wie bewerten und entscheiden sie?
Kraft welcher Kriterien urteilen sie? Sind es ästhetische oder ethische Urteile, oder beides?
Ist der Schneideraum ein ethischer Raum? Welches Welt-Bild soll erzeugt werden
und durch welche Form der Montage ist es darstellbar?
 
Welche Fragen sich noch stellen, das möchte Susanne Foidl gerne mit euch/ihnen erörtern.
 
Präsentation/Ausschnitte/Diskussion
 
  
 
 
   Susanne Foidl ist Diplom-Schnittmeisterin.
   Sie schloss ihr Montagestudium im Jahr 2004
   an der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolf” ab.
   Heute arbeitet Susanne Foidl als Lehrkraft für besondere Aufgaben
   im Studiengang Montage der HFF.
 
 
 

Kein Montageforum am 25.04. 2012

Diese Woche fällt wegen Sehsüchte Montagefrum aus!

Nächste Woche ist Montageforum ausnahmeweise am DONNERSTAG, den 03. Mai.

Näheres dazu bald!

zu Gast im Montageforum am 18.04.2012

montageforum  mittwoch 18.04.12  17:00 Uhr  HFF Kino 1101

Nicola Undritz zur Montage von „Blaubeerblau“

„In der Montage arbeiten wir mit Bildern, mit Blicken, Stimmlagen, Bewegungen. Dadurch werden Worte, Dialoge, die im Buch wichtig sind, teilweise überflüssig, man kann reduzieren und verdichten, eine neue Ökonomie finden. So „schreiben“ wir eine neue Dramaturgie – ähnlich wie die Autoren am Anfang des gesamten Prozesses.

Das ist das, was mich an dem Beruf besonders reizt: Jeder Film ist anders, jeder Film will neu erzählt werden, die Montage ist für jeden Film, ob Kino, Fernsehspiel oder Dokumentarfilm, eine neue Suche, ein neues Probieren, ein neues Finden.“


Nicola Undritz
seit 1996:     freie Filmeditorin
in Berlin, München, Hamburg, Köln, Kapstadt
1986 – 1995:     Schnittassistentin bei vielen deutschen und internationalen
Kino- und TV-Filmen, Schnitt von Kurzfilmen, Sound Design
1985 – 1986:     Kopierwerks- und Schnittpraktikum
1980 – 1985:     verschiedene Tätigkeiten, u. A. Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache,
Schriftsetzerin. Lange Auslandsaufenthalte in Südeuropa, Westafrika, Lateinamerika, Asien.
Mitglied:     BFS – Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.,
Deutsche Filmakademie, Filmmakers in Prison

Filmografie (Auswahl)
2011    Kronenhalle (AT)    TV-Spiel, Regie Max Färberböck
2011    Herzversagen    TV-Spiel, Regie Dagmar Hirtz
2010    Blaubeerblau    TV-Spiel – Regie: Rainer Kaufmann
2009    Die Hebamme – Auf Leben und Tod    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2009    Am Gleimtunnel – Hier und drüben    Kino-Dok,
Schnitt zus. m. Lars Pienkoss u François Rossier, Regie: Torsten Löhn
2008    Die Dinge zwischen uns    Kino, Regie: Iris Janssen
nominiert f femina-filmpreis Berlinale
2006    Der Kommissar u.d. Meer    TV-Spiel, Regie: Anno Saul
2006    Ich wollte nicht töten    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2005    Sie ist meine Mutter    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2005    By Bye Berlusconi    Kino, Regie Jan Henrik Stahlberg
nominiert f femina-filmpreis Berlinale
2004    Die Quittung    TV-Spiel, Regie Niki Stein
2003    Der Tod ist kein Beweis    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2002    Paule und Julia    Kino, Regie Torsten Löhn

