MONTAGEFORUM 22.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

GRAND JETÉ

Grand jete

Regie und Choreografie // Paula E.Paul

Regie und Montage // SirkoKnüpfer

Das umgangssprachliche „Hängen in der Luft“ wird in diesem Tanztheaterstück „GRAND JETÉ“ wörtlich genommen und es beschreibt zugleich ein Lebensgefühl. Drei junge Artisten erzeugen Flug- und Schwebebilder, getanzt auf zwei Trampolinen. Auf zwei Leinwänden sind ehemalige Berufstänzer, sowie eine aktive Siebzigjährige Tänzerin zu sehen, die sich an Momente in der Luft erinnern. Sie berichten von Erfahrungen, die sie aus dem Tanz in den neuen Beruf mit genommen haben. Sie wurden Wissenschaftlerin, Ärztin, Managerin, oder Bademeister. Dessen großer Sprung folgte ganz der Neugier: „Mal sehen, was das Leben will, wenn man nicht sagt, was es soll.“Ein Film-und Tanztheaterstück über Absprünge, Landungen und die Migration von Erfahrung.

Vorfilm: VOYAGE–VOYAGE

Ein „Choreographic Capture“ im 60-Sekunden Format. Seltsame Kreaturen bewegen sich auf Segways durch den urbanen Raum, die Choreografie der sich lautlos mechanisch bewegenden Körper wird durch den Schnitt verstärkt. Der kleine, in sich geschlossene Film vermag es, durch seine Dramaturgie und sein humorvolles, erstaunliches Bewegungsszenario innerhalb kurzer Zeit diese drei absurden Figuren – sind es Zeitreisende, Extraterrestrische oder Sinnsuchende? – auf eine Reise zu schicken. Auf

dieser Reise begegnen ihnen Menschen und Objekte, die sich ebenfalls fortbewegen, und irgendwie scheinen alle auf dem gleichenWeg zu sein. Zum Glück?Aber ist das nicht absurd?

 

Zu Gast // SirkoKnüpfer

Sirko Knüpfer studierte an den Kunsthochschulen Halle/Saale, Glasgow und Karlsruhe. Ab 1997 war er mit dem Künstlerkollektiv HENRY VI’s WIVES im internationalen Kunstkontext präsent. Als Medienkünstler inszenierte er Arbeiten für Film und Theater. Über die Dokumentation der Produktionen von Sasha Waltz & Guests begann ab 2004 eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Tanz und eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit der Choreografin Paula E. Paul. Unter dem gemeinsamen Produktionslabel KOMBINAT kombiniert Tanz und Film entstanden seit 2009 über 15 Produktion im Innen und Außenraum. Als Filmeditor montierte er u.a.„Hackney Lullabies“ (Kyoko Miake, BTA-Award Berlinale 2010) und „Sergej in der Urne“(Boris Hars-Tschachotin, BLM Filmpreis Dokfest München 2010)

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MONTAGEFORUM 15.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

RawChicksBerlin“ // Regie und Montage//BeateKunath

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„Warum stehen hier eigentlich keine Frauen an den Reglern?“ Eine Frage, die sich häufiger als gewollt aufdrängt,wenn man sich in der männlich dominierten elektronischen Musikszene bewegt. Im Fall von Beate Kunath entwickelte sich aus dieser Frage zunächst die Partyreihe „RawChicks“, die sie und ihre Partnerin Eléonore Riedel mit Unterstützung eines Clubbetreibers aufzogen. So stieß sie über die Jahre auf eine enorme Bandbreite von Musikproduzentinnen, die sie nun in ihrer Dokumentation einem größeren Publikum zugänglich machen will.

BeateKunath: „Die ersten DJs wie Em Pathie oder Spunky Sue kamen noch aus dem Umfeld des Clubs. Sie brachten dann befreundete DJs mit, später durchforsteten wir Soundcloud, Youtube, und female:pressure”, erklärt Kunath. So stieß sie über die Jahre auf eine enorme Bandbreite von Musikproduzentinnen, die sie nun in ihrer Dokumentation einem größeren Publikum zugänglich machen will. „Der eigene Sound ist mir wichtig, ob er nun kraftvoll ist, verfinstert oder rhythmisch. Manchmal ist er auch unbequem. Aber die visuelle Umsetzung von Sound, das Experimentieren und Improvisieren, hat mich bei all diesen Künstlerinnen überzeugt und auch auf eine Weise emotional berührt.”

 

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Beate Kunath entdeckte 1986 ihre Liebe zum bewegtem Bild beim Chemnitzer Filmclub e.V. und hilft zunächst bei der Organisation und Kuration einer wöchentlichen Filmreihe. Parallel arbeitet sie als medienpädagogische Mitarbeiterin im Jugendamt und begann 1996 bei der Chemnitzer Filmwerkstatt (http://www.filmwerkstatt.de). Es entstehen erste eigene Filme. Der Kurzfilm “forbidden fruit” erhält 2001 den Teddy-Jury-Preis bei den 51. Internationalen Filmfestspielen Berlin und 2001 den Femmedia Kurzfilm Preis identities – Queer Filmfestival Wien. Ein erstes Langfilmprojekt „Dieser eine gemeinsame Tag“ 96min. ist nach fünfjähriger Arbeit 2013 abgeschlossen. Ihre Arbeiten beziehen sich immer auf ein dokumentarisches Element und sind geprägt von einer nachdenklichen, oftmals poetischen Langsamkeit.
Seit 2004 ist sie selbstständig als Filmemacherin mit Referenzen im Bereich Regie, Kamera und Schnitt tätig. Sie lebt in Chemnitz und Berlin. 2013 ist sie Mitinitiatorin der RAW CHICKS – Veranstaltungsreihe in Berlin.

 

Wir freuen uns auf Euch!

Sirko & Susanne

MONTAGEFORUM 08.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

 zu Gast // Heike Parplies “Toni Erdmann

BRD 2016, 162 min Regie// Maren Ade

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Peter Simonischek (Oktober November, Der kleine Diktator, Hierankl) ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (Über mir das All, Finsterworld, Requiem) – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren.
Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.

 parplies © Zorana Musikic

Heike Parplies

studierte nach ihrem Abitur Medienwissenschaften an der Philipps Universität Marburg. Nach verschiedenen Praktika in der Postproduktion arbeitete sie von 1999-2002 als Schnittassistentin, bevor sie sich als freie Editorin einen Namen machte. Zu ihren weit gefächerten Arbeiten gehören neben Spielfilmen auch Dokumentarfilme, Kunstinstallationen und Dokudramen. Für ihre Montage von “Der Wald vor lauter Bäumen” war Heike Parplies 2005 bei Filmplus für den Filmstiftung NRW Schnittpreis Spielfilm nominiert, 2009 gewann sie diesen für den Schnitt von “Alle Anderen”. Für ihre Arbeit an “Toni Erdmann” wurde sie 2017 u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

AUSWAHLFILMOGRAFIE

2017 Paradize’ 89. Spielfilm. Madara Dišlere.
2016 Tod einer Kadettin. TV-Spielfilm. Raymond Ley.
2015 Toni Erdmann. Spielfilm. Maren Ade.
2014 Meine Tochter Anne Frank. TV-Spielfilm. Raymond Ley.
2012 Besser Als Nix. Spielfilm. Ute Wieland.
2012 Fräulein Else. Spielfilm. Anna Martinetz.
2010 Rodicas. Dokumentarfilm. Alice Gruia.
2008 Alle Anderen. Spielfilm. Maren Ade.
2004 Der Wald vor lauter Bäumen. Spielfilm. Maren Ade.

AUSZEICHNUNGEN

2017 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für “Toni Erdmann” bei Filmplus 2017
2017 Deutscher Filmpreis für die beste Montage an “Toni Erdmann”
2009 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für “Alle Anderen” bei Filmplus 2009
2005 Nominierung Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für die Montage an “Der Wald vor lauter Bäumen”, Filmplus 2005

MONTAGEFORUM 01.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG

 17:00 UHR // KINO 1101

zu Gast // Gesa Jäger & Adrienne Hudson

Tiger Girl

BRD 2017, 91 min  Regie// Jakob Lass

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Ein blamables Bocksprung-Desaster versperrt Maggie den Weg in die Polizeischule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, schreibt sie sich für die Fortbildung zum Sicherheitsdienst ein, sitzt zwischen den muskelbepackten Mitschülern, lauscht dem noch muskelbepackteren Ausbilder und lässt sich von diesem Setting nicht einschüchtern. Doch so richtig taff ist Maggie eigentlich nicht, eher bemüht und sich ihrer vermeintlich benachteiligten Stellung mehr als bewusst.

