MONTAGEFORUM 01.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG

 17:00 UHR // KINO 1101

zu Gast // Gesa Jäger & Adrienne Hudson

Tiger Girl

BRD 2017, 91 min  Regie// Jakob Lass

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Ein blamables Bocksprung-Desaster versperrt Maggie den Weg in die Polizeischule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, schreibt sie sich für die Fortbildung zum Sicherheitsdienst ein, sitzt zwischen den muskelbepackten Mitschülern, lauscht dem noch muskelbepackteren Ausbilder und lässt sich von diesem Setting nicht einschüchtern. Doch so richtig taff ist Maggie eigentlich nicht, eher bemüht und sich ihrer vermeintlich benachteiligten Stellung mehr als bewusst.

Doch dann tritt Tiger in ihr Leben, rettet sie gleich zweimal vor aufdringlichen Männern* und verwickelt die Ordnungshüterin in spe in ihre erste Schlägerei. Zugleich beeindruckt von der neuen rotzfrechen Freundin und beflügelt von dem Gefühl, endlich einmal nicht die Schwächere zu sein, beginnt Maggie ihre Transformation zu Vanilla, einer Rebellin, die ihre Security-Uniform dazu benutzt, eben jene Macht auszuüben, die ihr bislang immer verwehrt blieb.

(http://filmloewin.de/berlinale-2017-tiger-girl/)

 

// Gesa Jäger//

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Während des Studiums der Geschichtswissenschaften entdeckt sie durch diverse Praktika beim Fernsehen ihre Leidenschaft für Montage und absolviert daraufhin eine Ausbildung zur „Fachkraft für Film- und EB-Schnitt“ beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.

Nach einer anschließenden, zweijährigen Festanstellung beim NDR in Mecklenburg-Vorpommern zieht es sie 2008 zum Studium der Montage an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Dort schneidet sie mehrere Kurz- und Dokumentarfilme.

2013 diplomiert sie mit dem Kinospielfilm “LOVE STEAKS”, für den sie u.a. 2014 auf dem film+ Festival mit dem NRW Schnitt Preis Spielfilm ausgezeichnet wird.

2017 eröffnet der von ihr montierte Spielfilm “TIGER GIRL“ die Sektion Panorama Spezial der Berlinale, im Juni feiert “LUFT” Premiere auf dem Filmfest München und im August beendet sie mit “SOWAS VON DA” die Arbeit am dritten Projekt mit Jakob Lass.

Filmografie

2017 SOWAS VON DA | Spielfilm | Jakob Lass | 90’
2016 Luft | Spielfilm | Anatol Schuster | 90′
2016 TIGER GIRL | Spielfilm | Jakob Lass | 90′
2015 Kein Weg zurück | Dokumentarfilm | Britt Beyer | 45′
2015 Vater. Mutter. Ich. | Dokumentarfilm | Nadja Bobyleva | 75’2014 Happy Hour | Spielfilm | Franz Müller | 94′

2014 Ein idealer Ort | Kurzfilm | Anatol Schuster | 40′
2013 LOVE STEAKS | Spielfilm | Jakob Lass | 89′
2013 Holanda del Sol | Dokumentarfilm | Daniel Abma, Florian Lampersberger | 45′ 2012 You missed Sonja | Kurzfilm | Félix Koch | 20’

Schnitt-Preise

2014 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, film+ für LOVE STEAKS
2014 „Outstanding Achievement in Editing”, First Time Fest New York für LOVE STEAKS 2013 Best Editing, L.A. Movie Awards für You missed Sonja

andere Preise

LOVE STEAKS

Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Regie Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Schauspiel Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Drehbuch Filmfestival Max Ophüls Saarbrücken 2014 – Max Ophüls Preis
International Film Festival Rotterdam 2014 – Lions Film Award
Saas-Fee Filmfest 2014 – Wettbewerb – Bester Film
First Time Film Fest New York 2014 – Grand Prize
Sehsüchte Potsdam 2014 – Produzentenpreis II
International Film Festival Varna 2014 – Goldene Aphrodite
Deutscher Filmpreis 2014 – Nominierung – Bester Film

EIN IDEALER ORT

Berlinale 2015 – Perspektive Deutsches Kino – DFJW-Award Dialogue en perspective

HAPPY HOUR

Filmfest München 2015 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion

 

// Adrienne Hudson //

AdrienneAdrienne wurde 1987 in Dachau geboren. Sie arbeitet nach dem Abitur drei Jahre im Postproduktionsbereich, bevor sie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf Montage studiert. Ihren Abschluss macht sie 2015 mit dem Spielfilm Bube Stur, der auf der Berlinale Premiere feiert. Adrienne wohnt und arbeitet in Berlin.