filmschnitt-undritz.de

Blaubeerblau

Der Film erzählt die Geschichte vom schüchternen Fritjof, der früher in der Schule wahlweise Fritte oder Friedhof genannt wurde und der, obwohl inzwischen erwachsen, sein Leben nie richtig in die Hand genommen hat.
Er wurde Angestellter in einem Architekturbüro und blieb ein Schwächling, ein Muttersöhnchen. Als Fritjof von seiner Chefin in ein Sterbehospiz geschickt wird, um dort das Aufmaß für eine Bauplanung zu nehmen, schlottern ihm die Knie. Er hat Angst vor diesem Ort und vor der Begegnung mit dem Tod. Im Hospiz trifft er überraschend auf Hannes, einen vorlauten früheren Schulkameraden, der in allem das Gegenteil von Fritjof war. Und er begegnet Hannes’ Schwester Sabine, in die er zu Schulzeiten heimlich verliebt war. Die beiden ungleichen Männer freunden sich an. In Gesellschaft des todkranken Hannes und anderer Bewohner des Sterbehospiz’ lebt Fritjof auf. Während Hannes stirbt, findet Fritjof zum ersten Mal in seinem Leben Lebensmut.

Auf feinsinnige und humorvolle Weise nimmt sich das Drehbuch von Beate Langmaack des schweren Themas an und erzählt mit einem Augenzwinkern nicht nur eine Geschichte über den Tod, sondern vielmehr über das Leben.

Regie: Rainer Kaufmann,

Drehbuch: Beate Langmaack

mit Devid Striesow, Stipe Erceg, Nina Kunzendorf, Dagmar Manzel, Lisa Maria Potthoff

Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft / Moviepool für BR/MDR/Degeto

Deutschland 2010

zu Gast im Montageforum am 11.04.2012

Mittwoch, 11. April 2012 17:00 Uhr HFF Kino 1104

“Über die Schwierigkeit, Filmmontage in Worte zu fassen.”

Gesa Marten im Gespräch mit Kyra Scheurer

Filmmontage wahrzunehmen und zu beschreiben, über sie zu sprechen oder gar zu urteilen fällt schwer. Selbst der Berufsverband der Filmeditoren wirbt für sich derzeit unter dem Motto Unsichtbare Kunst – sichtbare Künstler. Aber ist die Filmmontage wirklich so unsichtbar? Oder ist das nur ein Wortspiel, das Hollywood’s ‚unsichtbaren Schnitt’ paraphrasiert? Und liegt es an dieser vermeintlichen Unsichtbarkeit, dass Filmmontage schwer zu fassen und zu beschreiben ist?

Gesa Marten wird mit Kyra Scheurer, künstlerische Leiterin des Forums für Filmschnitt und Montagekunst “Filmplus”, über Besonderheiten und Herausforderungen im Diskurs über Montage sprechen.

Kyra Scheurer ist maßgeblich daran beteiligt, die Montageleistungen eines Kinojahrgangs für die “Filmplus”-Schnittpreise vorzunominieren und sie ist zugleich eine langjährige Beobachterin der Vor- und der Hauptjuryarbeit für diesen Preis. Sie kennt also das Ringen um die Wahrnehmung und die Kriterien zur Beurteilung von Montage.

Kyra Scheurer hat darüber hinaus viel Erfahrung mit dem öffentlichen Gespräch mit FilmeditorInnen über ihre Arbeit – sei es auf Themenpanels oder in Werkstattgesprächen während des “Filmplus”-Festivals oder sei es mit nominierten Editoren für den Deutschen Filmpreis wie z.B. am 14. April 2012 in der Astor Filmlounge bei der Lola Vision Schnitt. Worüber spricht sie da? Wie spricht sie mit den EditorInnen und wie sprechen die EditorInnen über ihre Arbeit?

Als Drehbuchdramaturgin interessiert sich Scheurer in besonderem Maße für die Filmmontage. Weshalb tut sie das? Was hat Drehbuchentwicklung und -schreiben mit Filmmontage zu tun? Was ist ihr Erkenntnisinteresse? Kyra Scheurer wird uns – auch an Hand von Filmbeispielen – in ihre Sicht auf Montage Einblick gewähren.

