Entspannende Filme

MONTAGEFORUM

Mittwoch 29.06.16

17:00 Uhr Raum 5401

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast//

Diana Zolotarova und Clara Grözinger

 

Aus der Reihe „Entspannende Filme“

ABSTRAKTION vs. MINIATUR

 

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Ihr wisst, die besten Ideen kommen aufm Klo. Für manche ist das der einzige Ort, um entspannen zu können. Wir erforschen, wie wir die ganze Welt zur Toilette machen.

Das Lieblingsprojekt gibt es meistens schon sehr lange. Es wird vergessen,

aber meldet sich immer mal wieder, und will angegangen werden. Was aber sind das für Blockaden,

die uns an der persönlichen Weiterentwicklung hindern? Hier geht es um den nächsten Schritt. Wie kommen wir weiter mit der persönlichen Idee? Es geht um alles was brennt, oder brennen will.

Als Kollektiv haben wir eine Methode entwickelt: DIE MINIATUR – Ein Weg unmittelbarer Umsetzung unserer Ideen. Kleine Schritte für die Menschheit. Dabei wird am Körper und dem Kopfkino zugleich gearbeitet. Ein großes, vielleicht unüberschaubares Projekt wird heruntergebrochen auf die wichtigsten Faktoren und Parameter. Wir haben einen Dummy. Ein erster Schritt ist getan, ein erstes Ergebnis, über das man sich nun konkret austauschen kann.

Eine intuitive und anstrengungslose Herangehensweise steht im Vordergrund. Es entstehen Teams, Rollen als Filmemacher werden ausgetauscht, es wird beobachtet, gehört, und laut über die Fragmente im Kopf gesprochen.

Wir setzen die Gedanken gemeinsam zusammen, und werfen sie um. Wir gehen spazieren.

Im Montageforum wollen wir Euch einen kleinen Einblick in dieses strategische Konzept MINIATUR gewähren, und erste Beispiele eines 4- tägigen Workshops an der Filmuni präsentieren. Wir schenken euch in diesem Montageforum die Miniatur des Konzeptes MINIATUR. Und das Beste: Wir haben Kaffee, Kuchen und Frischluft.

Biografie:

Diana Zolotarova und Clara Grözinger leben in Berlin und haben beide Erfahrungen als Film-Editorinnen, Regiseurinnen und in der darstellenden Kunst (Performance, Tanz, Schauspiel). Diana ist Meisterschülerin bei Prof. Marlis Roth, und hat zusammen mit Clara Grözinger ihr Diplomstudium 2014 an der Filmuniversität im Studiengang Montage abgeschlossen. Schon früh im Studium haben sie begonnen gemeinsam künstlerische Projekte zu realisieren, sich zu unterstützen und zu ergänzen (kreatives Chaos vs. Struktur).

Thematisch verbindet sie beim Filmemachen ein sehr persönlicher und offener Ansatz. Genauso wie ein Interesse und eine besondere Aufmerksamkeit für den kreativen Prozess selbst. Hierbei sind sie beeinflusst von der Improvisation, den vedischen Schriften und von Meditation.

2015 gründeten sie zusammen mit Wiebke Stehmeier ein Kollektiv. Sie entwickelten ein Format, um ihre Erfahrungen in einem Workshop mit anderen Künstlern und Filmschaffenden teilen zu können.

 

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

Montageforum 15.6.2016

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 15.06.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast //

Igor Buharov und László Dunai

 

MOST OF THE SOULS THAT LIVE HERE

Regie/ Igor and Ivan Buharov • Montage/ László Dunai

 

 

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TRAILER

 

Synopsis

The renowned anarchist teacher Count Ervin Batthyány reappears 100 years after his death.

He tries to put his theories into practice again, as he realises that the world has not turned out as he had expected. There is no Utopia, free of rulers.

He founds a new free school with the help of some like-minded people, and starts teaching a new generation who believe in solidarity and cooperation, rather than a system of oppression. But the ideal of freedom and equality awakens the same fears in the choreographers of power as it did 100 years ago. And after an encouraging start the count and his friends come up against more and more obstacles.

A strange and surreal S8 vision about freedom, power and political Utopia.

