Montageforum 14.06.2017 Filmuniversität Babelsberg  17:00 Uhr // 1101

zu Gast// Gergana Voigt

Mängelexemplar

(D, 2016, 111 min, R: Laura Lackmann)

Maengelexemplar

Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.

Für ihr Spielfilmdebüt versammelt Laura Lackmann ein außergewöhnliches Frauen-Ensemble vor der Kamera von Sten Mende (DER ALBANER): Claudia Eisinger (WIR SIND DIE NEUEN, 13 SEMESTER), Katja Riemann (FACK JU GÖTHE 1 & 2, DIE ABHANDENE WELT) und Barbara Schöne („Die Spezialisten“, WILLI WIRD DAS KIND SCHON SCHAUKELN) in den Hauptrollen sind ein herausragendes Drei-Generationen-Gespann, das drei unterschiedliche weibliche Identitäten repräsentiert. Dazu gesellen sich Laura Tonke (HEIDI SCHNEIDER STECKT FEST, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER) und Maren Kroymann (FREIER FALL). Auf männlicher Seite überzeugen Maximilian Meyer-Bretschneider („Grzimek“, „Der letzte Genosse“), Christoph Letkowski (FEUCHTGEBIETE, WINNETOUS SOHN) und nicht zuletzt Detlev Buck mit einem starken Gastauftritt.

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme und ist seit 2016 Professorin für Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an der Filmuni. Sie ist verantwortlich für die Montage von über 30 Spielfilmen. Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System – Alles verstehen heißt Alles verzeihen, Regie: Marc Bauder.

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Montageforum 07.06.2017

Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast//Stephan Krumbiegel & Olaf Voigtländer

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

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Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“  Mannheimer Morgen
Auf der Basis von 400 Stunden historischen Filmmaterials, 150 Stunden Tondokumenten und 20.000 Fotos entstand in 18-monatiger Arbeit ein ästhetisch avancierter, formvollendet montierter Film.
Cicero
Die kongenial montierte Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente von Regisseur Andres Veiel und seinem Team, zeichnet das Bild eines einzigartigen Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.
aus dem Presseheft
Prof. Stephan Krumbiegel unterrichtet seit Anfang des Sommersemesters nach zweijähriger Auszeit wieder an der Filmuniversität.
Die gemeinsam mit Olaf Voigtländer erarbeitete Montage an BEUYS hat einen Grossteil der vergangenen zwei Jahre ausgefüllt.
Die Verknüpfung von eigener Praxis und Unterricht bestimmen seit jeher seine Position in der Lehre.
Teil des kreativen Prozesses an BEUYS war die intensive Zusammenarbeit mit Prof. Uli Reuter und dem Filmmusikstudenten Damian Scholl am score des Films.

Olaf Voigtländer arbeitete nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton zunächst als festangestellter Schnittassistent, bevor er als freier Editor und Avid-Supporter selbstständig wurde.

Seit 2009 studiert er Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg und gilt als verlorener Sohn des letzten Diplomstudienganges. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Filmographie (Auswahl)

2013 Imraan c/o Carrom Club
Dokumentarkurzfilm (Regie: Uditha Bhargava / nominiert für den Förderpreis Schnitt / 3sat-Förderpreis, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)
2012 Arbeitswege
Dokumentarkurzfilm
(Regie: Daniel Abma)
2011 Energieland
Dokumentarfilm
(Regie: Johanna Ickert)
2011 Pitch Builds A Ball And Destroys It
Kurzfilm (Regie: Uditha Bhargava)

Mittwoch 24.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Editorin Catrin Vogt

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

Democracy  Im Rausch der Daten” (D 2015, 100min)

03 Jan Philipp Albrecht und sein Mitarbeiter Ralf Bendrath © Indi Film - Marcus Winterbauer

Montage: Catrin Vogt // Buch & Regie, David Bernet

Schauen uns die Nachbarn in die Wohnung, lassen wir fix die Jalousien herunter. Im World Wide Web geben wir dagegen alles von uns preis. Big Data – das ist mehr als Name, Geburtsdatum und Wohnort. In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke. Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist klar, dass sich die Welt im Datenrausch befindet und die persönlichsten Informationen von uns allen zur Ressource geworden sind: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht! Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Regisseur David Bernet öffnet die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen, ambitionierten Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz – ein Gesetz, das jede Form von Datentransfer schützen soll. Lobbyisten, Wirtschaftsjuristen und Aktivisten treten auf den Plan und versuchen Einfluss zu nehmen. Ein Ringen wie bei David gegen Goliath beginnt: Bürgerrechte versus Wirtschaftsinteressen.