 

Filmografie (Auswahl)

2017

SONNENSTADT (AT), Dokumentarfilm, 89min (in Postproduktion), R: Kristina Shtubert

TIGER GIRL, 90min, R: Jakob Lass

2015

BUBE STUR, 82min, R: Moritz Krämer

  • • Berlinale, Perspektive Deutsches Kino, 2015
  • • FFM Montreal World Film Festival, Debütfilm-Wettbewerb, 2015
  • • CPH Pix Copenhagen Film Festival, 2015

HIMMEL UND HÖLLE, 25min, R: Kristina Shtubert

  • • The 34th Carrousel international du film de Rimouski, 2016

TOBI, 5min, R: Kristina Shtubert

  • • International Film Festival Etiuda&Anima, Krakau, Etiuda Competition, 2016

KEINER KOMMT, 20min, R: Manuel Inacker

2014

NEONLICHTER, 14min, R: Barbara S. Müller

  • • Internationale Hofer Filmtage, 2014
  • • Istanbul International Short Film Festival, 2014
  • • Rome International Film Festival, 2014
  • • International Frontale Film Festival, 2014
  • • Austrian Film Festival, 2014
  • • Best Shorts Competition, Award of Excellence, 2014
  • • DetectiveFEST, Moskau, 2015
  • • Etheria Film Night Los Angeles, 2015
  • • Festival of Nations, 2015
  • • Ljublijana Int. Short Film Festival, 2015
  • • Dada Saheb Phalke Film Festival, 2015
  • • Int. Women’s Film Festival Bangladesh, 2015
  • • Soho International Filmfestival, Best World Short Nominee, 2015
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MONTAGEFORUM 05.07.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Rune Schweitzer

Sonita

Regie// Rokhsareh Ghaem Maghami,

BRD/Iran/Schweiz 2015, 91 min

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Die 19-jährige Sonita ist gebürtige Afghanin, die in den Iran migriert ist. Allerdings steht sie allein da, will ihre Familie sie doch zu einem Preis von 9000 Dollar an einen unbekannten Ehemann verkaufen. Hinzu kommt, dass sie keine konventionelle Schulbildung aufweisen kann und sich illegal im Iran aufhält. Doch das von der Regierung unregistrierte Mädchen hat Träume jenseits dieser Grenzen: Sonita möchte Rapperin werden. Dass sie damit die erste afghanische Rapperin ist, verstärkt nur noch die Wirkung, die sie erzielen möchte: Unabhängigkeit und Freiheit. Indem sie ihre Geschichte in ihren Liedtexten erzählt, möchte sie zum einen auf das ihrige Problem und das unzähliger weiterer Mädchen aufmerksam machen. Gleichzeitig kann sie eine Tätigkeit als Rapperin auch aus der familiär arrangierten Zwangsheirat befreien. Auf dem “International Documentary Filmfestival Amsterdam“ feierte die Co-Produktion aus Schweiz, Deutschland und Iran im November 2015 Weltpremiere. Auf dem renommierten Sundance Film Festival erhielt der Film sowohl den Publikumspreis, als auch den großen Preis der Jury.Rune SchweitzerSeit dem Studium der Filmmontage an der Filmuniversität Babelsberg ist Rune Schweitzer als Editorin tätig. Sie montiert vorwiegend abendfüllende Filme, die im Kino und auf Festivals gezeigt werden.Zweimal war sie für den Filmplus Schnittpreis nominiert: mit den Filmen MASTER OF THE UNIVERSE und SONITA. MASTER OFT HE UNIVERSE, eine Zusammenarbeit mit Hansjörg Weißbrich, erhielt den Europäischen Filmpreis.

 


Fünf Sterne Kino-Dokumentarfilm / 77’ Regie: Annekatrin Hendel D 2017 it works!

Berlinale 2017, Panorama Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Wer ist Oda Jaune? Kino-Dokumentarfilm / 75’ Regie: Kamilla Pfeffer D 2016 Gebrueder Beetz / khm / K. Pfeffer

Berlinale 2016, Perspektive Deutsches Kino Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Sonita Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami D/IRAN/CH 2015 TAG/TRAUM / R. Ghaem Maghami,

Nominierung Schnittpreis Filmplus 2016 Publikumspreis & Jugendjury Preis, IDFA 2015 Grand Jury Preis & Publikumspreis, Sundance 2016 Nominierung Independent Spirit Award 2017


Coming of Age Dokumentarfilm / 63’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2014 STEPS Production / dffb