Doch dann tritt Tiger in ihr Leben, rettet sie gleich zweimal vor aufdringlichen Männern* und verwickelt die Ordnungshüterin in spe in ihre erste Schlägerei. Zugleich beeindruckt von der neuen rotzfrechen Freundin und beflügelt von dem Gefühl, endlich einmal nicht die Schwächere zu sein, beginnt Maggie ihre Transformation zu Vanilla, einer Rebellin, die ihre Security-Uniform dazu benutzt, eben jene Macht auszuüben, die ihr bislang immer verwehrt blieb.

(http://filmloewin.de/berlinale-2017-tiger-girl/)

 

// Gesa Jäger//

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Während des Studiums der Geschichtswissenschaften entdeckt sie durch diverse Praktika beim Fernsehen ihre Leidenschaft für Montage und absolviert daraufhin eine Ausbildung zur „Fachkraft für Film- und EB-Schnitt“ beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.

Nach einer anschließenden, zweijährigen Festanstellung beim NDR in Mecklenburg-Vorpommern zieht es sie 2008 zum Studium der Montage an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Dort schneidet sie mehrere Kurz- und Dokumentarfilme.

2013 diplomiert sie mit dem Kinospielfilm “LOVE STEAKS”, für den sie u.a. 2014 auf dem film+ Festival mit dem NRW Schnitt Preis Spielfilm ausgezeichnet wird.

2017 eröffnet der von ihr montierte Spielfilm “TIGER GIRL“ die Sektion Panorama Spezial der Berlinale, im Juni feiert “LUFT” Premiere auf dem Filmfest München und im August beendet sie mit “SOWAS VON DA” die Arbeit am dritten Projekt mit Jakob Lass.

Filmografie

2017 SOWAS VON DA | Spielfilm | Jakob Lass | 90’
2016 Luft | Spielfilm | Anatol Schuster | 90′
2016 TIGER GIRL | Spielfilm | Jakob Lass | 90′
2015 Kein Weg zurück | Dokumentarfilm | Britt Beyer | 45′
2015 Vater. Mutter. Ich. | Dokumentarfilm | Nadja Bobyleva | 75’2014 Happy Hour | Spielfilm | Franz Müller | 94′

2014 Ein idealer Ort | Kurzfilm | Anatol Schuster | 40′
2013 LOVE STEAKS | Spielfilm | Jakob Lass | 89′
2013 Holanda del Sol | Dokumentarfilm | Daniel Abma, Florian Lampersberger | 45′ 2012 You missed Sonja | Kurzfilm | Félix Koch | 20’

Schnitt-Preise

2014 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, film+ für LOVE STEAKS
2014 „Outstanding Achievement in Editing”, First Time Fest New York für LOVE STEAKS 2013 Best Editing, L.A. Movie Awards für You missed Sonja

andere Preise

LOVE STEAKS

Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Regie Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Schauspiel Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Drehbuch Filmfestival Max Ophüls Saarbrücken 2014 – Max Ophüls Preis
International Film Festival Rotterdam 2014 – Lions Film Award
Saas-Fee Filmfest 2014 – Wettbewerb – Bester Film
First Time Film Fest New York 2014 – Grand Prize
Sehsüchte Potsdam 2014 – Produzentenpreis II
International Film Festival Varna 2014 – Goldene Aphrodite
Deutscher Filmpreis 2014 – Nominierung – Bester Film

EIN IDEALER ORT

Berlinale 2015 – Perspektive Deutsches Kino – DFJW-Award Dialogue en perspective

HAPPY HOUR

Filmfest München 2015 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion

 

// Adrienne Hudson //

AdrienneAdrienne wurde 1987 in Dachau geboren. Sie arbeitet nach dem Abitur drei Jahre im Postproduktionsbereich, bevor sie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf Montage studiert. Ihren Abschluss macht sie 2015 mit dem Spielfilm Bube Stur, der auf der Berlinale Premiere feiert. Adrienne wohnt und arbeitet in Berlin.

 

Filmografie (Auswahl)

2017

SONNENSTADT (AT), Dokumentarfilm, 89min (in Postproduktion), R: Kristina Shtubert

TIGER GIRL, 90min, R: Jakob Lass

2015

BUBE STUR, 82min, R: Moritz Krämer

  • • Berlinale, Perspektive Deutsches Kino, 2015
  • • FFM Montreal World Film Festival, Debütfilm-Wettbewerb, 2015
  • • CPH Pix Copenhagen Film Festival, 2015

HIMMEL UND HÖLLE, 25min, R: Kristina Shtubert

  • • The 34th Carrousel international du film de Rimouski, 2016

TOBI, 5min, R: Kristina Shtubert

  • • International Film Festival Etiuda&Anima, Krakau, Etiuda Competition, 2016

KEINER KOMMT, 20min, R: Manuel Inacker

2014

NEONLICHTER, 14min, R: Barbara S. Müller

  • • Internationale Hofer Filmtage, 2014
  • • Istanbul International Short Film Festival, 2014
  • • Rome International Film Festival, 2014
  • • International Frontale Film Festival, 2014
  • • Austrian Film Festival, 2014
  • • Best Shorts Competition, Award of Excellence, 2014
  • • DetectiveFEST, Moskau, 2015
  • • Etheria Film Night Los Angeles, 2015
  • • Festival of Nations, 2015
  • • Ljublijana Int. Short Film Festival, 2015
  • • Dada Saheb Phalke Film Festival, 2015
  • • Int. Women’s Film Festival Bangladesh, 2015
  • • Soho International Filmfestival, Best World Short Nominee, 2015

MONTAGEFORUM 05.07.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Rune Schweitzer

Sonita

Regie// Rokhsareh Ghaem Maghami,

BRD/Iran/Schweiz 2015, 91 min

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Die 19-jährige Sonita ist gebürtige Afghanin, die in den Iran migriert ist. Allerdings steht sie allein da, will ihre Familie sie doch zu einem Preis von 9000 Dollar an einen unbekannten Ehemann verkaufen. Hinzu kommt, dass sie keine konventionelle Schulbildung aufweisen kann und sich illegal im Iran aufhält. Doch das von der Regierung unregistrierte Mädchen hat Träume jenseits dieser Grenzen: Sonita möchte Rapperin werden. Dass sie damit die erste afghanische Rapperin ist, verstärkt nur noch die Wirkung, die sie erzielen möchte: Unabhängigkeit und Freiheit. Indem sie ihre Geschichte in ihren Liedtexten erzählt, möchte sie zum einen auf das ihrige Problem und das unzähliger weiterer Mädchen aufmerksam machen. Gleichzeitig kann sie eine Tätigkeit als Rapperin auch aus der familiär arrangierten Zwangsheirat befreien. Auf dem “International Documentary Filmfestival Amsterdam“ feierte die Co-Produktion aus Schweiz, Deutschland und Iran im November 2015 Weltpremiere. Auf dem renommierten Sundance Film Festival erhielt der Film sowohl den Publikumspreis, als auch den großen Preis der Jury.Rune SchweitzerSeit dem Studium der Filmmontage an der Filmuniversität Babelsberg ist Rune Schweitzer als Editorin tätig. Sie montiert vorwiegend abendfüllende Filme, die im Kino und auf Festivals gezeigt werden.

Zweimal war sie für den Filmplus Schnittpreis nominiert: mit den Filmen MASTER OF THE UNIVERSE und SONITA. MASTER OFT HE UNIVERSE, eine Zusammenarbeit mit Hansjörg Weißbrich, erhielt den Europäischen Filmpreis.

 


Fünf Sterne Kino-Dokumentarfilm / 77’ Regie: Annekatrin Hendel D 2017 it works!