 

Igor & Ivan Buharov

It has been more than 21 years that they have been working together, under the pseudonym of Igor and Ivan Buharov. They have been producing anddirecting several films. (experimentals, features, shorts, documentaries, animations) They have also been involved in the creation of several music projects and film music. Their works always dancing on the edge of fine art and cinematic art. The Buharovs shoot their films mainly with super 8 technique and combine elements of experimental filmmaking and narrative story-telling. The use of dreamlike imagery, poetical and philosophical texts, and self-written music give the specific atmosphere of their films. The world created by the Buharovs moves on the frontier of dream and reality, they capture archetypical experiences in surrealistic atmosphere. The protagonists are mostly friends and non-actors, who live outside of mainstream and elite culture, and often speak out poetic or philosophical dialogues given to them. The vision of freedom and its impossibility, the slow steps of the individual towards self-liberation are topics touched with melancholy and irony.

 

László Dunai Filmography as Editor:

2016 Most of the Souls That Live Here

2015 Dear Mother (Short)

2014 Egy nap kezdete (Short)

2014 A kivégzés (Short)

2011 Csinálhatok egy fotót? (Short)

 

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

 

Es freuen sich auf Euer kommen:
Susanne Foidl und Szilvia Ruszev

MONTAGEFORUM am 8. Juni

Mittwoch 08.06.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zum Gespräch//

Gesa Marten

„DIE LETZTEN GIGOLOS“

Regie/ Stephan Bergmann

Montage/ Gesa Marten und Martin Kayser-Landwehr

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Ob leidenschaftlicher Tango im Teesalon, entspannter Spaziergang an Bord oder Tagesausflug am exotischen Urlaubsziel, DIE LETZTEN GIGOLOS sind graumelierte Herren von Welt. Sie verbringen ihren Lebensabend auf Kreuzfahrtschiffen – als Unterhalter und Tanzpartner für amüsierfreudige Frauen ab 60. Angestellt von Reedereien bereisen sie die Weltmeere mit dem Auftrag, alleinreisende Damen köstlich zu unterhalten. Belohnt werden sie mit der Flucht aus ihrem Seniorendasein zu Hause und einem Abenteuer auf See.

Was aber erträumen die zahlungsfähigen Frauen?

Können die GIGOLOS ihnen bieten, was sie erhoffen?

Und vor allem: Was ist, wenn der keimfreie Reederei-Deal ins Wanken gerät?

Ein Dokumentarfilm über das Älterwerden und die Sehnsucht nach mehr.

 

Gesa Marten

Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München und Köln.

Freiberuflich als Editorin und Dramaturgin tätig seit 1991.

Ihre Montagearbeit wurde mehrfach ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Deutscher Kamerapreis, Film+ Schnittpreis).

Sie ist Vertretungsprofessorin im Studiengang Montage an der Filmuniversität Babelsberg.

Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie im Verband für Film- und Fernsehdramaturgie und im Bundesverband Filmschnitt Editor. Gründungsmitglied von LaDOC Dokumentarfilm-Frauen-Netzwerk.

 

Recent Films:

2015 Shooting in the Dark. R: Frank Amann

2015 Seht mich verschwinden. R: Kiki Allgeier

2014 Die letzten Gigolos. R: Stephan Bergmann.

2013 Vom Ordnen der Dinge. R: Jürgen Brügger und Jörg Haassengier

2012 Süßes Gift. R: Peter Heller

2011 Wo stehst du? R: Bettina Braun

Hochschulöffentliche Veranstaltung – alle Studierenden/ Lehrenden/ Mitarbeiter*innen sind willkommen!

Montageforum/Antrittsvorlesung

Mittwoch 01.06.2016

17:00 Uhr  Kino 1101

zu Gast//

Prof. Gergana Voigt

Töchter

Montage: Gergana Voigt//Maria Speth   Regie: Maria Speth

970563Agnes, eine Lehrerin aus der hessischen Provinz kommt nach Berlin. Sie soll ein totes Mädchen identifizieren. Die Polizei vermutet, dass es sich um ihre fünfzehnjährige Tochter Lydia handelt, die von zu Hause weggelaufen ist. Es ist nicht Lydia. Trotzdem bleibt Agnes in der Stadt. Angetrieben von der Hoffnung, irgendwo ihre Tochter zu finden. Eine verzweifelte Suche beginnt. Bahnhofsmissionen, Drogentreffs, Kontaktstellen für Obdachlose. Orte, die Agnes normalerweise meidet. Die sie ängstigen. Das Schlimmste: nicht zu wissen.