Der Preisträger des Förderpreis Schnitt 2011 ist Rolf Hellat für den Schnitt von  I ovo je Beograd

 

Kyra Scheurer hat Kommunikationswissenschaft und Psychologie (M.A.) in Berlin studiert und eine Weiterbildung zum Script Consultant absolviert. Sie arbeitet schwerpunktmäßig als freie Dramaturgin für Film- und Fernsehprojekte und ist Teil der künstlerischen Leitung des Forums für Filmschnitt und Montagekunst “Filmplus” in Köln. Dort zeichnet sie u.a. verantwortlich für den Wettbewerb um den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm sowie die Kuratierung des jährlich wechselnden Themenschwerpunkts. Der Diskurs über Dramaturgie und Montage liegt ihr gleichermaßen am Herzen und so moderiert sie seit einigen Jahren auch außerhalb von “Filmplus” verschiedene Podien, Praxis-Panel und Filmgespräche, darunter die jährliche Lola Vision Schnitt der Deutschen Filmakademie und u.a. Veranstaltungen bei Dok Leipzig, FilmStoffEntwicklung, Tatort Eifel und Seminare bzw. Workshops bei u.a. khm Köln, Master School Drehbuch, Akademie des deutschen Buchhandels, Filmhaus Babelsberg. Seit 2007 ist Kyra Scheurer Mitglied im Vorstand des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA).

Gesa Marten arbeitet seit 1991 freiberuflich als Editorin und Dramaturgin in Köln. Neben der Freiberuflichkeit war sie von 1996-2001 am Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln lehrtätig. Seitdem unterrichtet sie F ilmschnitt und Dokumentarfilmdramaturgie an verschiedenen europäischen Hochschulen.Im Sommersemester 2010 vertrat sie die Professur “Künstlerische Montage/Dokumentar- und Spielfilm” im Studiengang Montage an der HFF. 2000 war sie für den Deutschen Fernsehpreis mit “Abnehmen in Essen” in der Kategorie “Bester Schnitt” nominiert. 2004 und 2006 wurde sie für den Deutschen Kamerapreis in den Kategorien Schnitt Dokumentarfilm und Schnitt Kurzfilm nominiert. Sie hat den “Filmplus” Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005 für “Was lebst du?” zusammen mit Bettina Braun und 2009 für “pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung” bekommen. Sie ist Mitglied des Bundesverband Filmschnitt Editor BFS und der Europäischen Filmakademie EFA.

zu Gast im Montageforum am 08.02.2012

montageforum mittwoch, 08.02.12 17:00 Uhr HFF Kino 1101

Anne Fabini, Julia Oehring und „Der Kriminalist“
oder Gestalterische Freiräume beim Schnitt einer TV-Reihe

Zwei Editorinnen, die unabhängig voneinander jeweils mit unterschiedlichen Regisseuren mehrere Folgen des “Kriminalisten” geschnitten haben, sprechen über ihre Erfahrungen bei dieser Arbeit. “Der Kriminalist” ist eine einstündige Kriminalreihe im ZDF um den Viktimologen Bruno Schumann (Christian Berkel) und sein Team. Sie nimmt einen beliebten Sendeplatz am Freitag Abend ein und erreicht regelmäßig an die 5 Millionen Zuschauer. Wie sieht die Arbeit an einer TV-Reihe aus? Natürlich gibt es da strenge Vorgaben nicht nur bei Sendelänge und Erzählrhythmus. Aber lässt ein bewährtes Fernsehformat Freiräume für individuelle Gestaltung? Dieser Frage wird anhand von Filmausschnitten nachgegangen. Und natürlich wird dabei auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert…

Anne Fabini, geboren 1969 in Siebenbürgen/ Rumänien, studierte Theater-, Film und Fernsehwissenschaft in Berlin.  Ab 1996 arbeitete sie zunächst als Schnittassistentin u.a. an Tom Tykwers “Lola rennt” und schnitt Kurzfilme von Studenten der dffb. Seit 1999 arbeitet sie als Filmeditorin in Berlin.