Berlinale 2017, Panorama Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Wer ist Oda Jaune? Kino-Dokumentarfilm / 75’ Regie: Kamilla Pfeffer D 2016 Gebrueder Beetz / khm / K. Pfeffer

Berlinale 2016, Perspektive Deutsches Kino Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Sonita Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami D/IRAN/CH 2015 TAG/TRAUM / R. Ghaem Maghami,

Nominierung Schnittpreis Filmplus 2016 Publikumspreis & Jugendjury Preis, IDFA 2015 Grand Jury Preis & Publikumspreis, Sundance 2016 Nominierung Independent Spirit Award 2017


Coming of Age Dokumentarfilm / 63’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2014 STEPS Production / dffb

Berlinale 2015, Generation Open Doors Preis, Locarno 2014 IDFA 2015, Student Competition Großer Preis, Trento Film Festival 2015


Himmelverbot Kino-Dokumentarfilm / 86’ Regie: Andrei Schwartz D/R 2013 TAG/TRAUM / Libra Filmproductions

DOK Leipzig, deutscher Wettbewerb 2014 Vornominierung Deutscher Filmpreis 2016 Gewinner Astra Film Festival, Sibiu 2015 DEKALOG Filmpreis 2015


Master of the Universe Kino-Dokumentarfilm / 88’ Regie: Marc Bauder Schnitt gemeinsam mit Hansjörg Weißbrich D/A 2013 bauderfilm / NGF Geyrhalterfilm,

Jurypreis Semaine de la Critique, Locarno 2013, Nominierung Schnittpreis Filmplus 2014 Eröffnungsfilm DOK Leipzig 2013 IDFA 2013 Preis der deutschen Filmkritik 2014 Nominierung Deutscher Filmpreis 2014 Europäischer Filmpreis 2014


Die Pfandleiher Dokumentarfilm / 81’ Regie: Stanislaw Mucha D 2011 TAG/TRAUM

DOK München, deutscher Wettbewerb 2012 Gangster Project Fiction-Doku-Film / 55’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2011 Day Zero / dffb Internationales Filmfestival Rotterdam 2012 Gewinner Festival de Cine Africano de Córboda 2012 FID Marseille 2011, Internationaler Wettbewerb Screening Centre Pompidou 2012


BRASCH  Das Wünschen und das Fürchten Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Christoph Rüter D 2011 TAG/TRAUM Berlinale 2011

Panorama Internationales Dokumentarfilmfestival München 2011 Nominierung BLM Filmpreis 2011


Auf der sicheren Seite Kino-Dokumentarfilm / arte Themenabend / 82’ Schnitt gemeinsam mit Gesa Marten Regie: Corinna Wichmann, Lukas Schmid D 2009 TAG/TRAUM

Eröffnungsfilm Stranger than Fiction 2010


32 A Kino-Spielfilm / 87’ Regie: Marian Quinn IRE/D 2007 janey pictures / Flying Moon

Bester Debutfilm, Galway Film Fleadh 2007 Berlinale 2008, Generation


jeder schweigt von etwas anderem Kino-Dokumentarfilm / 72’ Regie: Marc Bauder D 2006 bauderfilm

Eröffnungsfilm Duisburger Filmtage 2006 Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2007 Berlinale 2007, Panorama Jurypreis für Menschenrechte, Dokumentarfilmfestival Kiew 2008


sportfrei Dokumentarfilm / 13’ Regie: Anna Klammroth D 2000 HFF Potsdam

Nominierung deutscher Schnittpreis 2000 Gewinner dt. Wettbewerb, Kurzfilmfest Oberhausen 2000 Deutscher Filmkritikerpreis 2000 SBS Television Eatcarpet Award, Flickerfest Sydney 2001 Gewinner Kategorie Studentenfilm, Sportfilm Librec 2001 Vorführung Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 2002


 

MONTAGEFORUM 28.06.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Anna-Lena Engelhardt

ELA – Skizzen zum Abschied ”

Regie// Oliver Adam Kusio, BRD 2017, 26 min

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Zusammen mit ihrer älteren Schwester Janina und ihrem Neffen Mikołaj lebt Ela unter prekären Verhältnissen in der polnischen Provinz. Ihr Alltag dreht sich permanent um Familie und Arbeit: jede Nacht schiebt sie Schichten in einer Industriewäscherei, um die kleine Familie mit durchzubringen. Liebe und Geborgenheit erfährt sie vor allem bei dem Wäschefahrer Jakub, mit dem sie seit vielen Jahren zusammen ist. Doch Ela hat einen Traum: wie viele junge Polen will sie aus der Plattenbausiedlung ausbrechen und in den Westen ziehen, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Obwohl sie seit Monaten für ein Flugticket nach Irland spart, hadert sie immer wieder mit dem Entschluss, wegzugehen. Ihren Neffen Mikołaj, der seine Tante vor den Mitschülern bis auf’s Blut verteidigt, will sie nicht alleine zurücklassen. Und obwohl Jakub sie bei der Reise finanziell unterstützen möchte, kann er nicht umhin, seine Verachtung für Elas Traum von der „goldenen Welt“ zu zeigen. Lediglich ihre Schwester Janina drängt Ela, ihren Träumen hinter den Horizont zu folgen .Am Ende stehen nicht Sehnsucht und Familientreue, sondern die unsentimentale und fast selbstverständliche Erkenntnis, dass auch die großen Geschichten von der Liebe in einer kleinen Welt auserzählt sind – und neue Geschichten anderswo gefunden werden müssen.

Im Schneideraum – wie auch beim Dreh – spielte sich eine ähnlich jazzige Herangehensweise ab. Auch hier diente ein Skript als Stütze, dennoch nur als bloßes Skelett, das zunächst durch feinfühlige Beobachtungen des eindringlichen Schauspiels erste Form annahm, sich dann durch einzelne kleine sprachliche Bausteine poetisch zusammensetze. Viele Skizzen, Karteikarten und Musik zur Orientierung und dazu Bilder mit Händen, Berührungen, Blicken, sowie Wörtern und Natureinflüssen, die bei Improvisation zart eingefangen wurden und einer Montage, auf Emotion basierend, bilden eine Art Kaleidoskop, das jedem Beobachter etwas Spielraum gibt, sich seine eigene Form zusammenzusetzen.

Anna-Lena Engelhardt wurde 1987 in Calw geboren und studierte Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln, Kunstpädagogik und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.

Während ihrer Studienzeit verwirklichte sie einige visuell- künstlerische Arbeiten, den Dokumentarfilm TAKTGEFÜHL und arbeitete nebenbei in der Videoredaktion des Universitätsmarketing.

2014 erhielt sie ein Stipendium für eine Feldforschung auf der indonesischen Insel Nias und kuratierte dort eine Museumsausstellung mit eigenen fotografischen und filmischen Arbeiten.

Anschließend montierte sie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF im Studiengang Montage die analoge dokumentarische Übung DIORAMA und die Kurzfilme ANDY IST MEIN FREUND, GRAUE STUNDE und ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Regisseur Oliver Adam Kusio, sowie die Kurzfilme KOSMOSMAA und KIMCHI (AT).

MONTAGEFORUM 21.06.2017 Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast // Uli Reuter //  Damian Scholl

“Beuys – Bonus Tracks”

Ein Montageforum der besonderen Art.

Prof. Ulrich Reuter (Filmmusik) und Damian Scholl (Filmmusik) geben uns einen tiefen Einblick in den künstlerischen Prozess ihrer Zusammenarbeit an der eigens für „Beuys“ komponierten Musik.

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Jeder der Musikeinsätze bot auf unterschiedliche Art eine Vielzahl von unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten, wie die Musik sich zum Material, zum Inhalt, zur Struktur und zum Text u.v.m. verhalten konnte. Und: Fallen, in die man tappen konnte. Wir werden versuchen, das Finden unserer jeweiligen musikalischen Lösung für einige der interessantesten Passagen nachvollziehbar zu machen, zeigen Zwischenergebnisse und werden vor allem die Kommunikation im Prozess mit dem letztlichen musikalischen Ergebnis zusammenzubringen.

Natürlich ist es als Voraussetzung günstig, den Film bzw. das Montageforum am 7.6. gesehen zu haben – allerdings ist das zum Verständnis der Veranstaltung keine zwingende Voraussetzung.

Zum Film:

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

“Beuys selbst und sein Werk legen hier Zeugnis ab – übrigens mit einem großartigen Soundtrack von Ulrich Reuter und Damian Scholl.”

Knut Elstermann / MDR Kultur bzw. Radio1 rbb

Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“
Mannheimer Morgen

Montageforum 14.06.2017 Filmuniversität Babelsberg  17:00 Uhr // 1101

zu Gast// Gergana Voigt

Mängelexemplar

(D, 2016, 111 min, R: Laura Lackmann)

Maengelexemplar

Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.

Für ihr Spielfilmdebüt versammelt Laura Lackmann ein außergewöhnliches Frauen-Ensemble vor der Kamera von Sten Mende (DER ALBANER): Claudia Eisinger (WIR SIND DIE NEUEN, 13 SEMESTER), Katja Riemann (FACK JU GÖTHE 1 & 2, DIE ABHANDENE WELT) und Barbara Schöne („Die Spezialisten“, WILLI WIRD DAS KIND SCHON SCHAUKELN) in den Hauptrollen sind ein herausragendes Drei-Generationen-Gespann, das drei unterschiedliche weibliche Identitäten repräsentiert. Dazu gesellen sich Laura Tonke (HEIDI SCHNEIDER STECKT FEST, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER) und Maren Kroymann (FREIER FALL). Auf männlicher Seite überzeugen Maximilian Meyer-Bretschneider („Grzimek“, „Der letzte Genosse“), Christoph Letkowski (FEUCHTGEBIETE, WINNETOUS SOHN) und nicht zuletzt Detlev Buck mit einem starken Gastauftritt.

