Category Archives: AKTUELL mittwoch

MONTAGE FORUM 11.01.2017

Zu Gast // Liz Rosenfeld

Surface Tension

written, directed, edited by Liz Rosenfeld

11.01.2017 / 17 Uhr / Kino 1101

The Surface Tension Trilogy is comprised of three experimental videos tracking the rise and fall of the Weimar Era in Berlin through the perspectives of Frida Kahlo & Anita Berber, Hannah Höch, and Leni Riefenstahl & Eva Braun, each of them women who lived and worked in Berlin during this time. Experimenting with anachronistic modes of storytelling, these short films also play with queering the tropes of fact-based historicization through the director’s choice of casting her friends. Clearly shot in present-day Berlin, the choice to enact stories, relationships, and experiences that “may” have happened suggests that history is made through the untold intimate moments of relationships in a certain time and space. Posing questions concerning the usefulness of nostalgia, history as lived experience and the way in which political and creative economy unfolds, The Surface Tension Series looks at how history is discursive, hidden, and lived.

170111_mofo_liz

Liz Rosenfeld received her MFA from the School of the Art Institute of Chicago in 2005, followed by a Masters in Performance Studies from Tisch School of The Arts at New York University in 2007. Since her move to Berlin in 2008, Rosenfeld continues to work as a film/video director, performer and dramaturge with many Berlin based artists. Rosenfeld’s work has been screened and performed at venues including The German Historical Museum, The Barbican, The Hebbel am Ufer Theater, The C/O Gallery, The Kunst Haus Dresden, The Tate Modern, The Hayward Gallery, The British Film Institute, The Victoria & Albert Museum, and The Hammer Museum. She is also part of the Berlin based film production collective nowMomentnow, which is committed to the creation of an alternative feminist- led economy of production and art making, which relies on exchange, skill sharing and creative community structures.

we will show “SURFACE TENSION” 1:05:15 min

Entspannende Filme

MONTAGEFORUM

Mittwoch 29.06.16

17:00 Uhr Raum 5401

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast//

Diana Zolotarova und Clara Grözinger

 

Aus der Reihe „Entspannende Filme“

ABSTRAKTION vs. MINIATUR

 

didi

Ihr wisst, die besten Ideen kommen aufm Klo. Für manche ist das der einzige Ort, um entspannen zu können. Wir erforschen, wie wir die ganze Welt zur Toilette machen.

Das Lieblingsprojekt gibt es meistens schon sehr lange. Es wird vergessen,

aber meldet sich immer mal wieder, und will angegangen werden. Was aber sind das für Blockaden,

die uns an der persönlichen Weiterentwicklung hindern? Hier geht es um den nächsten Schritt. Wie kommen wir weiter mit der persönlichen Idee? Es geht um alles was brennt, oder brennen will.

Als Kollektiv haben wir eine Methode entwickelt: DIE MINIATUR – Ein Weg unmittelbarer Umsetzung unserer Ideen. Kleine Schritte für die Menschheit. Dabei wird am Körper und dem Kopfkino zugleich gearbeitet. Ein großes, vielleicht unüberschaubares Projekt wird heruntergebrochen auf die wichtigsten Faktoren und Parameter. Wir haben einen Dummy. Ein erster Schritt ist getan, ein erstes Ergebnis, über das man sich nun konkret austauschen kann.

Eine intuitive und anstrengungslose Herangehensweise steht im Vordergrund. Es entstehen Teams, Rollen als Filmemacher werden ausgetauscht, es wird beobachtet, gehört, und laut über die Fragmente im Kopf gesprochen.

Wir setzen die Gedanken gemeinsam zusammen, und werfen sie um. Wir gehen spazieren.

Im Montageforum wollen wir Euch einen kleinen Einblick in dieses strategische Konzept MINIATUR gewähren, und erste Beispiele eines 4- tägigen Workshops an der Filmuni präsentieren. Wir schenken euch in diesem Montageforum die Miniatur des Konzeptes MINIATUR. Und das Beste: Wir haben Kaffee, Kuchen und Frischluft.

Biografie:

Diana Zolotarova und Clara Grözinger leben in Berlin und haben beide Erfahrungen als Film-Editorinnen, Regiseurinnen und in der darstellenden Kunst (Performance, Tanz, Schauspiel). Diana ist Meisterschülerin bei Prof. Marlis Roth, und hat zusammen mit Clara Grözinger ihr Diplomstudium 2014 an der Filmuniversität im Studiengang Montage abgeschlossen. Schon früh im Studium haben sie begonnen gemeinsam künstlerische Projekte zu realisieren, sich zu unterstützen und zu ergänzen (kreatives Chaos vs. Struktur).

Thematisch verbindet sie beim Filmemachen ein sehr persönlicher und offener Ansatz. Genauso wie ein Interesse und eine besondere Aufmerksamkeit für den kreativen Prozess selbst. Hierbei sind sie beeinflusst von der Improvisation, den vedischen Schriften und von Meditation.

2015 gründeten sie zusammen mit Wiebke Stehmeier ein Kollektiv. Sie entwickelten ein Format, um ihre Erfahrungen in einem Workshop mit anderen Künstlern und Filmschaffenden teilen zu können.