Filmographie (Auswahl):
2011        MORE THAN HONEY     (Dokumentarfilm Kino)    R: Markus Imhoof
2010       CARTE BLANCHE          (Dokumentarfilm Kino)      R: Heidi Specogna
2009       SOLANGE DU SCHLIEFST  (Spielfilm TV)               R: Nicole Weegmann
DER KRIMINALIST     (TV-Reihe)                              R: Züli Aladag
2008       BERLIN CALLING         (Spielfilm Kino)                    R: Hannes Stöhr
*Nominierung Deutscher Filmpreis 2009: Bester Schnitt
DEUTSCHLAND NERVT!(Dokumentarfilm Kino)   R: Hans-Erich Viet
2007       DIE ANWÄLTE                 (ZDF – Fernsehserie)          R: Züli Aladag
2006       DAS ENDE DES SCHWEIGENS (Spielfilm TV)        R: Buddy Giovinazzo
2004       ONE DAY IN EUROPE (Spielfilm Kino)                     R: Hannes Stöhr
2001        BERLIN IS IN GERMANY (Spielfilm Kino)              R: Hannes Stöhr
FLÜGGE                            (Dokumentarfilm TV)        R: Elke Hauck
2000       MILCH UND HONIG AUS ROTFRONT (Dokumentarfilm Kino)    R: Hans-Erich Viet

Julia Oehring, geboren 1968 in Berlin, studierte Film- und Fernsehwissenschaften/Kunstgeschichte an der FU-Berlin.  Ab 1992 arbeitete sie zunächst als Schnittassistentin und übernahm die Monatagebetreuung für Studenten der dffb. Seit 1994 arbeitet sie als Filmeditorin im Bereich Spielfilm und Dokumentarfilm in Berlin.

Filmographie (Auswahl):
1994     „Herz aus Stein“                               Kino                Nicos Ligouris
1997     „Boxen und sonst gar nichts“        Doku                Walter Krieg
1999     „Downhill City“                                 Kino                Hannu Salonen
*Festival Premiers Plans D’Angers/Frankreich – Grand Prix du Jury
2000     „Julie’s Geist“                                   Kino                Bettina Wilhelm
*Internationales Filmfestival Montreal 2001
2004     „Lou’s Waschsalon“                        TV-Spiel        Katalin Gödrös
2007     Tatort-„Racheengel“                       TV-Spiel        Hannu Salonen
2007     „Ein Teil von mir “                           Kino               Christoph Röhl
*Internationale Hofer Filmtage 2008
*30. Filmfestival Max Ophüls 2009 (Regie Förderpreis der DEFA-Stiftung)
2009     „Im Schatten des Pferdemondes“  TV-Spiel        Michael Steinke
2010     „Piano Encounters“                           Doku              Enrique Sánchez Lansch
* SEMINCI Internationales Filmfestival Valladolid: 2.Preis, bester Dokumentarfilm
2010     „Inspector Barbarotti-Verachtung“ TV-Spiel        Hannu Salonen
2011     „Tatort-Verschleppt“                           TV-Spiel        Hannu Salonen
2011     „Irgendwo auf der Welt“                     Doku        Enrique Sánchez-Lansch

 

kriminalist.zdf.de

zu Gast im Montageforum am 25.01.2012

montageforum mittwoch, 25.01.11 17:00 Uhr HFF Kino 1104

Frank Bubenzer “Über das Unwesentliche”

   

In meinem Vortrag “Über das Unwesentliche” stelle ich Ausschnitte aus meinem Oeuvre als bildender Künstler und Experimentalfilmer vor. Durch eine spezielle Methode in der Collagetechnik (Fotoshop für Arme) entstehen unerwartete Bilder, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Diese Papiercollagen, hergestellt aus Werbeanzeigen/-plakaten, entstehen aus einer Verteidigungshaltung. Mit ihnen wehre ich mich gegen die Werbung, die mit ihren Attraktoren nötigend auf mich wirkt. Es entstehen beruhigte Bilder. Der Herstellungsprozess lässt zahlreiche Aspekte der Ökonomie und der Zeit zu Tage treten, die das Werk über die bloße Erscheinung als “schönes Bild” erweitern. Übertragen auf das bewegte Bild sind meine Filme (NEUNAUGE VIDEOS) Compositings aus Fernsehsendungen. Ich frage mich, was im Fernseher vor sich geht, wenn er ausgeschaltet ist.

www.frankbubenzer.de

Frank Bubenzer hat 1996 sein Studium an
der Hochschule für Gestaltung in Offenbach als Diplom-Designer (AV Medien) abgeschlossen und arbeitet seit 1998 als freischaffender
Filmtonmeister und Künstler. Seither ist eine Reihe experimenteller Videos entstanden, die das Fernsehen, insbesondere Nachrichtensendungen, künstlerisch untersuchen. Frank Bubenzer arbeitet mit Found Footage und veröffentlicht seine Filme unter dem Namen „Neunauge Videos“.