Berlinale 2015, Generation Open Doors Preis, Locarno 2014 IDFA 2015, Student Competition Großer Preis, Trento Film Festival 2015


Himmelverbot Kino-Dokumentarfilm / 86’ Regie: Andrei Schwartz D/R 2013 TAG/TRAUM / Libra Filmproductions

DOK Leipzig, deutscher Wettbewerb 2014 Vornominierung Deutscher Filmpreis 2016 Gewinner Astra Film Festival, Sibiu 2015 DEKALOG Filmpreis 2015


Master of the Universe Kino-Dokumentarfilm / 88’ Regie: Marc Bauder Schnitt gemeinsam mit Hansjörg Weißbrich D/A 2013 bauderfilm / NGF Geyrhalterfilm,

Jurypreis Semaine de la Critique, Locarno 2013, Nominierung Schnittpreis Filmplus 2014 Eröffnungsfilm DOK Leipzig 2013 IDFA 2013 Preis der deutschen Filmkritik 2014 Nominierung Deutscher Filmpreis 2014 Europäischer Filmpreis 2014


Die Pfandleiher Dokumentarfilm / 81’ Regie: Stanislaw Mucha D 2011 TAG/TRAUM

DOK München, deutscher Wettbewerb 2012 Gangster Project Fiction-Doku-Film / 55’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2011 Day Zero / dffb Internationales Filmfestival Rotterdam 2012 Gewinner Festival de Cine Africano de Córboda 2012 FID Marseille 2011, Internationaler Wettbewerb Screening Centre Pompidou 2012


BRASCH  Das Wünschen und das Fürchten Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Christoph Rüter D 2011 TAG/TRAUM Berlinale 2011

Panorama Internationales Dokumentarfilmfestival München 2011 Nominierung BLM Filmpreis 2011


Auf der sicheren Seite Kino-Dokumentarfilm / arte Themenabend / 82’ Schnitt gemeinsam mit Gesa Marten Regie: Corinna Wichmann, Lukas Schmid D 2009 TAG/TRAUM

Eröffnungsfilm Stranger than Fiction 2010


32 A Kino-Spielfilm / 87’ Regie: Marian Quinn IRE/D 2007 janey pictures / Flying Moon

Bester Debutfilm, Galway Film Fleadh 2007 Berlinale 2008, Generation


jeder schweigt von etwas anderem Kino-Dokumentarfilm / 72’ Regie: Marc Bauder D 2006 bauderfilm

Eröffnungsfilm Duisburger Filmtage 2006 Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2007 Berlinale 2007, Panorama Jurypreis für Menschenrechte, Dokumentarfilmfestival Kiew 2008


sportfrei Dokumentarfilm / 13’ Regie: Anna Klammroth D 2000 HFF Potsdam

Nominierung deutscher Schnittpreis 2000 Gewinner dt. Wettbewerb, Kurzfilmfest Oberhausen 2000 Deutscher Filmkritikerpreis 2000 SBS Television Eatcarpet Award, Flickerfest Sydney 2001 Gewinner Kategorie Studentenfilm, Sportfilm Librec 2001 Vorführung Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 2002


 

MONTAGEFORUM 28.06.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Anna-Lena Engelhardt

ELA – Skizzen zum Abschied ”

Regie// Oliver Adam Kusio, BRD 2017, 26 min

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Zusammen mit ihrer älteren Schwester Janina und ihrem Neffen Mikołaj lebt Ela unter prekären Verhältnissen in der polnischen Provinz. Ihr Alltag dreht sich permanent um Familie und Arbeit: jede Nacht schiebt sie Schichten in einer Industriewäscherei, um die kleine Familie mit durchzubringen. Liebe und Geborgenheit erfährt sie vor allem bei dem Wäschefahrer Jakub, mit dem sie seit vielen Jahren zusammen ist. Doch Ela hat einen Traum: wie viele junge Polen will sie aus der Plattenbausiedlung ausbrechen und in den Westen ziehen, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Obwohl sie seit Monaten für ein Flugticket nach Irland spart, hadert sie immer wieder mit dem Entschluss, wegzugehen. Ihren Neffen Mikołaj, der seine Tante vor den Mitschülern bis auf’s Blut verteidigt, will sie nicht alleine zurücklassen. Und obwohl Jakub sie bei der Reise finanziell unterstützen möchte, kann er nicht umhin, seine Verachtung für Elas Traum von der „goldenen Welt“ zu zeigen. Lediglich ihre Schwester Janina drängt Ela, ihren Träumen hinter den Horizont zu folgen .Am Ende stehen nicht Sehnsucht und Familientreue, sondern die unsentimentale und fast selbstverständliche Erkenntnis, dass auch die großen Geschichten von der Liebe in einer kleinen Welt auserzählt sind – und neue Geschichten anderswo gefunden werden müssen.