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme und ist seit 2016 Professorin für Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an der Filmuni. Sie ist verantwortlich für die Montage von über 30 Spielfilmen. Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System – Alles verstehen heißt Alles verzeihen, Regie: Marc Bauder.

Montageforum 07.06.2017

Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast//Stephan Krumbiegel & Olaf Voigtländer

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

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Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“  Mannheimer Morgen
Auf der Basis von 400 Stunden historischen Filmmaterials, 150 Stunden Tondokumenten und 20.000 Fotos entstand in 18-monatiger Arbeit ein ästhetisch avancierter, formvollendet montierter Film.
Cicero
Die kongenial montierte Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente von Regisseur Andres Veiel und seinem Team, zeichnet das Bild eines einzigartigen Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.
aus dem Presseheft
Prof. Stephan Krumbiegel unterrichtet seit Anfang des Sommersemesters nach zweijähriger Auszeit wieder an der Filmuniversität.
Die gemeinsam mit Olaf Voigtländer erarbeitete Montage an BEUYS hat einen Grossteil der vergangenen zwei Jahre ausgefüllt.
Die Verknüpfung von eigener Praxis und Unterricht bestimmen seit jeher seine Position in der Lehre.
Teil des kreativen Prozesses an BEUYS war die intensive Zusammenarbeit mit Prof. Uli Reuter und dem Filmmusikstudenten Damian Scholl am score des Films.

Olaf Voigtländer arbeitete nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton zunächst als festangestellter Schnittassistent, bevor er als freier Editor und Avid-Supporter selbstständig wurde.

Seit 2009 studiert er Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg und gilt als verlorener Sohn des letzten Diplomstudienganges. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Filmographie (Auswahl)

2013 Imraan c/o Carrom Club
Dokumentarkurzfilm (Regie: Uditha Bhargava / nominiert für den Förderpreis Schnitt / 3sat-Förderpreis, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)
2012 Arbeitswege
Dokumentarkurzfilm
(Regie: Daniel Abma)
2011 Energieland
Dokumentarfilm
(Regie: Johanna Ickert)
2011 Pitch Builds A Ball And Destroys It
Kurzfilm (Regie: Uditha Bhargava)

Mittwoch 24.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Editorin Catrin Vogt

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

Democracy  Im Rausch der Daten” (D 2015, 100min)

03 Jan Philipp Albrecht und sein Mitarbeiter Ralf Bendrath © Indi Film - Marcus Winterbauer

Montage: Catrin Vogt // Buch & Regie, David Bernet

Schauen uns die Nachbarn in die Wohnung, lassen wir fix die Jalousien herunter. Im World Wide Web geben wir dagegen alles von uns preis. Big Data – das ist mehr als Name, Geburtsdatum und Wohnort. In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke. Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist klar, dass sich die Welt im Datenrausch befindet und die persönlichsten Informationen von uns allen zur Ressource geworden sind: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht! Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Regisseur David Bernet öffnet die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen, ambitionierten Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz – ein Gesetz, das jede Form von Datentransfer schützen soll. Lobbyisten, Wirtschaftsjuristen und Aktivisten treten auf den Plan und versuchen Einfluss zu nehmen. Ein Ringen wie bei David gegen Goliath beginnt: Bürgerrechte versus Wirtschaftsinteressen.

Catrin Vogt, Ausbildung zur Film- und Videolaborantin beim Atlantik Filmkopierwerk Hamburg. Studium Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg, Abschluss mit Diplom.

Mitglied im

BFS Filmeditor e.V.

Schwerpunkt: lange Dokumentarfilme mit viiieel Material, aber gern auch Anderes!

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Filmografie (Auswahl)

2016, Über Leben in Demmin (AT), Kinodokumentarfilm, R: Martin Farkas

2016, Eingeimpft (AT), Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2015, Omeva, Dokumentarfilm R: Sarah Sandring

 

2015, Democracy, Kinodokumentarfilm, R: David Bernet

 

2014, Goodbye G.I., Dokumentarfilm, R: Uli Gaulke, Agnes Lisa Wegner

 

2014, Ein Hells Angel Unter Brüdern, Kinodokumentarfilm, R: Marcel Wehn

 

2013, Lontano, Kinodokumentarfilm, R: Andreas Lewin

 

2013, Die schöne Krista, Kinodokumentarfilm, R: Antje Schneider; Carsten Waldbauer

2012, Vergiss mein nicht, Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2011, White Blood, Dokumentarfilm, R: Regine Dura

 

Montageforum

Mittwoch 19.04.2017

17:00 Uhr Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

zu Gast// Jamin Benazzouz (Editor)

“Gestrandet” 2016, 76 min

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Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

„Off-Kommentare gibt es keine. Es ist eine Eigenheit des Films, dass er die feinen Risse in zweifelhaften Begriffen wie „Heimat„ und „Integration” allein durch Beobachtung deutlich macht… Dieses Unbehagen zeigt sich sowohl bei den stets aufrichtig um Integration bemühten ostfriesischen Helden des Films als auch bei den Männern aus Eritrea, die versuchen, es den Helfern recht zu machen. Das irritierende ist die eigentliche Stärke von GESTRANDET.” Wolfgang Frömberg, Intro

Wir freuen uns darauf mit dem Editor und Master Studenten (Montage), Jamin Benazzouz über die Arbeit an diesem Film zu sprechen.

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Jamin Benazzouz wird 1983 in Brakel geboren. Von 2005 bis 2008 absolviert er eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim WDR in Köln und arbeitet im Anschluss bis 2010 als festangestellter Editor für den Sender. Parallel dazu absolviert er ein Studium Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, das er 2010 mit einem Bachelor of Fine Arts abschließt. Noch im selben Jahr beginnt er als freiberuflicher Film Editor u.a. für Rommel Film, Zero One Film und weitere renommierte Produktionen zu arbeiten. Seit 2013 absolviert er ebenfalls an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf den Master-Studiengang Montage.

Filmographie (Auswahl)

  • 2016 GESTRANDET
  • 2016 Meteorstraße
  • 2014 Titos Brille
  • 2014 Ihr und eure Welt
  • 2013 Love, Yesterday
  • 2012 Über uns Elektrizität
  • 2011 Fragments of Palestine
  • 2011 The Wedding Tape
  • 2010 Rockabilly Ruhrpott

MONTAGE FORUM 18.01.2017

ZU GAST // ELI CORTINAS

“DAS FILMISCHE GEDÄCHTNIS”

18.01.2017 / 17 Uhr / Kino 1101

Eli Cortiñas-Praxis dreht sich um die Idee des filmischen Gedächtnisses, welches sie durch Analyse und Bearbeitung von vorhandenem Material bzw. durch das Verweben mit ihrem eigenen Material untersucht. Sie nähert sich dem Editing als »Schreiben«, wo sie den Erzählfluss stört oder neu strukturiert und dadurch Sinnveränderungen schafft. Diese Prozesse erzeugen sowohl ein Gefühl der Identifikation als auch der Entfremdung. Auch in ihren Collagen und Objekt Arrangements schafft Cortiñas eine zweideutige Transparenz für die Projektion von konstruierten Aussichten der emotionalen, ideologischen, kultischen und banalen Rollenspiele einer Generation, die in den Medien als “verloren” gepriesen wird.