 

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

MONTAGEFORUM

Dienstag 19.04.16

17:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast //

Florentine Bruck

 

„AGHET – Ein Völkermord“

Regie/ Eric Friedler  Montage/ Florentine Bruck

 

bild

Der Dokumentarfilm AGHET (armenisch: “die Katastrophe”) erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs, dem Genozid an den Armeniern. Vor fast genau 101 Jahren, am 24. April 1915 begann mit der Verhaftung von 235 armenischen Intellektuellen, darunter 40 Ärzte und 10 Rechtsanwälte aus Konstantinopel (heute Istanbul), eine Massendeportation aus allen Provinzen, in denen Armenier lebten. Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich ermordet. Das Ziel der nationalistischen Jungtürken war ein christenfreies Großreich, und die Armenier als Volk zu vernichten.

Dieser erste durch die UN-Völkermordkonvention anerkannte Genozid wird in der Türkei von offizieller Seite bis heute abgestritten. Türkischen Bürgern, die sich für eine Anerkennung dieses Völkermords einsetzen, droht nach Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches eine Geld- oder Haftstrafe. Wie konfliktbeladen das Thema des armenischen Genozids in der Türkei ist, zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

Der Film beruht auf Zitaten von Zeitzeugen, die von SchauspielerInnen in szenischer Darstellung vorgetragen werden (u.a. Gedeck, Klaußner, Milberg, Schüttler) und beleuchtet Beweggründe für das Verschweigen historischer Tatsachen. Der Verlauf des Völkermords wird durch Äußerungen führender Vertreter des Osmanischen Reiches, durch (damals neutrale) amerikanische Diplomaten und durch die Berichterstattung deutscher Militärs, sowie durch historische Berichte von Flüchtlingshelfern, Missionsschwestern und Journalisten bezeugt. Mit Originaldokumenten wird belegt, wie grausam und unmenschlich die Massaker und die Todesmärsche der Deportierten in die syrische Wüste sich entwickelten. Erwähnt wird aber auch, dass sich türkische Landräte und Polizeikräfte widersetzten.

Im Film wird auch das Desinteresse der Deutschen thematisiert, was ein mögliches Eingreifen ihrerseits anbelangt. Die Türkei war zu diesem Zeitpunkt Kriegspartner des Deutschen Reiches.

Der Film erhielt 2010 den Deutschen Fernsehpreis/Beste Dokumentation und 2011 einen Grimme-Preis.

aghet1915.wordpress.com

Florentine Bruck

1977 Abitur, danach Praktika im Schneideraum und im Geyer Kopierwerk

1978 Schnittassistentin bei Klaus Dudenhöfer

1984 bis 1991 Continuity, Regieassistenz und Sound Design

Seit 1993 als Filmeditorin tätig.

Langjährige Zusammenarbeit mit Hans-Christoph Blumenberg (Kino: “Rotwang muß weg!” 1993, “Beim nächsten Kuß knall ich ihn nieder” 1994, “Planet der Kannibalen” 2001 und “Warten auf Angelina” 2007 und TV: “Deutschlandspiel” 2000, “Der Aufstand” 2003 und “Die letzte Schlacht” 2004)

Ab 2005 Zusammenarbeit mit Gordian Maugg (“Denk ich an Deutschland in der Nacht” 2005, “Wir Schmidts” und “Hungerwinter” 2009

Weitere Produktionen u.a.:

2014 “Taxi”, Spielfilm (Regie: Kerstin Ahlrichs)

2012 ” Der Sturz – Honeckers Ende”, Dokumentarfilm (Regie: Eric Friedler)

2009 ” Spur der Bären”, Dokumentarfilm (Regie: H.-C. Blumenberg)

2008 ” Uomini D’onore”, Dokumentarfilm (Co Schnitt u. Dramaturgische Beratung, Regie:  Francesco Sbano)

2006 “Kinder der Flucht”, Doku – Drama Reihe (Regie: H.- C. Blumenberg)

2004 “Kanzleramt”, Serie

Kurze Lehraufträge an der IFS, Köln (2005) und der Bauhaus Universität, Weimar (2007/08).

1994-96 und 2004-08 Geschäftsführender Vorstand des BFS, Bundesverband Filmschnitt Editor.

Ab 14. April 2016 im Kino “Fritz Lang” mit Heino Ferch, Regie: Gordian Maugg

 

Montageforum am 5. 2. 2016

10:00 – 16:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

IM GESPRÄCH MIT SUSAN KORDA

MasterKorda_8_LG

Susan Korda grew up in New York City and Vienna, Austria, where she attended medical school before returning to New York to study filmmaking at CCNY.  She worked as an editor for over 20 years, and attributes the editing room for her creative and spiritual advancement.

With David Leitner, Korda directed and produced the award-winning documentary “Vienna is Different,” and from her 2-year Fulbright fellowship in Berlin, she produced the awarded personal documentary “One of Us.” This year Korda completed her short, narrative film, “Salomea’s Nose.”