Im Schneideraum – wie auch beim Dreh – spielte sich eine ähnlich jazzige Herangehensweise ab. Auch hier diente ein Skript als Stütze, dennoch nur als bloßes Skelett, das zunächst durch feinfühlige Beobachtungen des eindringlichen Schauspiels erste Form annahm, sich dann durch einzelne kleine sprachliche Bausteine poetisch zusammensetze. Viele Skizzen, Karteikarten und Musik zur Orientierung und dazu Bilder mit Händen, Berührungen, Blicken, sowie Wörtern und Natureinflüssen, die bei Improvisation zart eingefangen wurden und einer Montage, auf Emotion basierend, bilden eine Art Kaleidoskop, das jedem Beobachter etwas Spielraum gibt, sich seine eigene Form zusammenzusetzen.

Anna-Lena Engelhardt wurde 1987 in Calw geboren und studierte Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln, Kunstpädagogik und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.

Während ihrer Studienzeit verwirklichte sie einige visuell- künstlerische Arbeiten, den Dokumentarfilm TAKTGEFÜHL und arbeitete nebenbei in der Videoredaktion des Universitätsmarketing.

2014 erhielt sie ein Stipendium für eine Feldforschung auf der indonesischen Insel Nias und kuratierte dort eine Museumsausstellung mit eigenen fotografischen und filmischen Arbeiten.

Anschließend montierte sie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF im Studiengang Montage die analoge dokumentarische Übung DIORAMA und die Kurzfilme ANDY IST MEIN FREUND, GRAUE STUNDE und ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Regisseur Oliver Adam Kusio, sowie die Kurzfilme KOSMOSMAA und KIMCHI (AT).

MONTAGEFORUM 21.06.2017 Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast // Uli Reuter //  Damian Scholl

“Beuys – Bonus Tracks”

Ein Montageforum der besonderen Art.

Prof. Ulrich Reuter (Filmmusik) und Damian Scholl (Filmmusik) geben uns einen tiefen Einblick in den künstlerischen Prozess ihrer Zusammenarbeit an der eigens für „Beuys“ komponierten Musik.

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Jeder der Musikeinsätze bot auf unterschiedliche Art eine Vielzahl von unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten, wie die Musik sich zum Material, zum Inhalt, zur Struktur und zum Text u.v.m. verhalten konnte. Und: Fallen, in die man tappen konnte. Wir werden versuchen, das Finden unserer jeweiligen musikalischen Lösung für einige der interessantesten Passagen nachvollziehbar zu machen, zeigen Zwischenergebnisse und werden vor allem die Kommunikation im Prozess mit dem letztlichen musikalischen Ergebnis zusammenzubringen.

Natürlich ist es als Voraussetzung günstig, den Film bzw. das Montageforum am 7.6. gesehen zu haben – allerdings ist das zum Verständnis der Veranstaltung keine zwingende Voraussetzung.

Zum Film:

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

“Beuys selbst und sein Werk legen hier Zeugnis ab – übrigens mit einem großartigen Soundtrack von Ulrich Reuter und Damian Scholl.”

Knut Elstermann / MDR Kultur bzw. Radio1 rbb

Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“
Mannheimer Morgen

Montageforum 14.06.2017 Filmuniversität Babelsberg  17:00 Uhr // 1101

zu Gast// Gergana Voigt

Mängelexemplar

(D, 2016, 111 min, R: Laura Lackmann)

Maengelexemplar

Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.

Für ihr Spielfilmdebüt versammelt Laura Lackmann ein außergewöhnliches Frauen-Ensemble vor der Kamera von Sten Mende (DER ALBANER): Claudia Eisinger (WIR SIND DIE NEUEN, 13 SEMESTER), Katja Riemann (FACK JU GÖTHE 1 & 2, DIE ABHANDENE WELT) und Barbara Schöne („Die Spezialisten“, WILLI WIRD DAS KIND SCHON SCHAUKELN) in den Hauptrollen sind ein herausragendes Drei-Generationen-Gespann, das drei unterschiedliche weibliche Identitäten repräsentiert. Dazu gesellen sich Laura Tonke (HEIDI SCHNEIDER STECKT FEST, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER) und Maren Kroymann (FREIER FALL). Auf männlicher Seite überzeugen Maximilian Meyer-Bretschneider („Grzimek“, „Der letzte Genosse“), Christoph Letkowski (FEUCHTGEBIETE, WINNETOUS SOHN) und nicht zuletzt Detlev Buck mit einem starken Gastauftritt.