Ines lebt seit Jahren in dieser Stadt. Oft auf der Straße. Manchmal bei Menschen, die ihr Obdach geben. Ein überzeugter Parasit dieser Gesellschaft. Behauptet aber, Malerin zu sein. Die Wege dieser beiden Frauen kreuzen sich. Ines weicht nicht mehr von Agnes` Seite. Dringt mit penetranter Selbstverständlichkeit in Agnes` Leben ein, so als ob es das ihre sei. Agnes lässt es geschehen. Die Unbekannte erscheint ihr unerklärbar, fremdartig, bedrohlich und doch irgendwie vertraut. Ein eigentümliches Verhältnis von Anziehung und Abstoßung beginnt sich zwischen den beiden Frauen zu entwickeln. Agnes ist verwirrt. Verliert die Orientierung. Woher und warum ist Ines zu ihr gekommen? Gibt es eine Verbindung zwischen der Fremden und ihrer Tochter? Soll sie weiter nach ihrer Tochter suchen? Warum weist sie Ines nicht einfach die Tür? Agnes muss eine Entscheidung treffen.

http://toechter-film.de/

Gergana Voigt

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme. Sie ist verantwortlich für die Montage an über 30 Spielfilmen.

Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System- Alles verstehen heißt alles verzeihen, Regie Marc Bauder.

Gergana Voigt ist ebenfalls an der aktuell in den deutschen Kinos zu sehenden Tragikkomödie Mängelexemplar für die Montage verantwortlich gewesen.

Neben ihre Tätigkeit als Filmeditorin unterrichtet Gergana Voigt an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) und der Hamburg Media School (HMS). Ab 2013 war sie Vertreterin einer Professur im Studiengang Montage und ist in 2016 auf die Professur Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an die Filmuniversität Babelsberg berufen worden.

Filmografie ( Auswahl)

  • Tolle Lage- Regie Sören Voigt
  • England!- Regie Achim von Borries
  • Bungalow- Regie Ulrich Köhler
  • Northern Star- Regie Felix Randau
  • Identity Kills- Regie Sören Voigt
  • En Garde- Regie Ayse Polat
  • Was nützt die Liebe in Gedanken- Regie Achim von Borries
  • Schwerkraft- Regie Maximilian Erlenwein
  • Das System- Alles verstehen heißt alles verzeihen- Regie Marc Bauder
  • Implosion- Regie Sören Voigt
  • Töchter- Regie Maria Speth
  • Mängelexemplar- Regie Laura Lackmann

Montieren ist eine Mischung aus Rationalität, Wahrnehmung, Emotion und Intuition.
Um innerhalb dieses Spektrums von klarer Analyse bis zum verbal nicht Artikulierbaren das Gleichgewicht zu finden, müssen im Schneideraum eigenständige Wege im Denken, Empfinden und Gestalten gesucht werden. In diesem Montageforum, welches zugleich Antrittsvorlesung ist möchten wir uns mit dieser montagespezifischen Herausforderung beschäftigen. Die Reflexion zu Gergana Voigt´s Montagearbeit an dem Film „Töchter“ (R: Maria Speth) soll uns Aufschluss geben über mögliche Strategien zur Entscheidungsfindung im Montageprozess.

Montageforum/Gegenwartskino

Mittwoch 25.05.2016

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

zu Gast//

Anika Simon

Die Böhms – Architektur einer Familie

Montage: Anika Simon • Regie: Maurizius Staerkl Drux

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Gottfried Böhm, einer der wichtigsten Architekten in Deutschland, beschäftigt sich im Alter von 94 Jahren noch immer täglich mit Bauvorhaben. Seinen Söhnen Stephan, Peter und Paul gelang es mit herausragenden eigenen Bauten aus dem Schatten des Vaters zu treten. Während der Dreharbeiten stirbt die inzwischen demenzkranke Elisabeth – Ehefrau Gottfried Böhms und auch Architektin – eine wichtige Inspirationsquelle und das emotionale Zentrum der Familie.

Der Film dokumentiert die Arbeit, die Bauten und das Leben der Böhms. Er zeichnet ein intimes Porträt der Architektenfamilie.

http://www.realfictionfilme.de/filme/die-boehms/

Anika Simon

Anika Simon studierte Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Köln.Ab 2000 arbeitete sie zunächst als Schnittassistentin, später als freiberufliche Filmeditorin für dokumentarische Formen.Seit 2003 realisiert sie Dokumentarfilme für Fernsehen und Kino, zahlreiche mit erfolgreicher Auswertung auf nationalen und internationalen Filmfestivals.

