MONTAGEFORUM 17.01.2018 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

Fighter

Regie// Susanne Binninger   Montage//Chris Wright

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LEON, BIG DADDY und THE WARRIOR sind moderne Gladiatoren. Sie dürfen nicht altern, sich nicht verletzen – und eigentlich auch nicht verlieren. Sie kämpfen im Käfig. Weil sie es wollen. Und weil andere das sehen wollen.

Lom-Ali Eskijew, Andreas Kraniotakes und Khalid Taha sind Profis in Mixed Martial Arts (MMA). Sie prügeln sich im Zweikampf, auf offener Bühne, mit allen erlaubten Mitteln. Sie gehen an Grenzen – und überschreiten sie: die ihres Körpers, gesellschaftliche Regeln, moralische Tabus. Damit verbunden sind extreme Gefühlszustände: bei den Kämpfern, ihren Unterstützern und Fans, aber auch bei den Gegnern.

MMA wird in Deutschland kontrovers diskutiert – die Debatte ist emotional aufgeladen. Die Kämpfer stehen unter großem Druck und wollen als Sportler anerkannt werden. Dafür trainieren sie hart und leben asketisch.

Preisträger Kategorie Schnitt //Deutscher Kamerapreis 2017

Begründung der Jury:
Chris Wright schafft es mit seiner Montage, ein offensichtlich aggressives Thema liebevoll umzusetzen. (…). Wenn der Blick auf dem Protagonisten verweilt, ist der Zuschauer Teil der emotionalen Welt. Humorvoll und emphatisch spiegelt der Schnitt das aufrichtige Interesse an Menschen wider und bricht mit Vorurteilen. Die meisterhafte Tongestaltung zieht uns in die Innenwelten der Kämpfer. Chris Wright beherrscht die Tempi-Wechsel, die immer von der dramaturgischen Notwendigkeit motiviert sind. Die vielschichtigen Wechsel zwischen Alltags- und Kampfsituationen lassen uns die Gefühlsachterbahnen unserer Hauptfiguren hautnah miterleben.

Chris Wright

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Chris Wright wurde 1972 in Radcliffe in Großbritannien geboren. Nach der Schulausbildung absolvierte er ein geisteswissenschaftliches Studium in Cambridge. Danach arbeitete er als Übersetzer und studierte Filmmontage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, wo er 2003 seinen Abschluss machte. Seitdem ist er als Hörspielautor, freier Dokumentarfilmer und Editor tätig. Seit 2011 ist er zusätzlich Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Chris Wright realisierte die Hörstücke „Kleinstheim“ (2011) und „Pfarrer“ (2015) sowie die Dokumentarfilme „Pfarrer“ (2014) und „Mutterglück“ (2016). Hier war Wright nicht nur für den Schnitt verantwortlich, sondern gemeinsam mit Stefan Kolbe auch für Buch und Regie.

Website von Kolbe-Wright

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