Filmografie u.a.
2011 Stadt Land Fluss (Benjamin Cantu, Kinospielfilm)
2010 The Big Eden (Peter Dörfler, Kinodokumentarfilm)
2009 Sechs Stunden Angst (Markus Fischer, TV-Spielfilm)
2008 Alle Anderen (Maren Ade, Kinospielfilm)
2008 Snijeg/Snow (Aida Begic-Zubcevis, Kinospielfilm)
2008 Achterbahn (Peter Dörfler, Kinodokumentarfilm)

Videografie u.a.
Anne perpetua 2010, Quicktime/DVD, 3’04”
n-tv Dance 2007, Quicktime/DVD, 5’16”
Warumwarum – wrmwrmwrm – wwww 2004/08/09, Quicktime/DVD, je 20”
Die Stille aus einer Stunde CNN 2003, Mini-DV, 3’57”
Der doppelte Staats-Burger 1999, Beta SP, 3’45”
Jams und Maniok 1997, Hi8/S-VHS/Beta SP, 3’18”
7th Sense 1996, Beta SP, 9’00”
Superwahljahr 1995, Hi8/VHS/Beta SP, 5’00”
XY interaktiv 1994, Beta SP, 4’30”
Die Ulmer Weltthesen 1991, Hi8, 6’39”

Einzelausstellungen
2010 “Who nose Frank Bubenzer…?” ASK Valerie Berlin
2004 “Portrait des Abwesenden” Ateliers Borsigstraße, Berlin
2003 “Fotoshop für Arme” Galerie portikussi, Offenbach
2002 “Irritationen des 21. Jahrhunderts” Projektraum An- und Verkauf, Berlin.

zu Gast im Montageforum am 18.01.2012

montageforum mittwoch, 18.01.11 17:00 Uhr HFF Kino 1101

Gesa Marten zur Montage von  „Wo stehst du?“

Gesa Marten arbeitet seit 1991 freiberuflich als Editorin und Dramaturgin in Köln.
Neben der Freiberuflichkeit war sie von 1996-2001 am Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln lehrtätig. Seitdem unterrichtet sie Filmschnitt und Dokumentarfilmdramaturgie an verschiedenen deutschen Hochschulen.
Im Sommersemester 2010 vertrat sie die Professur “Künstlerische Montage/Dokumentar- und Spielfilm” im Studiengang Montage an der HFF.
2000 war sie für den Deutschen Fernsehpreis mit Abnehmen in Essen in der Kategorie »Bester Schnitt« nominiert. 2004 und 2006 wurde sie für den Deutschen Kamerapreis in den Kategorien Schnitt Dokumentarfilm und Schnitt Kurzfilm nominiert. Sie hat den Film+ Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005 für “Was lebst du?” zusammen mit Bettina Braun und 2009 für “pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung” bekommen.
Sie ist Mitglied des Bundesverband Filmschnitt Editor BFS und der Europäischen Filmakademie EFA.

Filmographie  

„Wo stehst du“ . Dokumentarfilm von Bettina Braun, D 2011, 92 min

Eine B’Braun Film Produktion in Zusammenarbeit mit ZDF Das Kleine Fernsehspiel

 

 

 

 

 

„Es ist bereits der dritte Film über Ali, Kais und Alban, jene jungen Leute, die Regisseurin Bettina Braun vor zehn Jahren im Kölner Jugendzentrum Klingelpütz kennengelernt hatte. „Was lebst du?“, der erste Film über die Jugendlichen „mit Einwanderungsgeschichte“ bekam 2004 bei der Duisburger Filmwoche den Publikumspreis der Rheinischen Post. Nach „Was du willst“ (2008) wurde nun bei der Filmwoche „Wo stehst du?“ als Uraufführung vorgestellt.
Die filmische Langzeitstudie verliert keineswegs an Spannung. Bettina Braun rückt ihren Protagonisten mit der Kamera bisweilen provokant auf den Pelz. Als Zuschauer nimmt man an ihren Lebensgeschichten teil, an den guten Zeiten und den schlechten. Während Kais als Schauspieler Fuß zu fassen scheint, haben die anderen beruflich weniger Erfolg. Auch die Beziehungen mit Freundinnen sind offenbar heikel. Je älter die Mitglieder der Clique werden, desto stärker erkennt man als Zuschauer, wie die Religion, der Islam, die jungen Männer prägt. Bettina Braun gesteht, dass sie bei ihrer Dokumentation nicht jene Distanz bewahren konnte und wollte, die im Allgemeinen gefordert wird. Das wird in „Wo stehst du?“ keineswegs verschwiegen; die „Jungs“ reden ihre Filmemacherin vor laufender Kamera immer wieder mit „Bettina“ an. Dass ein solcher Film trotzdem funktioniert, könnte Thema einer jener Debatten werden, für die die Duisburger Filmwoche gerühmt wird.“
PETER KLUCKEN Duisburg (RP)