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Eli Cortiñas, 1979 in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien, geboren, studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und am European Film College in Dänemark. Cortiñas war Atelierstipendiatin des Kölnischen Kunstvereins, des Goethe Instituts und erhielt das Villa Massimo, das Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium und kürzlich das Kunstfonds Stipendium, die Villa Sträuli Residenz und das Reisestipendium des Berliner Senats. Ihre Arbeiten sind u.a. in der Kunsthalle Budapest, im Museum Ludwig, in Centre Pompidou und in der Berlinischen Galerie ausgestellt worden. Ihre Film- und Videoarbeiten waren u.a. bei der Moscow International Biennale, Mardin Biennale, Internationales Filmfestival Oberhausen, Torino Filmfestival, Curtas Vila Do Conde, Les Rencontres Internationales, Videonale 14 und Nashville Filmfestival zu sehen. Eli Cortiñas lebt und arbeitet in Berlin.

wir werde 4 Videoarbeiten sehen

Quella che camina (The one who walks), 2014, single channel video, 9’30”, HD, colour & b&w, french/ italian/ spanish with english subtitles
The most given of givens, 2016, HD/ found footage, 3 channel video, 9′, colour & b&w, french with english subtitles
Dial M for Mother, 2 channel video, 2008, 11’30”./ loop, colour, english/ spanish with english subtitles

und eine Arbeit die sich momentan im Enstehungsprozess befindet

Entspannende Filme

MONTAGEFORUM

Mittwoch 29.06.16

17:00 Uhr Raum 5401

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast//

Diana Zolotarova und Clara Grözinger

 

Aus der Reihe „Entspannende Filme“

ABSTRAKTION vs. MINIATUR

 

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Ihr wisst, die besten Ideen kommen aufm Klo. Für manche ist das der einzige Ort, um entspannen zu können. Wir erforschen, wie wir die ganze Welt zur Toilette machen.

Das Lieblingsprojekt gibt es meistens schon sehr lange. Es wird vergessen,

aber meldet sich immer mal wieder, und will angegangen werden. Was aber sind das für Blockaden,

die uns an der persönlichen Weiterentwicklung hindern? Hier geht es um den nächsten Schritt. Wie kommen wir weiter mit der persönlichen Idee? Es geht um alles was brennt, oder brennen will.

Als Kollektiv haben wir eine Methode entwickelt: DIE MINIATUR – Ein Weg unmittelbarer Umsetzung unserer Ideen. Kleine Schritte für die Menschheit. Dabei wird am Körper und dem Kopfkino zugleich gearbeitet. Ein großes, vielleicht unüberschaubares Projekt wird heruntergebrochen auf die wichtigsten Faktoren und Parameter. Wir haben einen Dummy. Ein erster Schritt ist getan, ein erstes Ergebnis, über das man sich nun konkret austauschen kann.

Eine intuitive und anstrengungslose Herangehensweise steht im Vordergrund. Es entstehen Teams, Rollen als Filmemacher werden ausgetauscht, es wird beobachtet, gehört, und laut über die Fragmente im Kopf gesprochen.

Wir setzen die Gedanken gemeinsam zusammen, und werfen sie um. Wir gehen spazieren.

Im Montageforum wollen wir Euch einen kleinen Einblick in dieses strategische Konzept MINIATUR gewähren, und erste Beispiele eines 4- tägigen Workshops an der Filmuni präsentieren. Wir schenken euch in diesem Montageforum die Miniatur des Konzeptes MINIATUR. Und das Beste: Wir haben Kaffee, Kuchen und Frischluft.

Biografie:

Diana Zolotarova und Clara Grözinger leben in Berlin und haben beide Erfahrungen als Film-Editorinnen, Regiseurinnen und in der darstellenden Kunst (Performance, Tanz, Schauspiel). Diana ist Meisterschülerin bei Prof. Marlis Roth, und hat zusammen mit Clara Grözinger ihr Diplomstudium 2014 an der Filmuniversität im Studiengang Montage abgeschlossen. Schon früh im Studium haben sie begonnen gemeinsam künstlerische Projekte zu realisieren, sich zu unterstützen und zu ergänzen (kreatives Chaos vs. Struktur).

Thematisch verbindet sie beim Filmemachen ein sehr persönlicher und offener Ansatz. Genauso wie ein Interesse und eine besondere Aufmerksamkeit für den kreativen Prozess selbst. Hierbei sind sie beeinflusst von der Improvisation, den vedischen Schriften und von Meditation.

2015 gründeten sie zusammen mit Wiebke Stehmeier ein Kollektiv. Sie entwickelten ein Format, um ihre Erfahrungen in einem Workshop mit anderen Künstlern und Filmschaffenden teilen zu können.

 

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

Montageforum 15.6.2016

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 15.06.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast //

Igor Buharov und László Dunai

 

MOST OF THE SOULS THAT LIVE HERE

Regie/ Igor and Ivan Buharov • Montage/ László Dunai

 

 

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TRAILER

 

Synopsis

The renowned anarchist teacher Count Ervin Batthyány reappears 100 years after his death.

He tries to put his theories into practice again, as he realises that the world has not turned out as he had expected. There is no Utopia, free of rulers.

He founds a new free school with the help of some like-minded people, and starts teaching a new generation who believe in solidarity and cooperation, rather than a system of oppression. But the ideal of freedom and equality awakens the same fears in the choreographers of power as it did 100 years ago. And after an encouraging start the count and his friends come up against more and more obstacles.

A strange and surreal S8 vision about freedom, power and political Utopia.

 

Igor & Ivan Buharov

It has been more than 21 years that they have been working together, under the pseudonym of Igor and Ivan Buharov. They have been producing anddirecting several films. (experimentals, features, shorts, documentaries, animations) They have also been involved in the creation of several music projects and film music. Their works always dancing on the edge of fine art and cinematic art. The Buharovs shoot their films mainly with super 8 technique and combine elements of experimental filmmaking and narrative story-telling. The use of dreamlike imagery, poetical and philosophical texts, and self-written music give the specific atmosphere of their films. The world created by the Buharovs moves on the frontier of dream and reality, they capture archetypical experiences in surrealistic atmosphere. The protagonists are mostly friends and non-actors, who live outside of mainstream and elite culture, and often speak out poetic or philosophical dialogues given to them. The vision of freedom and its impossibility, the slow steps of the individual towards self-liberation are topics touched with melancholy and irony.

 

László Dunai Filmography as Editor:

2016 Most of the Souls That Live Here

2015 Dear Mother (Short)

2014 Egy nap kezdete (Short)

2014 A kivégzés (Short)

2011 Csinálhatok egy fotót? (Short)

 

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

 

Es freuen sich auf Euer kommen:
Susanne Foidl und Szilvia Ruszev

MONTAGEFORUM am 8. Juni

Mittwoch 08.06.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zum Gespräch//

Gesa Marten

„DIE LETZTEN GIGOLOS“

Regie/ Stephan Bergmann

Montage/ Gesa Marten und Martin Kayser-Landwehr

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Ob leidenschaftlicher Tango im Teesalon, entspannter Spaziergang an Bord oder Tagesausflug am exotischen Urlaubsziel, DIE LETZTEN GIGOLOS sind graumelierte Herren von Welt. Sie verbringen ihren Lebensabend auf Kreuzfahrtschiffen – als Unterhalter und Tanzpartner für amüsierfreudige Frauen ab 60. Angestellt von Reedereien bereisen sie die Weltmeere mit dem Auftrag, alleinreisende Damen köstlich zu unterhalten. Belohnt werden sie mit der Flucht aus ihrem Seniorendasein zu Hause und einem Abenteuer auf See.

Was aber erträumen die zahlungsfähigen Frauen?

Können die GIGOLOS ihnen bieten, was sie erhoffen?

Und vor allem: Was ist, wenn der keimfreie Reederei-Deal ins Wanken gerät?

Ein Dokumentarfilm über das Älterwerden und die Sehnsucht nach mehr.

 

Gesa Marten

Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Köln.

Freiberuflich als Editorin und Dramaturgin tätig seit 1991.

Ihre Montagearbeit wurde mehrfach ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Kamerapreis, Film+ Schnittpreis).

Sie ist Vertretungsprofessorin im Studiengang Montage an der Filmuniversität Babelsberg.

Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie im Verband für Film- und Fernsehdramaturgie und im Bundesverband Filmschnitt Editor. Gründungsmitglied von LaDOC Dokumentarfilm-Frauen-Netzwerk.

 

Recent Films:

2015 Shooting in the Dark. R: Frank Amann

2015 Seht mich verschwinden. R: Kiki Allgeier

2014 Die letzten Gigolos. R: Stephan Bergmann.

2013 Vom Ordnen der Dinge. R: Jürgen Brügger und Jörg Haassengier

2012 Süßes Gift. R: Peter Heller

2011 Wo stehst du? R: Bettina Braun

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

Montageforum/Antrittsvorlesung

Mittwoch 01.06.2016

17:00 Uhr  Kino 1101

zu Gast//

Prof. Gergana Voigt

Töchter

Montage: Gergana Voigt//Maria Speth   Regie: Maria Speth

970563Agnes, eine Lehrerin aus der hessischen Provinz kommt nach Berlin. Sie soll ein totes Mädchen identifizieren. Die Polizei vermutet, dass es sich um ihre fünfzehnjährige Tochter Lydia handelt, die von zu Hause weggelaufen ist. Es ist nicht Lydia. Trotzdem bleibt Agnes in der Stadt. Angetrieben von der Hoffnung, irgendwo ihre Tochter zu finden. Eine verzweifelte Suche beginnt. Bahnhofsmissionen, Drogentreffs, Kontaktstellen für Obdachlose. Orte, die Agnes normalerweise meidet. Die sie ängstigen. Das Schlimmste: nicht zu wissen.

