Mittwoch 17.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Katja Pratschke und Gusztáv Hámos

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1104

Wir zeigen als 35mm Kopie:

Fremdkörper (2002, 27min, Deutscher Kurzfilmpreis)

Fremdkoerper_4Inspiriert von der Verwandtschaft und der Fremdheit von Foto- und Film-Bildern, wird in der inszenierten Fotoarbeit Fremdkörper ganz bewusst eine klare Trennlinie zwischen Körperinnen und Körperaußen, zwischen bewegten und nicht-bewegten Bildern, zwischen medizinischen Bildgebenden Verfahren und Fotografie gezogen. Die Körper der Protagonisten, genauer die Haut, die ihn umhüllt, wird zur Schnittstelle dieser beiden Welten. “Die verschlingend-suggestive Erzählung entpuppt sich als ein hochaktueller Exkurs über Genetik und menschliche Identität.”

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

und als DCP:

Seil (2016)

SEIL_1In Seil (Hanged Man’s Dream) findet eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Entwicklung der Fotografischen Medien statt. Der Inszenierung liegt die Rekonstruktion der Kurzgeschichte »An Occurence at Owl Creek Bridge« von Ambrose Bierce (American Civil War Storys) zugrunde, ergänzt mit Étienne-Jules Marey’s Chronofotografischer Forschungsarbeit. Das Prinzip der Chronofotografie, das eine Aufzeichnung von Bewegungsabläufen in Phasenbildern ermöglichte und Dinge sichtbar machte, die dem menschlichen Auge bis dahin verborgen geblieben waren, wurde auf die digitale Bild-in Bildmontage in der inszenierten Fotoarbeit Seil übertragen.

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

Gusztáv Hámos studierte an den Béla Balázs-Filmstudios in Budapest. 1979 emigrierte er nach Deutschland und studierte von 1980 bis 1985 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Gábor Bódy, Veruschka Bódy, Astrid Heibach und Hámos arbeiteten an der ersten Ausgabe des internationalen Videokunst-Magazins Infermental.

Die Videos von Gusztáv Hámos wurden international gezeigt, unter anderem im Museum of Modern Art, New York; Neuer Berliner Kunstverein, Berlin; documenta 8, Kassel; Stedelijk Museum, Amsterdam; The Institute of Contemporary Art, Boston; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Centre Georges-Pompidou, Paris; Museo Reina Sofía, Madrid; San Francisco Museum of Modern Art; Ludwig Museum, Budapest; Montreal Film Festival; World Wide Video Festival, Amsterdam; Internationale Filmfestspiele von Cannes, Festival Internacional de Cine de San Sebastián, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Kunsthaus Dresden, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg.

Katja Pratschke, ist Medienkünstlerin, Kuratorin und seit 2006 Organisatorin mehrerer Fotofilm Symposien zusammen mit Thomas Tode und Gusztáv Hámos, mit dem sie bereits seit 1998 kollaboriert. Ihre Filme und Installationen wurden im Ludwig Muzeum Budapest, SFMOMA, Akademie der Künste Berlin, Tate Modern London und der 63th Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica di Venezia gezeigt. Sie erhielt für ihre Arbeiten Auszeichnungen und Preise: Deutscher Kurzfilmpreis, Stipendium der Hessischen Kulturstiftung, Artist-in-Residence Istanbul und Venedig.

Website von: Gusztáv Hámos II Katja Pratschke on Vimeo II Potentialspace

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