Zu Gast am 15.01.14: Katrin Dorner zur Montage von One Fine Line

Mittwoch, 15.01.14
17:00 Uhr

Raum 1004

Katrin Dorner

zur Montage von One Fine Line

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„Bewegt vom Kummer ihrer jugendlichen halb-deutschen Tochter, keine wirkliche, geografische Heimat zu haben, besucht eine Kanadische Filmemacherin ganz allein Schwarzheide im südlichen Brandenburg, den Ort, an dem Ihr Vater während des Zweiten Weltkriegs interniert war. Doch alles, was sie dort vorfindet, ist ein leeres Feld. Die alten Baracken wurden nach der deutschen Wiedervereinigung abgerissen. Nichts Authentisches, nicht Begreifbares ist geblieben. Einer handgemachten Landkarte folgend, welche die Pfade durch Brandenburg und Sachsen nachzeichnet, auf denen ihr Vater nach Kriegsende marschieren musste, erschafft der Film Schritt für Schritt eine emotionale Geografie, die nun die Geschichten junger Frauen und Mädchen mit einschließt, welche selbst tief verwurzelt sind in ihrer Heimat entlang jener Wege. Frauen und Mädchen, die innerhalb ihres eigenen Bezugsrahmens und in ihren ureigenen Worten über sich erzählen. Die einzelnen Geschichten beschwören eine unmittelbar ländlich-weibliche Realität und werden durch den Mutter- Tochter-Dialog miteinander verflochten, ohne tatsächliche Begegnungen vor der Kamera.

Die Besonderheit des Films ist eine eigene inhaltsorientierte visuelle und akustische Sprache, die sich keines historischen Archivs bedienen muss. Geistige und weltliche Sphären bleiben unerklärt. Der Film lässt dem Publikum Raum zu fühlen und zu reflektieren. One Fine Line vergibt, ohne jedoch zu vergessen, und zeigt was übrig bleibt, wenn Geschichte unausweichlich von der Zeit verschlungen wird.“

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Katrin Dorner, geboren in Nürtingen, Baden Württemberg, begann nach dem Abitur bei Film-und Fernsehproduktionen als Script-Continuity, Produktionsassistentin und Regieassistentin zu arbeiten. Gleichzeitig begann sie an der FU Berlin ein Magisterstudium der Theaterwissenschaft, Publizistik und Italienisch. Nach dem Grundstudium erfolgte der Wechsel an die HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam, um Montage zu studieren.

Nach ihrem Abschluss arbeitete sie von 2001 bis 2006 als freiberufliche Editorin und Montagedozentin in verschiedenen Einrichtungen. Seit 2005 Weiterbildung zur Kommunikationstrainerin, 2010 bis 2011 Ausbildung in Mediation.

Seit 2006 ist Katrin Dorner festangestellte Lehrkraft im Studiengang Montage an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“.

Montierte Filme (Auswahl):

„Holz“

(45 Min., S16mm, 2000, Regie: Nicolai Rohde, Spielfilm)

„Land-Frauen-Welten“ – Lebensskizzen aus dem Havelland

Montage von 6 Portraits über Künstlerinnen aus dem Oderbruch

(Kurzportraits im Rahmen einer multimedialen Ausstellung der HFF „Konrad Wolf“,

2007, Projekt-Leitung: Prof. Angelika Mieth)

Lost Generation“

(45 Min., 2010, Regie: Silke Kaiser, Dokumentarfilm),

2012 nominiert für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

„Sei wie ich will“

(20 Min., 2010, Regie: Christian von Castelberg, Kurz-Spielfilm)

„One fine line“

(60 Min., 2013, Regie: Jo-Anne Velin, Dokumtentarfilm),

Dok Leipzig 2013, Beitrag im deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm

 

 

Über Euer Kommen freuen sich,

Szilvia Ruszev und Angelika Lepper

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