Catrin Vogt, Ausbildung zur Film- und Videolaborantin beim Atlantik Filmkopierwerk Hamburg. Studium Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg, Abschluss mit Diplom.

Mitglied im

BFS Filmeditor e.V.

Schwerpunkt: lange Dokumentarfilme mit viiieel Material, aber gern auch Anderes!

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Filmografie (Auswahl)

2016, Über Leben in Demmin (AT), Kinodokumentarfilm, R: Martin Farkas

2016, Eingeimpft (AT), Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2015, Omeva, Dokumentarfilm R: Sarah Sandring

 

2015, Democracy, Kinodokumentarfilm, R: David Bernet

 

2014, Goodbye G.I., Dokumentarfilm, R: Uli Gaulke, Agnes Lisa Wegner

 

2014, Ein Hells Angel Unter Brüdern, Kinodokumentarfilm, R: Marcel Wehn

 

2013, Lontano, Kinodokumentarfilm, R: Andreas Lewin

 

2013, Die schöne Krista, Kinodokumentarfilm, R: Antje Schneider; Carsten Waldbauer

2012, Vergiss mein nicht, Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2011, White Blood, Dokumentarfilm, R: Regine Dura

 

Mittwoch 17.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Katja Pratschke und Gusztáv Hámos

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1104

Wir zeigen als 35mm Kopie:

Fremdkörper (2002, 27min, Deutscher Kurzfilmpreis)

Fremdkoerper_4Inspiriert von der Verwandtschaft und der Fremdheit von Foto- und Film-Bildern, wird in der inszenierten Fotoarbeit Fremdkörper ganz bewusst eine klare Trennlinie zwischen Körperinnen und Körperaußen, zwischen bewegten und nicht-bewegten Bildern, zwischen medizinischen Bildgebenden Verfahren und Fotografie gezogen. Die Körper der Protagonisten, genauer die Haut, die ihn umhüllt, wird zur Schnittstelle dieser beiden Welten. “Die verschlingend-suggestive Erzählung entpuppt sich als ein hochaktueller Exkurs über Genetik und menschliche Identität.”

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

und als DCP:

Seil (2016)

SEIL_1In Seil (Hanged Man’s Dream) findet eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Entwicklung der Fotografischen Medien statt. Der Inszenierung liegt die Rekonstruktion der Kurzgeschichte »An Occurence at Owl Creek Bridge« von Ambrose Bierce (American Civil War Storys) zugrunde, ergänzt mit Étienne-Jules Marey’s Chronofotografischer Forschungsarbeit. Das Prinzip der Chronofotografie, das eine Aufzeichnung von Bewegungsabläufen in Phasenbildern ermöglichte und Dinge sichtbar machte, die dem menschlichen Auge bis dahin verborgen geblieben waren, wurde auf die digitale Bild-in Bildmontage in der inszenierten Fotoarbeit Seil übertragen.

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

Gusztáv Hámos studierte an den Béla Balázs-Filmstudios in Budapest. 1979 emigrierte er nach Deutschland und studierte von 1980 bis 1985 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Gábor Bódy, Veruschka Bódy, Astrid Heibach und Hámos arbeiteten an der ersten Ausgabe des internationalen Videokunst-Magazins Infermental.

Die Videos von Gusztáv Hámos wurden international gezeigt, unter anderem im Museum of Modern Art, New York; Neuer Berliner Kunstverein, Berlin; documenta 8, Kassel; Stedelijk Museum, Amsterdam; The Institute of Contemporary Art, Boston; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Centre Georges-Pompidou, Paris; Museo Reina Sofía, Madrid; San Francisco Museum of Modern Art; Ludwig Museum, Budapest; Montreal Film Festival; World Wide Video Festival, Amsterdam; Internationale Filmfestspiele von Cannes, Festival Internacional de Cine de San Sebastián, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Kunsthaus Dresden, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg.

