thomas heise: “material”

Achtung, Donnerstag!

2.7.09

17:00 Uhr

Raum 1104

Regie  -Gegenwartskino-  und Montage – Montageforum- zeigen 

thomas_heise_material_plakat

Es beginnt mit dem Lachen der Kinder. Bilder von den späten achtziger Jahren in der DDR bis in die unmittelbare Gegenwart des Jahres 2008 in Deutschland. Das, was übrig geblieben ist, belagert meinen Kopf. Darin setzen sich all diese Bilder immer wieder neu zu etwas anderem zusammen, als zu dem, für das sie ursprünglich gedacht waren. Sie bleiben in Bewegung. Sie werden Geschichte. Das Material bleibt unvollständig. Es ist, was ich aufgehoben habe, was mir wichtig blieb. Mein Bild. (Thomas Heise)

2009 166’ HDCAM  4:3 pillarbox

Buch & Regie: Thomas Heise

Kamera: Sebastian Richter, Peter Badel, Thomas Heise, Jutta Tränkle,

Börres Weiffenbach

Ton: Uve Haussig, Jürgen Schönhoff, Robert Nickolaus, Maxim Wolfram

Schnitt: René Frölke

Redaktion: Doris Hepp (ZDF)

Produzent: Heino Deckert

In Koproduktion mit ZDF. In Zusammenarbeit mit Arte. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Vertrieb: Deckert Distribution

 

Im Anschluß an das Screening ist der Autor und Regisseur Thomas Heise  anwesend.

 

Themenkomplexe:

– über das Aufheben übriggebliebener Bilder und den Prozeß der Montage 

– von der Möglichkeit und Unmöglichkeit einer Demokratisierung der DDR

– Studienzeit von Thomas Heise, der 1982 ohne  Diplom die HFF verließ, bevor man ihn
  dazu aufgefordert hätte
-Was und wie lehrt  Prof. Thomas Heise Film in Karlsruhe ?

 

Stimmen zum Film:

„…Es ist elf Uhr abends, als ich den letzten Film meiner Privatberlinale gucke. Eigentlich bin ich müde. Es ist aber noch viel zu früh fürs Bett. Ich mache mir ein Bier auf, schiebe die DVD von Thomas Heises Material ein, lehne mich zurück – und bin nach wenigen Minuten hellwach. Der Film zieht mich in seinen Bann. Viel mehr oder anders, als es ein spannender Thriller tun würde, bei dem man sich selbst vergißt, um sich mit den Helden zu identifizieren.“ Die Zeit, Detlef Kuhlbrodt

 

” Heise präsentiert übrig gebliebenes Bildmaterial in Gestalt freier Assoziationen als Bewusstseinsstrom, dessen Schwerpunkt auf der Zeit der ostdeutschen Revolte vor 20 Jahren liegt: Der Zuschauer sieht Heiner Müller bei Theaterproben, steht mitten zwischen DDR-Demonstranten, beobachtet eine Arbeiterversammlung kurz vor dem Mauerfall. Das verbindende Element ist der historische Moment, in dem sich die Geschehnisse noch im Fluss befinden und vieles möglich erscheint. Aus dieser Bewegung dessen, was sonst starr und für alle Zeiten fixiert erscheint, ergibt eine enorme Sogwirkung, die den Film einzigartig macht: eine Darstellung von Geschichte, in der nichts als gegeben hingenommen werden muss und das Politische in status nascendi zu sehen ist, das seltene Dokument dessen, dass jeder Mensch Material ist, aber immer auch Gestalter sein könnte.”

Filmdienst, Rüdiger Suchsland

 

“Großes dialektisches Kino”

Bundeszentrale für politische Bildung, Ralf Schenk

http://www.heise-film.de/

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