Ines lebt seit Jahren in dieser Stadt. Oft auf der Straße. Manchmal bei Menschen, die ihr Obdach geben. Ein überzeugter Parasit dieser Gesellschaft. Behauptet aber, Malerin zu sein. Die Wege dieser beiden Frauen kreuzen sich. Ines weicht nicht mehr von Agnes` Seite. Dringt mit penetranter Selbstverständlichkeit in Agnes` Leben ein, so als ob es das ihre sei. Agnes lässt es geschehen. Die Unbekannte erscheint ihr unerklärbar, fremdartig, bedrohlich und doch irgendwie vertraut. Ein eigentümliches Verhältnis von Anziehung und Abstoßung beginnt sich zwischen den beiden Frauen zu entwickeln. Agnes ist verwirrt. Verliert die Orientierung. Woher und warum ist Ines zu ihr gekommen? Gibt es eine Verbindung zwischen der Fremden und ihrer Tochter? Soll sie weiter nach ihrer Tochter suchen? Warum weist sie Ines nicht einfach die Tür? Agnes muss eine Entscheidung treffen.

http://toechter-film.de/

Gergana Voigt

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme. Sie ist verantwortlich für die Montage an über 30 Spielfilmen.

Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System- Alles verstehen heißt alles verzeihen, Regie Marc Bauder.

Gergana Voigt ist ebenfalls an der aktuell in den deutschen Kinos zu sehenden Tragikkomödie Mängelexemplar für die Montage verantwortlich gewesen.

Neben ihre Tätigkeit als Filmeditorin unterrichtet Gergana Voigt an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und der Hamburg Media School (HMS). Ab 2013 war sie Vertreterin einer Professur im Studiengang Montage und ist in 2016 auf die Professur Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an die Filmuniversität Babelsberg berufen worden.

Filmografie ( Auswahl)

  • Tolle Lage- Regie Sören Voigt
  • England!- Regie Achim von Borries
  • Bungalow- Regie Ulrich Köhler
  • Northern Star- Regie Felix Randau
  • Identity Kills- Regie Sören Voigt
  • En Garde- Regie Ayse Polat
  • Was nützt die Liebe in Gedanken- Regie Achim von Borries
  • Schwerkraft- Regie Maximilian Erlenwein
  • Das System- Alles verstehen heißt alles verzeihen- Regie Marc Bauder
  • Implosion- Regie Sören Voigt
  • Töchter- Regie Maria Speth
  • Mängelexemplar- Regie Laura Lackmann

Montieren ist eine Mischung aus Rationalität, Wahrnehmung, Emotion und Intuition.
Um innerhalb dieses Spektrums von klarer Analyse bis zum verbal nicht Artikulierbaren das Gleichgewicht zu finden, müssen im Schneideraum eigenständige Wege im Denken, Empfinden und Gestalten gesucht werden. In diesem Montageforum, welches zugleich Antrittsvorlesung ist möchten wir uns mit dieser montagespezifischen Herausforderung beschäftigen. Die Reflexion zu Gergana Voigt´s Montagearbeit an dem Film „Töchter“ (R: Maria Speth) soll uns Aufschluss geben über mögliche Strategien zur Entscheidungsfindung im Montageprozess.

Montageforum/Gegenwartskino

Mittwoch 25.05.2016

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

zu Gast//

Anika Simon

Die Böhms – Architektur einer Familie

Montage: Anika Simon • Regie: Maurizius Staerkl Drux

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Gottfried Böhm, einer der wichtigsten Architekten in Deutschland, beschäftigt sich im Alter von 94 Jahren noch immer täglich mit Bauvorhaben. Seinen Söhnen Stephan, Peter und Paul gelang es mit herausragenden eigenen Bauten aus dem Schatten des Vaters zu treten. Während der Dreharbeiten stirbt die inzwischen demenzkranke Elisabeth – Ehefrau Gottfried Böhms und auch Architektin – eine wichtige Inspirationsquelle und das emotionale Zentrum der Familie.

Der Film dokumentiert die Arbeit, die Bauten und das Leben der Böhms. Er zeichnet ein intimes Porträt der Architektenfamilie.

http://www.realfictionfilme.de/filme/die-boehms/

Anika Simon

Anika Simon studierte Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Köln.Ab 2000 arbeitete sie zunächst als Schnittassistentin, später als freiberufliche Filmeditorin für dokumentarische Formen.Seit 2003 realisiert sie Dokumentarfilme für Fernsehen und Kino, zahlreiche mit erfolgreicher Auswertung auf nationalen und internationalen Filmfestivals.

Sie ist Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor.

Recent Films:

2015 Besessen R: Dalia Al Kury

2014 Die Hüter der Tundra R: René Harder

2013 Raumfahrer R: Georg Nonnemacher

2012 Tour du Faso R. Wilm Huygen

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MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 04.05.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zu Gast //

Jonas Rothlaender und Dietmar Kraus 

Familie Haben

Regie/ Jonas Rothlaender • Montage/ Dietmar Kraus

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Ist unser Schicksal durch unsere Familie vorbestimmt? Vererben sich die immer gleichen  familiären Konflikte von Generation zu Generation weiter? Was muss passieren um diesen Teufelskreis durchbrechen zu können? Angetrieben von dem Vermächtnis seiner verstorbenen Großmutter Anne begibt sich der Filmemacher Jonas Rothlaender auf die Reise, den Zerwürfnissen seiner eigenen Familie nachzuspüren. Nach jahrzehntelangem Schweigen trifft er in Zürich seinen Großvater Günther, der im Laufe seines Lebens mehrere Millionen in riskanten Börsenspekulationen veruntreut hat, darunter auch das gesamte Vermögen seiner damaligen Ehefrau Anne. Günther lebt 90-jährig, schwerkrank und völlig verarmt in einem Altersheim und ist besessen von dem Gedanken, seine „Schuld“ zu begleichen bevor er stirbt. Er hat ein letztes großes Geschäft vor Augen.

Doch als Bettina, Jonas Mutter und Günthers Tochter, in Zürich erscheint

– in der Hoffnung sich endlich mit ihrem Vater zu versöhnen – ist Günthers Blick für das Wesentliche verstellt. Der Filmemacher begibt sich auf die Suche nach den Wurzeln dieser

scheinbar unheilbaren Zerwürfnisse und muss sich dabei immer schonungsloser mit den Konflikten der eigenen Familie auseinanderzusetzen. Seine Suche führt ihn von der Geschichte seiner Großeltern, über seine Mutter, bis hin zu seinem eigenen Leben.

www.familiehaben.de

Jonas Rothlaender

Geboren 1982 in Lübeck. Während der Schulzeit schrieb er Kurzgeschichten, die in verschiedenen Anthologien veröffentlicht wurden. Nach seinem Abitur im Jahr 2003 drehte er eigene Kurzfilme und arbeitete als Regieassistent bei Filmproduktionen. Von 2007 bis 2015 studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). In dieser

Zeit entstanden verschiedene Kurzfilme. Sein Kurzfilm DAS HEMD wurde für die Next Generation/ Short-Tiger Kurzfilmrolle nominiert und wurde seit den Filmfestspielen in Cannes 2011 bei verschiedenen Festivals weltweit aufgeführt. Während seiner Zeit an der dffb war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm FAMILE HABEN feierte 2015 seine Premiere auf dem Max-Ophüls-Preis und kam Anfang 2016 in die deutschen Kinos. FADO ist Jonas Rothlaenders Spielfilmdebut. Der Film hat den Preis für Beste Regie beim Achtung Berlin, den Preis für den Besten Langspielfilm beim Sehsüchte und den Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin für die Beste Regie beim Max Ophüls Festival gewonnen.

Filmografie:

2016 FADO – Kinofilm, StickUp Filmproduktion, rbb, DFFB

2015 FAMILIE HABEN – Kinodokumentarfilm, DFFB & Jonas Rothlaender

2014 AUF ANFANG – Kurzfilm, DFFB

2011 JAGDGRÜNDE – Kurzfilm, rbb & DFFB

2010 DAS HEMD – Kurzfilm, arte & DFFB

 

Dietmar Kraus

Geboren in Bayern und aufgewachsen in Südafrika, entdeckte Dietmar Kraus erst nach Umwegen als Altenpfleger und Journalist die Faszination der Filmmontage für sich. Von 1995 bis 2003 studierte er im Studiengang Montage an der Filmuniversität Babelsberg »Konrad Wolf« – damals noch Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) genannt. Seit 2004 ist er als freiberuflicher Filmeditor und Dozent tätig.