Sie ist Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor.

Recent Films:

2015 Besessen R: Dalia Al Kury

2014 Die Hüter der Tundra R: René Harder

2013 Raumfahrer R: Georg Nonnemacher

2012 Tour du Faso R. Wilm Huygen

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MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

 

Mittwoch 04.05.16

17:00 Uhr Kino 1101

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast //

Jonas Rothlaender und Dietmar Kraus 

Familie Haben

Regie/ Jonas Rothlaender • Montage/ Dietmar Kraus

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Ist unser Schicksal durch unsere Familie vorbestimmt? Vererben sich die immer gleichen  familiären Konflikte von Generation zu Generation weiter? Was muss passieren um diesen Teufelskreis durchbrechen zu können? Angetrieben von dem Vermächtnis seiner verstorbenen Großmutter Anne begibt sich der Filmemacher Jonas Rothlaender auf die Reise, den Zerwürfnissen seiner eigenen Familie nachzuspüren. Nach jahrzehntelangem Schweigen trifft er in Zürich seinen Großvater Günther, der im Laufe seines Lebens mehrere Millionen in riskanten Börsenspekulationen veruntreut hat, darunter auch das gesamte Vermögen seiner damaligen Ehefrau Anne. Günther lebt 90-jährig, schwerkrank und völlig verarmt in einem Altersheim und ist besessen von dem Gedanken, seine „Schuld“ zu begleichen bevor er stirbt. Er hat ein letztes großes Geschäft vor Augen.

Doch als Bettina, Jonas Mutter und Günthers Tochter, in Zürich erscheint

– in der Hoffnung sich endlich mit ihrem Vater zu versöhnen – ist Günthers Blick für das Wesentliche verstellt. Der Filmemacher begibt sich auf die Suche nach den Wurzeln dieser

scheinbar unheilbaren Zerwürfnisse und muss sich dabei immer schonungsloser mit den Konflikten der eigenen Familie auseinanderzusetzen. Seine Suche führt ihn von der Geschichte seiner Großeltern, über seine Mutter, bis hin zu seinem eigenen Leben.

 

www.familiehaben.de

 

Jonas Rothlaender

Geboren 1982 in Lübeck. Während der Schulzeit schrieb er Kurzgeschichten, die in verschiedenen Anthologien veröffentlicht wurden. Nach seinem Abitur im Jahr 2003 drehte er eigene Kurzfilme und arbeitete als Regieassistent bei Filmproduktionen. Von 2007 bis 2015 studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). In dieser

Zeit entstanden verschiedene Kurzfilme. Sein Kurzfilm DAS HEMD wurde für die Next Generation/ Short-Tiger Kurzfilmrolle nominiert und wurde seit den Filmfestspielen in Cannes 2011 bei verschiedenen Festivals weltweit aufgeführt. Während seiner Zeit an der dffb war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm FAMILE HABEN feierte 2015 seine Premiere auf dem Max-Ophüls-Preis und kam Anfang 2016 in die deutschen Kinos. FADO ist Jonas Rothlaenders Spielfilmdebut. Der Film hat den Preis für Beste Regie beim Achtung Berlin, den Preis für den Besten Langspielfilm beim Sehsüchte und den Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin für die Beste Regie beim Max Ophüls Festival gewonnen.

 

Filmografie:

2016 FADO – Kinofilm, StickUp Filmproduktion, rbb, DFFB

2015 FAMILIE HABEN – Kinodokumentarfilm, DFFB & Jonas Rothlaender

2014 AUF ANFANG – Kurzfilm, DFFB

2011 JAGDGRÜNDE – Kurzfilm, rbb & DFFB

2010 DAS HEMD – Kurzfilm, arte & DFFB

 

Dietmar Kraus

 

Geboren in Bayern und aufgewachsen in Südafrika, entdeckte Dietmar Kraus erst nach Umwegen als Altenpfleger und Journalist die Faszination der Filmmontage für sich. Von 1995 bis 2003 studierte er im Studiengang Montage an der Filmuniversität Babelsberg »Konrad Wolf« – damals noch Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) genannt. Seit 2004 ist er als freiberuflicher Filmeditor und Dozent tätig.

