zu Gast im Montageforum am 18.04.2012

montageforum  mittwoch 18.04.12  17:00 Uhr  HFF Kino 1101

Nicola Undritz zur Montage von „Blaubeerblau“

„In der Montage arbeiten wir mit Bildern, mit Blicken, Stimmlagen, Bewegungen. Dadurch werden Worte, Dialoge, die im Buch wichtig sind, teilweise überflüssig, man kann reduzieren und verdichten, eine neue Ökonomie finden. So „schreiben“ wir eine neue Dramaturgie – ähnlich wie die Autoren am Anfang des gesamten Prozesses.

Das ist das, was mich an dem Beruf besonders reizt: Jeder Film ist anders, jeder Film will neu erzählt werden, die Montage ist für jeden Film, ob Kino, Fernsehspiel oder Dokumentarfilm, eine neue Suche, ein neues Probieren, ein neues Finden.“


Nicola Undritz
seit 1996:     freie Filmeditorin
in Berlin, München, Hamburg, Köln, Kapstadt
1986 – 1995:     Schnittassistentin bei vielen deutschen und internationalen
Kino- und TV-Filmen, Schnitt von Kurzfilmen, Sound Design
1985 – 1986:     Kopierwerks- und Schnittpraktikum
1980 – 1985:     verschiedene Tätigkeiten, u. A. Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache,
Schriftsetzerin. Lange Auslandsaufenthalte in Südeuropa, Westafrika, Lateinamerika, Asien.
Mitglied:     BFS – Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.,
Deutsche Filmakademie, Filmmakers in Prison

Filmografie (Auswahl)
2011    Kronenhalle (AT)    TV-Spiel, Regie Max Färberböck
2011    Herzversagen    TV-Spiel, Regie Dagmar Hirtz
2010    Blaubeerblau    TV-Spiel – Regie: Rainer Kaufmann
2009    Die Hebamme – Auf Leben und Tod    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2009    Am Gleimtunnel – Hier und drüben    Kino-Dok,
Schnitt zus. m. Lars Pienkoss u François Rossier, Regie: Torsten Löhn
2008    Die Dinge zwischen uns    Kino, Regie: Iris Janssen
nominiert f femina-filmpreis Berlinale
2006    Der Kommissar u.d. Meer    TV-Spiel, Regie: Anno Saul
2006    Ich wollte nicht töten    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2005    Sie ist meine Mutter    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2005    By Bye Berlusconi    Kino, Regie Jan Henrik Stahlberg
nominiert f femina-filmpreis Berlinale
2004    Die Quittung    TV-Spiel, Regie Niki Stein
2003    Der Tod ist kein Beweis    TV-Spiel, Regie: Dagmar Hirtz
2002    Paule und Julia    Kino, Regie Torsten Löhn

filmschnitt-undritz.de

Blaubeerblau

Der Film erzählt die Geschichte vom schüchternen Fritjof, der früher in der Schule wahlweise Fritte oder Friedhof genannt wurde und der, obwohl inzwischen erwachsen, sein Leben nie richtig in die Hand genommen hat.
Er wurde Angestellter in einem Architekturbüro und blieb ein Schwächling, ein Muttersöhnchen. Als Fritjof von seiner Chefin in ein Sterbehospiz geschickt wird, um dort das Aufmaß für eine Bauplanung zu nehmen, schlottern ihm die Knie. Er hat Angst vor diesem Ort und vor der Begegnung mit dem Tod. Im Hospiz trifft er überraschend auf Hannes, einen vorlauten früheren Schulkameraden, der in allem das Gegenteil von Fritjof war. Und er begegnet Hannes’ Schwester Sabine, in die er zu Schulzeiten heimlich verliebt war. Die beiden ungleichen Männer freunden sich an. In Gesellschaft des todkranken Hannes und anderer Bewohner des Sterbehospiz’ lebt Fritjof auf. Während Hannes stirbt, findet Fritjof zum ersten Mal in seinem Leben Lebensmut.

Auf feinsinnige und humorvolle Weise nimmt sich das Drehbuch von Beate Langmaack des schweren Themas an und erzählt mit einem Augenzwinkern nicht nur eine Geschichte über den Tod, sondern vielmehr über das Leben.

Regie: Rainer Kaufmann,

Drehbuch: Beate Langmaack

mit Devid Striesow, Stipe Erceg, Nina Kunzendorf, Dagmar Manzel, Lisa Maria Potthoff

Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft / Moviepool für BR/MDR/Degeto

Deutschland 2010

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