Von Oktober 2007 bis Februar 2009 war er Vertreter der Professur »Künstlerische

Montage/Digitale Montagepraxis« an der HFF Babelsberg. Er war auch Gastdozent an weiteren Bildungseinrichtungen in Deutschland, sowie in Myanmar und Ruanda.

Seit 2008 ist er Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. (BFS), und wurde im April 2016 in den Vorstand des Verbandes gewählt.

Seine Zusammenarbeit mit Regisseur Jonas Rothlaender begann 2011 bei dem RBB­Kurzfilm

Jagdgründe. Darauf folgten 2015 der Dokumentarfilm Familie Haben, und 2016 der Spielfilm Fado.

Filmografie (Auswahl):

2016: Fado – Kinospielfilm, Regie: Jonas Rothlaender

2015: Familie Haben – Kinodokumentarfilm, Regie: Jonas Rothlaender

2015: Automatic Fitness – Animationsfilm, Regie: Alberto Couceiro & Alejandra Tomei

2014: Kreide auf Beton – Kinodokumentarfilm, Regie: Julia Vogel & Helene Vogel

2013: Du bist dran… – TV­Spielfilm, Regie: Sylke Enders

2011: Jagdgründe – RBB­Movie, Regie: Jonas Rothlaender

2009: Deutschland 09 – Omnibusfilm, Episode »Schieflage«, Regie: Sylke Enders

2007: Mondkalb – Kinospielfilm, Regie: Sylke Enders

2007: Madonnen – Kinospielfilm, Regie: Maria Speth

2006: Der Stummfilmpianist – Kinodokumentarfilm, Regie: Ilona Ziok

2003: TV City – Animationsfilm, Regie: Alberto Couceiro & Alejandra Tomei

2002: Das Leben geht weiter – Doku­Drama, Regie: Mark Cairns

2002: Sand und Wasser – Dokumentarfilm, Regie: Shaheen Dill­Riaz

2001: In den Tag hinein – Kinospielfilm, Regie: Maria Speth

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 27.04.16
17:00 Uhr Kino 1104
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zu Gast //

Stefan Schwietert und Frank Brummundt

„Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared“

Regie/ Stefan Schwietert, Montage/ Frank Brummundt, Florian Miosge

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Stell dir vor, wir wachen morgen auf, und alle Musik ist verschwunden. Einfach so. Was bleibt uns, wenn das alles weg ist: Platten, iPods, Instrumente? Wenn wir auch nicht mehr wissen, was das überhaupt war: Musik? Er macht es vor: Bill Drummond. Der Mann, der mit The KLF einst die Popindustrie kaperte. Ein anarchischer Geist und ewiger Punk, der jetzt den grössten Chor der Welt leitet: The17, ein wechselndes Ensemble aus Laien, keine Noten und keine Proben. Stefan Schwietert begleitet Drummond, wie er immer neue Stimmen findet für seinen Chor: auf offenem Feld oder in einer Fabrik, im Schulzimmer oder in einem Pub. Es ist eine Reise an den Nullpunkt der Musik. Damit wir sie in aller Unschuld nochmals neu erfinden. Gemeinsam, in diesem Moment.

“Die Sinne schärfen, Auge und Ohr nach innen richten, um sich so der eigenen Wahrnehmung selber bewusst zu werden: Das ist Stefan Schwietert wieder besonders schön gelungen. Der Schweizer Wettbewerbsbeitrag «Imagine Waking Up Tomorrow and All Music Has Disappeared» verfolgt das Projekt der charismatischen schottischen Pop-Legende Bill Drummond, der Menschen von der Strasse und Menschen, die am Computer in Fabrikhallen arbeiten, zu einem weltweiten Chor vereinen will. Was als spleeniger Gag beginnt, vertieft sich zu einer wundersamen Odyssee hin zur Kraft der Musik. Wie der Film auf eine kreative Frustration des Publikums mit anschliessender Befreiung interaktiv hinsteuert, ist ein Clou – eine «vision du réel» vom Feinsten.” von M.Walter, Schweizer Fernsehen.

Stefan Schwietert zählt in Deutschland und der Schweiz zu den anerkanntesten Regisseuren von Kinodokumentarfilmen. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis, zwei Mal mit dem Schweizer Filmpreis und einer Nominierung für den europäischen Filmpreis. Die Filme fanden Verleiher in Europa, Nord- und Südamerika und erreichten mehrere hunderttausend Kinozuschauer.

Neben seinen Kinofilmen dreht Schwietert Dokumentationen für das Fernsehen und betreut im Auftrag von Produktionsfirmen Dokumentarfilmprojekte von Kolleginnen und Kollegen als Dramaturg. Stefan Schwietert ist Mitglied der AG DOK, der Deutschen Filmakademie, der Schweizer Filmakademie, des Schweizerischen Regieverbandes und des Fördervereins der DFFB Berlin. Jurytätigkeit für Festivals und Filmkommissionen.

Seit Oktober 2014 ist er Professor für Dokumentarfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Ausgewählte Kinofilme:

2011 BALKAN MELODIE
2007 HEIMATKLÄNGE
2004 ACCORDION TRIBE
2003 DAS ALPHORN
2000 EL ACORDEON DEL DIABLO 1996 A TICKLE IN THE HEART

Frank Brummundt ist freiberuflicher Filmeditor. Die von ihm montierte Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Friedrich-Wilhelm Murnau Preis. Er ist Mitglied der AG DOK und der Deutschen Filmakademie.

Ausgewählte Kinofilme:

2012-2014 WIEDERSEHEN MIT BRUNDIBAR R.: Douglas Wolfsperger
2014 HITLER UND JESUS – EINE LIEBESGESCHICHTE R.: Rosa von Praunheim
2009-2012 KNISTERN DER ZEIT R.: Sybille Dahrendorf
2007/2008 STANDESGEMÄSS R.: Julia von Heinz
2007 IM SCHATTEN DER BLUTRACHE R.: Andrea Schramm
2002/2003 KROKO R.: Sylke Enders

Im Anschluß an den Film führen wir mit den Filmschaffenden ein Gespräch.
Moderation: Gesa Marten und Susanne Foidl
Alle Mitglieder der Filmuni sind herzlich dazu eingeladen!

MONTAGEFORUM

Dienstag 19.04.16

17:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zu Gast //

Florentine Bruck

„AGHET – Ein Völkermord“

Regie/ Eric Friedler  Montage/ Florentine Bruck

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Der Dokumentarfilm AGHET (armenisch: “die Katastrophe”) erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs, dem Genozid an den Armeniern. Vor fast genau 101 Jahren, am 24. April 1915 begann mit der Verhaftung von 235 armenischen Intellektuellen, darunter 40 Ärzte und 10 Rechtsanwälte aus Konstantinopel (heute Istanbul), eine Massendeportation aus allen Provinzen, in denen Armenier lebten. Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich ermordet. Das Ziel der nationalistischen Jungtürken war ein christenfreies Großreich, und die Armenier als Volk zu vernichten.

Dieser erste durch die UN-Völkermordkonvention anerkannte Genozid wird in der Türkei von offizieller Seite bis heute abgestritten. Türkischen Bürgern, die sich für eine Anerkennung dieses Völkermords einsetzen, droht nach Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches eine Geld- oder Haftstrafe. Wie konfliktbeladen das Thema des armenischen Genozids in der Türkei ist, zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

Der Film beruht auf Zitaten von Zeitzeugen, die von SchauspielerInnen in szenischer Darstellung vorgetragen werden (u.a. Gedeck, Klaußner, Milberg, Schüttler) und beleuchtet Beweggründe für das Verschweigen historischer Tatsachen. Der Verlauf des Völkermords wird durch Äußerungen führender Vertreter des Osmanischen Reiches, durch (damals neutrale) amerikanische Diplomaten und durch die Berichterstattung deutscher Militärs, sowie durch historische Berichte von Flüchtlingshelfern, Missionsschwestern und Journalisten bezeugt. Mit Originaldokumenten wird belegt, wie grausam und unmenschlich die Massaker und die Todesmärsche der Deportierten in die syrische Wüste sich entwickelten. Erwähnt wird aber auch, dass sich türkische Landräte und Polizeikräfte widersetzten.

Im Film wird auch das Desinteresse der Deutschen thematisiert, was ein mögliches Eingreifen ihrerseits anbelangt. Die Türkei war zu diesem Zeitpunkt Kriegspartner des Deutschen Reiches.