FILMLINK

Pause bis 11.01. + Feste

Am 14., 21., 28. 12 und am 04.01. findet Montageforum nicht statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


designlessbetter.com

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

zu Gast im Montageforum am 07.12.2011

Stephan Krumbiegel zur Montage

von „GERHARD RICHTER PAINTING“

17.00 Uhr, Kino 1104

Stephan Krumbiegel wird 1964 in Stuttgart geboren.
Nach der Ausbildung zum Ingenieur für Medientechnik beginnt er seine berufliche Laufbahn 1991 als Co-Regisseur und Cutter für einen Dokumentarfilm über Entwicklungshilfeprojekte in Westafrika.
Im Anschluss arbeitet er über mehrere Jahre freiberuflich als Aufnahme- und Produktionsleiter.
Parallel dazu schneidet er studentische Filme im Umfeld der Filmakademie Baden-Württemberg und der DFFB.
Seit 1996 arbeitet er als freier Cutter und schneidet Dokumentar- und Spielfilme.

Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören:
Wo der Himmel die Erde berührt (1999, Regie: Frank Müller)
Lost Killers (2000, Regie: Dito Tsintsadze)
Berlin: Sinfonie einer Großstadt (2001, Regie: Thomas Schadt)
Unternehmen Paradies (2001, Regie: Volker Sattel)
Sie haben Knut (2002, Regie: Stefan Krohmer)
Familienkreise (2003, Regie: Stefan Krohmer)
Weisse Raben (2005, Regie: Johann Feindt und Tamara Trampe)
nominiert für den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005
Heimatklänge (2006, Regie: Stefan Schwietert)
Someone Beside You (2006, Regie: Edgar Hagen)
Nacht vor Augen (2008, Regie: Brigitte Bertele)
Wiegenlieder (2009, Regie: Johann Feindt und Tamara Trampe)
Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2010
Unter Kontrolle (2010, Regie: Volker Sattel in Zusammenarbeit mit Stefan Stefanescu)
Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2011

www.gerhard-richter-painting.de

Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, wo er an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. GERHARD RICHTER PAINTING gewährt einmalige Einblicke in die Arbeit des Künstlers. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.

Corinna Belz lässt uns in ihrem klugen, aufmerksamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. GERHARD RICHTER PAINTING ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst.

GERHARD RICHTER PAINTING
BUCH UND REGIE Corinna Belz • MONTAGE Stephan Krumbiegel • KAMERA Johann Feindt, Frank Kranstedt, Dieter Stürmer • TON Gerrit Lucas, Sven Phil Lentzen, Andreas Hildebrandt • TONGESTALTUNG Dominik Schleier • TONMISCHUNG Martin Steyer • HERSTELLUNGSLEITUNG Tassilo Aschauer • REDAKTION Sabine Rollberg, Jutta Krug, Katja Wildermuth • CO-PRODUZENTEN Christoph Friedel, Claudia Steffen PRODUZENT Thomas Kufus • EINE zero one film PRODUKTION IN KOPRODUKTION MIT Terz Film, WDR, MDR IN ZUSAMMENARBEIT MIT ARTE • PRODUKTION GEFÖRDERT VON Media, Filmstiftung NRW, BKM, DFFF IM VERLEIH DER Piffl Medien • VERLEIH GEFÖRDERT VON Filmstiftung NRW UND BKM
D 2011, 97 min, 25 fps, 1:1,85, Dolby Digital

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