zu Gast im Montageforum am 11.04.2012

Mittwoch, 11. April 2012 17:00 Uhr HFF Kino 1104

“Über die Schwierigkeit, Filmmontage in Worte zu fassen.”

Gesa Marten im Gespräch mit Kyra Scheurer

Filmmontage wahrzunehmen und zu beschreiben, über sie zu sprechen oder gar zu urteilen fällt schwer. Selbst der Berufsverband der Filmeditoren wirbt für sich derzeit unter dem Motto Unsichtbare Kunst – sichtbare Künstler. Aber ist die Filmmontage wirklich so unsichtbar? Oder ist das nur ein Wortspiel, das Hollywood’s ‚unsichtbaren Schnitt’ paraphrasiert? Und liegt es an dieser vermeintlichen Unsichtbarkeit, dass Filmmontage schwer zu fassen und zu beschreiben ist?

Gesa Marten wird mit Kyra Scheurer, künstlerische Leiterin des Forums für Filmschnitt und Montagekunst “Filmplus”, über Besonderheiten und Herausforderungen im Diskurs über Montage sprechen.

Kyra Scheurer ist maßgeblich daran beteiligt, die Montageleistungen eines Kinojahrgangs für die “Filmplus”-Schnittpreise vorzunominieren und sie ist zugleich eine langjährige Beobachterin der Vor- und der Hauptjuryarbeit für diesen Preis. Sie kennt also das Ringen um die Wahrnehmung und die Kriterien zur Beurteilung von Montage.

Kyra Scheurer hat darüber hinaus viel Erfahrung mit dem öffentlichen Gespräch mit FilmeditorInnen über ihre Arbeit – sei es auf Themenpanels oder in Werkstattgesprächen während des “Filmplus”-Festivals oder sei es mit nominierten Editoren für den Deutschen Filmpreis wie z.B. am 14. April 2012 in der Astor Filmlounge bei der Lola Vision Schnitt. Worüber spricht sie da? Wie spricht sie mit den EditorInnen und wie sprechen die EditorInnen über ihre Arbeit?

Als Drehbuchdramaturgin interessiert sich Scheurer in besonderem Maße für die Filmmontage. Weshalb tut sie das? Was hat Drehbuchentwicklung und -schreiben mit Filmmontage zu tun? Was ist ihr Erkenntnisinteresse? Kyra Scheurer wird uns – auch an Hand von Filmbeispielen – in ihre Sicht auf Montage Einblick gewähren.

Der Preisträger des Förderpreis Schnitt 2011 ist Rolf Hellat für den Schnitt von  I ovo je Beograd

 

Kyra Scheurer hat Kommunikationswissenschaft und Psychologie (M.A.) in Berlin studiert und eine Weiterbildung zum Script Consultant absolviert. Sie arbeitet schwerpunktmäßig als freie Dramaturgin für Film- und Fernsehprojekte und ist Teil der künstlerischen Leitung des Forums für Filmschnitt und Montagekunst “Filmplus” in Köln. Dort zeichnet sie u.a. verantwortlich für den Wettbewerb um den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm sowie die Kuratierung des jährlich wechselnden Themenschwerpunkts. Der Diskurs über Dramaturgie und Montage liegt ihr gleichermaßen am Herzen und so moderiert sie seit einigen Jahren auch außerhalb von “Filmplus” verschiedene Podien, Praxis-Panel und Filmgespräche, darunter die jährliche Lola Vision Schnitt der Deutschen Filmakademie und u.a. Veranstaltungen bei Dok Leipzig, FilmStoffEntwicklung, Tatort Eifel und Seminare bzw. Workshops bei u.a. khm Köln, Master School Drehbuch, Akademie des deutschen Buchhandels, Filmhaus Babelsberg. Seit 2007 ist Kyra Scheurer Mitglied im Vorstand des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA).

Gesa Marten arbeitet seit 1991 freiberuflich als Editorin und Dramaturgin in Köln. Neben der Freiberuflichkeit war sie von 1996-2001 am Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Universität zu Köln lehrtätig. Seitdem unterrichtet sie F ilmschnitt und Dokumentarfilmdramaturgie an verschiedenen europäischen Hochschulen.Im Sommersemester 2010 vertrat sie die Professur “Künstlerische Montage/Dokumentar- und Spielfilm” im Studiengang Montage an der HFF. 2000 war sie für den Deutschen Fernsehpreis mit “Abnehmen in Essen” in der Kategorie “Bester Schnitt” nominiert. 2004 und 2006 wurde sie für den Deutschen Kamerapreis in den Kategorien Schnitt Dokumentarfilm und Schnitt Kurzfilm nominiert. Sie hat den “Filmplus” Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm 2005 für “Was lebst du?” zusammen mit Bettina Braun und 2009 für “pereSTROIKA – umBAU einer Wohnung” bekommen. Sie ist Mitglied des Bundesverband Filmschnitt Editor BFS und der Europäischen Filmakademie EFA.

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