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme und ist seit 2016 Professorin für Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an der Filmuni. Sie ist verantwortlich für die Montage von über 30 Spielfilmen. Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System – Alles verstehen heißt Alles verzeihen, Regie: Marc Bauder.

Montageforum 07.06.2017

Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast//Stephan Krumbiegel & Olaf Voigtländer

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

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Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“  Mannheimer Morgen
Auf der Basis von 400 Stunden historischen Filmmaterials, 150 Stunden Tondokumenten und 20.000 Fotos entstand in 18-monatiger Arbeit ein ästhetisch avancierter, formvollendet montierter Film.
Cicero
Die kongenial montierte Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente von Regisseur Andres Veiel und seinem Team, zeichnet das Bild eines einzigartigen Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.
aus dem Presseheft
Prof. Stephan Krumbiegel unterrichtet seit Anfang des Sommersemesters nach zweijähriger Auszeit wieder an der Filmuniversität.
Die gemeinsam mit Olaf Voigtländer erarbeitete Montage an BEUYS hat einen Grossteil der vergangenen zwei Jahre ausgefüllt.
Die Verknüpfung von eigener Praxis und Unterricht bestimmen seit jeher seine Position in der Lehre.
Teil des kreativen Prozesses an BEUYS war die intensive Zusammenarbeit mit Prof. Uli Reuter und dem Filmmusikstudenten Damian Scholl am score des Films.

Olaf Voigtländer arbeitete nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton zunächst als festangestellter Schnittassistent, bevor er als freier Editor und Avid-Supporter selbstständig wurde.

Seit 2009 studiert er Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg und gilt als verlorener Sohn des letzten Diplomstudienganges. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Filmographie (Auswahl)

2013 Imraan c/o Carrom Club
Dokumentarkurzfilm (Regie: Uditha Bhargava / nominiert für den Förderpreis Schnitt / 3sat-Förderpreis, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)
2012 Arbeitswege
Dokumentarkurzfilm
(Regie: Daniel Abma)
2011 Energieland
Dokumentarfilm
(Regie: Johanna Ickert)
2011 Pitch Builds A Ball And Destroys It
Kurzfilm (Regie: Uditha Bhargava)

Mittwoch 24.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Editorin Catrin Vogt

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

Democracy  Im Rausch der Daten” (D 2015, 100min)

03 Jan Philipp Albrecht und sein Mitarbeiter Ralf Bendrath © Indi Film - Marcus Winterbauer

Montage: Catrin Vogt // Buch & Regie, David Bernet

Schauen uns die Nachbarn in die Wohnung, lassen wir fix die Jalousien herunter. Im World Wide Web geben wir dagegen alles von uns preis. Big Data – das ist mehr als Name, Geburtsdatum und Wohnort. In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke. Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist klar, dass sich die Welt im Datenrausch befindet und die persönlichsten Informationen von uns allen zur Ressource geworden sind: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht! Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Regisseur David Bernet öffnet die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen, ambitionierten Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz – ein Gesetz, das jede Form von Datentransfer schützen soll. Lobbyisten, Wirtschaftsjuristen und Aktivisten treten auf den Plan und versuchen Einfluss zu nehmen. Ein Ringen wie bei David gegen Goliath beginnt: Bürgerrechte versus Wirtschaftsinteressen.

Catrin Vogt, Ausbildung zur Film- und Videolaborantin beim Atlantik Filmkopierwerk Hamburg. Studium Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg, Abschluss mit Diplom.

Mitglied im

BFS Filmeditor e.V.

Schwerpunkt: lange Dokumentarfilme mit viiieel Material, aber gern auch Anderes!

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Filmografie (Auswahl)

2016, Über Leben in Demmin (AT), Kinodokumentarfilm, R: Martin Farkas

2016, Eingeimpft (AT), Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2015, Omeva, Dokumentarfilm R: Sarah Sandring

 

2015, Democracy, Kinodokumentarfilm, R: David Bernet

 

2014, Goodbye G.I., Dokumentarfilm, R: Uli Gaulke, Agnes Lisa Wegner

 

2014, Ein Hells Angel Unter Brüdern, Kinodokumentarfilm, R: Marcel Wehn

 

2013, Lontano, Kinodokumentarfilm, R: Andreas Lewin

 

2013, Die schöne Krista, Kinodokumentarfilm, R: Antje Schneider; Carsten Waldbauer

2012, Vergiss mein nicht, Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2011, White Blood, Dokumentarfilm, R: Regine Dura