Korda edited the Oscar™ nominated documentary “For All Mankind” and was editor and creative collaborator on Sandi Du Bowski’s ground-breaking “Trembling Before G-d.”

 

She was a producer on Emily & Sarah Kunstler’s “William Kunstler: Disturbing the Universe,” and story consultant on Alan Berliner’s “The Sweetest Sound” and “First Cousin Once Removed.”

 

Susan Korda taught at NYU and Columbia University and conducts editing and story-telling workshops in the U.S., Europe, Israel and South Africa. She travels extensively with a master class lecture on editing called Kill Your Darlings and is returning guest at Berlinale Talents.

www.berlinale-talents.de/bt/program/telelecture/1726

Es werden zwei Arbeiten von Susan Korda als Editorin und als Story Consultant gezeigt.


“FOR ALL MANKIND” 

Regie/ Al Reinert, Montage/Susan Korda

“In July 1969, the space race ended when Apollo 11 fulfilled President Kennedy’s challenge of “landing a man on the Moon and returning him safely to the Earth.” No one who witnessed the lunar landing will ever forget it. Al Reinert’s documentary For All Mankind is the story of the twenty-four men who traveled to the moon, told in their words, in their voices, using the images of their experiences. Forty years after the first moon landing, it remains the most radical, visually dazzling work of cinema yet made about this earthshaking event.

www.criterion.com

“THE SWEETEST SOUND”

Regie und Montage/ Alan Berliner, Story Consultant/Susan Korda

Alan Berliner’s uncanny ability to combine experimental cinema, artistic purpose, and popular appeal in compelling film essays has made him one of America’s most acclaimed independent filmmakers. The New York Times has described Berliner’s work as “powerful, compelling and bittersweet… full of juicy conflict and contradiction, innovative in their cinematic technique, unpredictable in their structures… Alan Berliner illustrates the power of fine art to transform life.”

www.kinolorber.com

In The Sweetest Sound, Alan Berliner is tired of being mistaken for people who might share his name and decides to rid himself of the dreaded Same Name Syndrome.

 

How do you convey the power, magic and mystery of names? The way they confer identity? How they function as compressed histories — a set of codes that tell us where we come from, who we are, who we were, or sometimes even who we might want to be? The only way I could figure out how to do it was to fully examine one name very closely. My own.” A.B.

Montageforum am Mittwoch 06.01.16

MONTAGEFORUM

Mittwoch 06.01.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

Zu Gast //

Gesa Marten

„SEHT MICH VERSCHWINDEN“

Regie/ Kiki Allgeier, Montage/ Gesa Marten

In the fashion world, Isabelle Caro was known as the face of shocking campaign ‘NO-Anorexia’. But what is the story behind the woman whose emaciated body adorned Oliviera Toscani’s billboards? Looking above and beyond her illness, this documentary turns back the clock on Isabelle’s troubled life and reveals the true desires and ambitions of a young woman struggling to overcome her childhood trauma and enter the adult world.

“I was mesmerised… the image looked so free.” On the screen, a figure skater moves gracefully across the ice, in perfect sync with live violin music. The tape is one of several VHS recordings of TV programmes left behind by Isabelle. Her own dream was to be an actress, however the parts she was offered tended to be determined by her condition: frail, usually sickly women. Terminal cancer patients. What would be her ideal role? “A strong woman, one who fights”, she says.

From a young age, Isabelle was strongly drawn to inventing characters. “I started talking to my reflection in the mirror, as if it was another little girl”, she writes in her childhood diary. She gives the girl a name: Rebecca. Rebecca is prettier than her and is free to do as what she wants. Isabelle was at this time effectively imprisoned in her home. Her stiflingly protective mother never wanted her little girl to grow up.

When fashion came by chance into Isabelle’s life, it appeared to offer her a future on her own terms. But in this world, the model has no control over their own image. “They insisted on seeing bones”, she says. She penned an autobiography attempting to tell her side of the story. For the first time, the truth about her childhood came out, along with a revelation: was singer Danyel Gerard, for whom she wrote a song, her real father?

The film is a meditation on a troubled life that came to a tragic end. It shows the human side of a woman who came into the public eye because of her illness, and shows that there is much, much more to Isabelle.

www.sehtmichverschwinden.de

 

Gesa Marten

Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Köln.

Freiberuflich als Editorin und Dramaturgin tätig seit 1991.

Ihre Montagearbeit wird mehrfach nominiert oder ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Kamerapreis, Film+ Schnittpreis).

Vertretungsprofessorin im Studiengang Montage an der Filmuniversität Babelsberg.

Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie im Verband für Film- und Fernsehdramaturgie und im Bundesverband Filmschnitt Editor. Gründungsmitglied von LaDOC Dokumentarfilm-Frauen-Netzwerk.

 

Recent Films:

2011 Wo stehst du? R: Bettina Braun

2012 Süßes Gift. R: Peter Heller

2013 Vom Ordnen der Dinge. R: Jürgen Brügger und Jörg Haassengier

2014 Die letzten Gigolos. R: Stephan Bergmann.

2015 Shooting in the Dark R: Frank Amann