Von Oktober 2007 bis Februar 2009 war er Vertreter der Professur »Künstlerische

Montage/Digitale Montagepraxis« an der HFF Babelsberg. Er war auch Gastdozent an weiteren Bildungseinrichtungen in Deutschland, sowie in Myanmar und Ruanda.

Seit 2008 ist er Mitglied im Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. (BFS), und wurde im April 2016 in den Vorstand des Verbandes gewählt.

Seine Zusammenarbeit mit Regisseur Jonas Rothlaender begann 2011 bei dem RBB­Kurzfilm

Jagdgründe. Darauf folgten 2015 der Dokumentarfilm Familie Haben, und 2016 der Spielfilm Fado.

 

Filmografie (Auswahl):

 

2016: Fado – Kinospielfilm, Regie: Jonas Rothlaender

2015: Familie Haben – Kinodokumentarfilm, Regie: Jonas Rothlaender

2015: Automatic Fitness – Animationsfilm, Regie: Alberto Couceiro & Alejandra Tomei

2014: Kreide auf Beton – Kinodokumentarfilm, Regie: Julia Vogel & Helene Vogel

2013: Du bist dran… – TV­Spielfilm, Regie: Sylke Enders

2011: Jagdgründe – RBB­Movie, Regie: Jonas Rothlaender

2009: Deutschland 09 – Omnibusfilm, Episode »Schieflage«, Regie: Sylke Enders

2007: Mondkalb – Kinospielfilm, Regie: Sylke Enders

2007: Madonnen – Kinospielfilm, Regie: Maria Speth

2006: Der Stummfilmpianist – Kinodokumentarfilm, Regie: Ilona Ziok

2003: TV City – Animationsfilm, Regie: Alberto Couceiro & Alejandra Tomei

2002: Das Leben geht weiter – Doku­Drama, Regie: Mark Cairns

2002: Sand und Wasser – Dokumentarfilm, Regie: Shaheen Dill­Riaz

2001: In den Tag hinein – Kinospielfilm, Regie: Maria Speth

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 27.04.16
17:00 Uhr Kino 1104
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zu Gast //

Stefan Schwietert und Frank Brummundt

„Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared“

Regie/ Stefan Schwietert, Montage/ Frank Brummundt, Florian Miosge

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Stell dir vor, wir wachen morgen auf, und alle Musik ist verschwunden. Einfach so. Was bleibt uns, wenn das alles weg ist: Platten, iPods, Instrumente? Wenn wir auch nicht mehr wissen, was das überhaupt war: Musik? Er macht es vor: Bill Drummond. Der Mann, der mit The KLF einst die Popindustrie kaperte. Ein anarchischer Geist und ewiger Punk, der jetzt den grössten Chor der Welt leitet: The17, ein wechselndes Ensemble aus Laien, keine Noten und keine Proben. Stefan Schwietert begleitet Drummond, wie er immer neue Stimmen findet für seinen Chor: auf offenem Feld oder in einer Fabrik, im Schulzimmer oder in einem Pub. Es ist eine Reise an den Nullpunkt der Musik. Damit wir sie in aller Unschuld nochmals neu erfinden. Gemeinsam, in diesem Moment.

“Die Sinne schärfen, Auge und Ohr nach innen richten, um sich so der eigenen Wahrnehmung selber bewusst zu werden: Das ist Stefan Schwietert wieder besonders schön gelungen. Der Schweizer Wettbewerbsbeitrag «Imagine Waking Up Tomorrow and All Music Has Disappeared» verfolgt das Projekt der charismatischen schottischen Pop-Legende Bill Drummond, der Menschen von der Strasse und Menschen, die am Computer in Fabrikhallen arbeiten, zu einem weltweiten Chor vereinen will. Was als spleeniger Gag beginnt, vertieft sich zu einer wundersamen Odyssee hin zur Kraft der Musik. Wie der Film auf eine kreative Frustration des Publikums mit anschliessender Befreiung interaktiv hinsteuert, ist ein Clou – eine «vision du réel» vom Feinsten.” von M.Walter, Schweizer Fernsehen.

Stefan Schwietert zählt in Deutschland und der Schweiz zu den anerkanntesten Regisseuren von Kinodokumentarfilmen. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis, zwei Mal mit dem Schweizer Filmpreis und einer Nominierung für den europäischen Filmpreis. Die Filme fanden Verleiher in Europa, Nord- und Südamerika und erreichten mehrere hunderttausend Kinozuschauer.