Katja Pratschke, ist Medienkünstlerin, Kuratorin und seit 2006 Organisatorin mehrerer Fotofilm Symposien zusammen mit Thomas Tode und Gusztáv Hámos, mit dem sie bereits seit 1998 kollaboriert. Ihre Filme und Installationen wurden im Ludwig Muzeum Budapest, SFMOMA, Akademie der Künste Berlin, Tate Modern London und der 63th Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica di Venezia gezeigt. Sie erhielt für ihre Arbeiten Auszeichnungen und Preise: Deutscher Kurzfilmpreis, Stipendium der Hessischen Kulturstiftung, Artist-in-Residence Istanbul und Venedig.

Website von: Gusztáv Hámos II Katja Pratschke on Vimeo II Potentialspace

Coming Up@MoFo

 

 

 

Wintersemester 2017

 

Man for a Day, Friederike Anders, Jana Teuchert

ER SIE ICH, Andrea Herda Munoz, Carlotta Kittel

Die Vergessene Armee, Ruth Schönegge

Audre Lorde, Aletta von Viettinghoff

Looping, Jiyheon Park

Fighters, Chris Wright

u.a.

 

 

Mittwoch 10.05.2017

17:00 Uhr Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

zu Gast// Philip Scheffner (Regisseur//Editor)

Revision” 2012, 106 min

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Wenn ein Dokumentarfilm rekonstruiert, wie genau an einem Tag vor zwanzig Jahren frühmorgens um Viertel vor vier die Sichtverhältnisse auf einem Feld in Vorpommern waren, dann ist klar: Hier lässt der Regisseur der Vergangenheit nicht das kleinste Winkelchen, in dem sie sich verstecken könnte.

In dem Feld fanden Erntearbeiter am 29. Juni 1992 die Körper zweier Menschen. Der eine war tot, der andere lag vermutlich im Sterben. Die beiden Männer, Rumänen, wie sich herausstellte, waren von zwei Jägern erschossen worden, die dort an jenem Morgen nach Wildschweinen gejagt hatten. Die Namen der Toten: Grigore Velcu und Eudache Calderar.

In seinem Film Revision besucht der Berliner Dokumentarfilmer Philip Scheffner Freunde und Hinterbliebene der Erschossenen, spricht mit Bauern, Journalisten, Beamten, Staats- und Rechtsanwälten, mit Ermittlern und anderen Beteiligten an dem Prozess, der sieben Jahre nach dem Tod der beiden Rumänen mit einem Freispruch für die Schützen endete. Was sein Film beharrlich ans Tageslicht bringt, ist ein Gemenge aus schlampigen Ermittlungen, mehr oder weniger offenem Rassismus und unfassbarer Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern und ihren Familien. Nach und nach erfasst man das Skandalon, das sich hier fast lautlos ausbreitet. Es entsteht ein feines dokumentarisches Netz aus Schicksalslinien und zeitpolitischen Bezügen, ein Panorama, das sich weit erstreckt: von einem rumänischen Dorf bis in deutsche Amtsstuben, von einem Feld an der deutsch-polnischen Grenze bis nach Rostock-Lichtenhagen und von der soziopolitischen Befindlichkeit im Deutschland nach dem Mauerfall bis in unsere Gegenwart. (…)

Philip Scheffner maßt sich nicht an, das Unrecht revidieren zu können. Aber er lässt den Opfern Gerechtigkeit widerfahren. Und sei es allein schon, indem die beiden Männer, die vor zwanzig Jahren in Zeitungsmeldungen namenlos blieben, nun durch diesen zutiefst beeindruckenden Dokumentarfilm im Gedächtnis bleiben: Grigore Velcu und Eudache Calderar.

