zu Gast im Montageforum am 03.05.2012

Donnerstag, 03. Mai 2012 17:00 Uhr HFF Kino 1101

Susanne Foidl

“Kritik der Montage – Möglichkeiten der unsichtbaren Kunst” (AT)

Das ist der Arbeitstitel des künstlerischen Promotionsvorhabens, an dem sie gerade arbeitet
und damit als Promotionsstudentin an der HfbK in Hamburg eingeschrieben ist.
Eigentlich eine „Rohschnittsichtung“….einer Sequenz.
 
Kein einfaches Unterfangen, wie sie festgestellt hat.
Fragen über Fragen müssen unbeantwortet bleiben. Oder nicht?
 
 
Es geht um Filmmontage und den Montageprozess.
Es geht um den Schneideraum als Wahrnehmungs-Raum, Denk-Raum
und als Deutungs-Raum, in dem Welt-Anschauung konstruiert wird.
Die Filmmontage ist das Fortschreiben eines Drehbuchtextes.
Sie geht mit filmsprachlichen Mitteln über dessen Buchstäblichkeit hinaus.
Audiovisuelle Materialien werden in der Montage interpretiert
und zu Bedeutungszusammenhängen codiert.
In der Arbeit an der Filmhochschule stellen sich Artikulation und Kommunikation
über Montage als besondere Herausforderungen dar.
Hierfür geeignete Begrifflichkeiten zu finden, ist ein immer wiederkehrendes Thema.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Montage ist eine manipulative Tätigkeit. Sie entfaltet große Wirkung.
Dennoch ist sie schwer wahrnehmbar und beschreibbar – fast unsichtbar.
Worüber reden wir, wenn wir über Filmmontage sprechen? Über Bildfolgen und Rhythmus?
Über harten Schnitt, Montageform, Schnitttechnik? Über Dramaturgie, Struktur?
Über Handlung, Geschichte? Sprechen wir über Erzählen? Oder IST der Film die Montage?
 
Montieren ist fortwährendes Urteilen.
SchnittmeisterInnen sind KritikerInnen des Filmmaterials. Wie bewerten und entscheiden sie?
Kraft welcher Kriterien urteilen sie? Sind es ästhetische oder ethische Urteile, oder beides?
Ist der Schneideraum ein ethischer Raum? Welches Welt-Bild soll erzeugt werden
und durch welche Form der Montage ist es darstellbar?
 
Welche Fragen sich noch stellen, das möchte Susanne Foidl gerne mit euch/ihnen erörtern.
 
Präsentation/Ausschnitte/Diskussion
 
  
 
 
   Susanne Foidl ist Diplom-Schnittmeisterin.
   Sie schloss ihr Montagestudium im Jahr 2004
   an der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolf” ab.
   Heute arbeitet Susanne Foidl als Lehrkraft für besondere Aufgaben
   im Studiengang Montage der HFF.
 
 
 
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