Der Film erhielt 2010 den Deutschen Fernsehpreis/Beste Dokumentation und 2011 einen Grimme-Preis.

aghet1915.wordpress.com

Florentine Bruck

1977 Abitur, danach Praktika im Schneideraum und im Geyer Kopierwerk

1978 Schnittassistentin bei Klaus Dudenhöfer

1984 bis 1991 Continuity, Regieassistenz und Sound Design

Seit 1993 als Filmeditorin tätig.

Langjährige Zusammenarbeit mit Hans-Christoph Blumenberg (Kino: “Rotwang muß weg!” 1993, “Beim nächsten Kuß knall ich ihn nieder” 1994, “Planet der Kannibalen” 2001 und “Warten auf Angelina” 2007 und TV: “Deutschlandspiel” 2000, “Der Aufstand” 2003 und “Die letzte Schlacht” 2004)

Ab 2005 Zusammenarbeit mit Gordian Maugg (“Denk ich an Deutschland in der Nacht” 2005, “Wir Schmidts” und “Hungerwinter” 2009

Weitere Produktionen u.a.:

2014 “Taxi”, Spielfilm (Regie: Kerstin Ahlrichs)

2012 ” Der Sturz – Honeckers Ende”, Dokumentarfilm (Regie: Eric Friedler)

2009 ” Spur der Bären”, Dokumentarfilm (Regie: H.-C. Blumenberg)

2008 ” Uomini D’onore”, Dokumentarfilm (Co Schnitt u. Dramaturgische Beratung, Regie:  Francesco Sbano)

2006 “Kinder der Flucht”, Doku – Drama Reihe (Regie: H.- C. Blumenberg)

2004 “Kanzleramt”, Serie

Kurze Lehraufträge an der IFS, Köln (2005) und der Bauhaus Universität, Weimar (2007/08).

1994-96 und 2004-08 Geschäftsführender Vorstand des BFS, Bundesverband Filmschnitt Editor.

Ab 14. April 2016 im Kino “Fritz Lang” mit Heino Ferch, Regie: Gordian Maugg

Montageforum am 5. 2. 2016

10:00 – 16:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

IM GESPRÄCH MIT SUSAN KORDA

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Susan Korda grew up in New York City and Vienna, Austria, where she attended medical school before returning to New York to study filmmaking at CCNY.  She worked as an editor for over 20 years, and attributes the editing room for her creative and spiritual advancement.

With David Leitner, Korda directed and produced the award-winning documentary “Vienna is Different,” and from her 2-year Fulbright fellowship in Berlin, she produced the awarded personal documentary “One of Us.” This year Korda completed her short, narrative film, “Salomea’s Nose.”

Korda edited the Oscar™ nominated documentary “For All Mankind” and was editor and creative collaborator on Sandi Du Bowski’s ground-breaking “Trembling Before G-d.”

She was a producer on Emily & Sarah Kunstler’s “William Kunstler: Disturbing the Universe,” and story consultant on Alan Berliner’s “The Sweetest Sound” and “First Cousin Once Removed.”

Susan Korda taught at NYU and Columbia University and conducts editing and story-telling workshops in the U.S., Europe, Israel and South Africa. She travels extensively with a master class lecture on editing called Kill Your Darlings and is returning guest at Berlinale Talents.

www.berlinale-talents.de/bt/program/telelecture/1726

Es werden zwei Arbeiten von Susan Korda als Editorin und als Story Consultant gezeigt.


“FOR ALL MANKIND” 

Regie/ Al Reinert, Montage/Susan Korda

“In July 1969, the space race ended when Apollo 11 fulfilled President Kennedy’s challenge of “landing a man on the Moon and returning him safely to the Earth.” No one who witnessed the lunar landing will ever forget it. Al Reinert’s documentary For All Mankind is the story of the twenty-four men who traveled to the moon, told in their words, in their voices, using the images of their experiences. Forty years after the first moon landing, it remains the most radical, visually dazzling work of cinema yet made about this earthshaking event.

www.criterion.com

“THE SWEETEST SOUND”

Regie und Montage/ Alan Berliner, Story Consultant/Susan Korda

Alan Berliner’s uncanny ability to combine experimental cinema, artistic purpose, and popular appeal in compelling film essays has made him one of America’s most acclaimed independent filmmakers. The New York Times has described Berliner’s work as “powerful, compelling and bittersweet… full of juicy conflict and contradiction, innovative in their cinematic technique, unpredictable in their structures… Alan Berliner illustrates the power of fine art to transform life.”

www.kinolorber.com

In The Sweetest Sound, Alan Berliner is tired of being mistaken for people who might share his name and decides to rid himself of the dreaded Same Name Syndrome.

How do you convey the power, magic and mystery of names? The way they confer identity? How they function as compressed histories — a set of codes that tell us where we come from, who we are, who we were, or sometimes even who we might want to be? The only way I could figure out how to do it was to fully examine one name very closely. My own.” A.B.

Montageforum am 27.01.2016.

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 27.01.16

17:00 Uhr Kino 1104

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

Zu Gast //

Anne Fabini

Bastian Günther

„CALIFORNIA CITY“

Regie/ Bastian Günther

Montage/ Anne Fabini

 „Ich wollte einen Film machen. Einen Film darüber, wie wir uns in einem System verloren haben und wie wir mit den leeren Hüllen und Versprechen einer Idee zurückgelassen wurden. Verlust, Leere, Krise und ihre Auswirkungen. Das waren für mich die zentralen Begriffe für den Film. Wenn man in California City gewesen ist, versteht man voll und ganz, warum der Begriff „Depression“ nicht nur in der Medizin sondern auch in der Wirtschaft verwendet wird. Für dieses Gefühl der inneren Leere ist California City ein nahezu perfektes Sinnbild.“    Bastian Günther

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TRAILER <<<<<<<<<<<<<

In der kargen und unwirklichen Welt von „California City“ ist ein namenloser Held auf dem Weg durch das post-apokalyptische Gebiet der Immobilienkrise. Sein Auftrag ist es, die Swimmingpools der leeren und zwangsgeräumten Häuser von Moskitoplagen zu befreien.

Das Gebiet, das er durchstreift, sollte bereits in den 60er Jahren die größte Stadt Kaliforniens werden. Doch mit dem Platzen der Immobilienblase starb auch endgültig die Utopie von „California City“. Zurückgeblieben ist eine Geisterstadt – die Häuser der Wüstenstadt stehen leer, weil die Besitzer ihre Kredite nicht bezahlen konnten.

Die Mischung aus Dokumentarfilm, Essayfilm und Fiktion zeigt die gespenstischen Überreste einer unhaltbaren kapitalistischen Utopie. Die Sinnleere nach der Krise fordert neue Zielsetzungen. In CALIFORNIA CITY mündet sie in phantasierten Bewältigungsstrategien des isolierten Insektenjägers. Seine sich steigernde Melancholie ist der menschliche Gegenpart zur ökonomischen Depression.

Anne Fabini, wechselte Mitte der 1990er Jahre vom Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft zur Tätigkeit als Schnittassistentin und montierte eigenständig Kurzfilme von Studenten der DFFB. Seit 1999 arbeitet sie als freie Editorin gleichermaßen erfolgreich im Dokumentar- und Spielfilmbereich. Ihre Arbeit wurde mehrfach für den Besten Schnitt beim Deutschen Filmpreis nominiert (2009- BERLIN CALLING, 2013- MORE THAN HONEY, 2014- HOUSTON). Im Februar 2014 erhielt sie den Preis der Deutschen Filmkritik Bester Schnitt für HOUSTON.

Anne Fabini ist Mitglied der Jury Dokumentarfilm des First Steps Awards. Für den Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. moderiert sie regelmäßig Gespräche mit Filmeditoren in der Reihe ungeSCHNITTen.

Bastian Günther, 1974 geboren, studierte an der Universität in Köln und arbeitete währenddessen als freier Mitarbeiter bei WDR und Phoenix. Als Regieassistent fungierte er bei Martin Martschewski und Christian Petzold. 2000 bis 2006 absolvierte er ein Regiestudium an der dffb.

Sein Abschlussfilm “Ende einer Strecke” erhielt 2006 den First Steps Award. 2007 wurde Bastian Günthers Debütfilm “Autopiloten” bei der Berlinale uraufgeführt, der im selben Jahr den MFG Star erhielt. “Houston”, 2012 fertiggestellt, wurde beim Sundance Film Festival uraufgeführt und kam Ende 2013 in die deutschen Kinos.