(Katja Nicodemus)

Philip Scheffner, geb. 1966 in Homburg/Saar, lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher in Berlin. Zusammen mit Merle Kröger, Alex Gerbaulet und Caroline Kirberg betreibt er die Produktionsplattform pong.
Im Forum mit Havarie (2016), And-Ek Ghes… (2016), Revision (2012), Der Tag des Spatzen (2010), The Halfmoon Files (2007)

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Filme (Auswahl)

2016: Havarie
2016: And-Ek Ghes…
2012: Revision
2010: Der Tag des Spatzen
2007: The Halfmoon Files
2003: A/C.
Zwischen 1990 – 2000 zahlreiche Kurz- und Langfilme mit der Berliner Autorengruppe dogfilm

Preise und Nominierungen

Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2013 für REVISION
Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2013 für REVISION

Bild-Kunst Schnittpreis 2013
für REVISION

‘Award of Excellence’ 2013
für REVISION, Yamagata Film Festival, Japan

Fritz-Gerlich-Filmpreis 2012
für REVISION, Film Fest München

Hauptpreis Dokumentarfilm 2012
für REVISION, GoEast Film Festival

Preis der Stadt Ludwigsburg, Deutscher Dokumentarfilmpreis 2011
für DER TAG DES SPATZEN

Klaus Wildenhahn-Preis 2010
für DER TAG DES SPATZEN, 7. Dokumentarfilmwoche Hamburg

Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts 2007
für THE HALFMOON FILES, 31. Duisburger Filmwoche 2007

Förderpreis der Stadt Duisburg 2007
für THE HALFMOON FILES, 31. Duisburger Filmwoche 2007

Bester Dokumentarfilm 2007
für THE HALFMOON FILES, International Independent Filmfestival of Mar del Plata (Argentinien)

„Prix des Mediathèques“ 2007
für THE HALFMOON FILES, FID Marseille

„Award for best documentation and research work“ 2008
für THE HALFMOON FILES, Memorimage Film Festival Reus

„Audience Award“
für das Video JURISTISCHE KÖRPER, Freiburger Videoforum 1995

Internationaler Videokunstpreis für junge, innovative Videokunst,
ZKM Karlsruhe 1995

1.Preis Bester Kurzfilm 1995
für SOAP, Stuttgarter Filmwinter

Montageforum

Mittwoch 19.04.2017

17:00 Uhr Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

zu Gast// Jamin Benazzouz (Editor)

“Gestrandet” 2016, 76 min

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Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

„Off-Kommentare gibt es keine. Es ist eine Eigenheit des Films, dass er die feinen Risse in zweifelhaften Begriffen wie „Heimat„ und „Integration” allein durch Beobachtung deutlich macht… Dieses Unbehagen zeigt sich sowohl bei den stets aufrichtig um Integration bemühten ostfriesischen Helden des Films als auch bei den Männern aus Eritrea, die versuchen, es den Helfern recht zu machen. Das irritierende ist die eigentliche Stärke von GESTRANDET.” Wolfgang Frömberg, Intro

Wir freuen uns darauf mit dem Editor und Master Studenten (Montage), Jamin Benazzouz über die Arbeit an diesem Film zu sprechen.

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Jamin Benazzouz wird 1983 in Brakel geboren. Von 2005 bis 2008 absolviert er eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim WDR in Köln und arbeitet im Anschluss bis 2010 als festangestellter Editor für den Sender. Parallel dazu absolviert er ein Studium Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, das er 2010 mit einem Bachelor of Fine Arts abschließt. Noch im selben Jahr beginnt er als freiberuflicher Film Editor u.a. für Rommel Film, Zero One Film und weitere renommierte Produktionen zu arbeiten. Seit 2013 absolviert er ebenfalls an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf den Master-Studiengang Montage.

Filmographie (Auswahl)

  • 2016 GESTRANDET
  • 2016 Meteorstraße
  • 2014 Titos Brille
  • 2014 Ihr und eure Welt
  • 2013 Love, Yesterday
  • 2012 Über uns Elektrizität
  • 2011 Fragments of Palestine
  • 2011 The Wedding Tape
  • 2010 Rockabilly Ruhrpott