Neben seinen Kinofilmen dreht Schwietert Dokumentationen für das Fernsehen und betreut im Auftrag von Produktionsfirmen Dokumentarfilmprojekte von Kolleginnen und Kollegen als Dramaturg. Stefan Schwietert ist Mitglied der AG DOK, der Deutschen Filmakademie, der Schweizer Filmakademie, des Schweizerischen Regieverbandes und des Fördervereins der DFFB Berlin. Jurytätigkeit für Festivals und Filmkommissionen.

Seit Oktober 2014 ist er Professor für Dokumentarfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Ausgewählte Kinofilme:

2011 BALKAN MELODIE
2007 HEIMATKLÄNGE
2004 ACCORDION TRIBE
2003 DAS ALPHORN
2000 EL ACORDEON DEL DIABLO 1996 A TICKLE IN THE HEART

Frank Brummundt ist freiberuflicher Filmeditor. Die von ihm montierte Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Friedrich-Wilhelm Murnau Preis. Er ist Mitglied der AG DOK und der Deutschen Filmakademie.

Ausgewählte Kinofilme:

2012-2014 WIEDERSEHEN MIT BRUNDIBAR R.: Douglas Wolfsperger
2014 HITLER UND JESUS – EINE LIEBESGESCHICHTE R.: Rosa von Praunheim
2009-2012 KNISTERN DER ZEIT R.: Sybille Dahrendorf
2007/2008 STANDESGEMÄSS R.: Julia von Heinz
2007 IM SCHATTEN DER BLUTRACHE R.: Andrea Schramm
2002/2003 KROKO R.: Sylke Enders

Im Anschluß an den Film führen wir mit den Filmschaffenden ein Gespräch.
Moderation: Gesa Marten und Susanne Foidl
Alle Mitglieder der Filmuni sind herzlich dazu eingeladen!

MONTAGEFORUM

Dienstag 19.04.16

17:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

 

Zu Gast //

Florentine Bruck

 

„AGHET – Ein Völkermord“

Regie/ Eric Friedler  Montage/ Florentine Bruck

 

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Der Dokumentarfilm AGHET (armenisch: “die Katastrophe”) erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs, dem Genozid an den Armeniern. Vor fast genau 101 Jahren, am 24. April 1915 begann mit der Verhaftung von 235 armenischen Intellektuellen, darunter 40 Ärzte und 10 Rechtsanwälte aus Konstantinopel (heute Istanbul), eine Massendeportation aus allen Provinzen, in denen Armenier lebten. Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich ermordet. Das Ziel der nationalistischen Jungtürken war ein christenfreies Großreich, und die Armenier als Volk zu vernichten.

Dieser erste durch die UN-Völkermordkonvention anerkannte Genozid wird in der Türkei von offizieller Seite bis heute abgestritten. Türkischen Bürgern, die sich für eine Anerkennung dieses Völkermords einsetzen, droht nach Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuches eine Geld- oder Haftstrafe. Wie konfliktbeladen das Thema des armenischen Genozids in der Türkei ist, zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

Der Film beruht auf Zitaten von Zeitzeugen, die von SchauspielerInnen in szenischer Darstellung vorgetragen werden (u.a. Gedeck, Klaußner, Milberg, Schüttler) und beleuchtet Beweggründe für das Verschweigen historischer Tatsachen. Der Verlauf des Völkermords wird durch Äußerungen führender Vertreter des Osmanischen Reiches, durch (damals neutrale) amerikanische Diplomaten und durch die Berichterstattung deutscher Militärs, sowie durch historische Berichte von Flüchtlingshelfern, Missionsschwestern und Journalisten bezeugt. Mit Originaldokumenten wird belegt, wie grausam und unmenschlich die Massaker und die Todesmärsche der Deportierten in die syrische Wüste sich entwickelten. Erwähnt wird aber auch, dass sich türkische Landräte und Polizeikräfte widersetzten.

Im Film wird auch das Desinteresse der Deutschen thematisiert, was ein mögliches Eingreifen ihrerseits anbelangt. Die Türkei war zu diesem Zeitpunkt Kriegspartner des Deutschen Reiches.

Der Film erhielt 2010 den Deutschen Fernsehpreis/Beste Dokumentation und 2011 einen Grimme-Preis.

aghet1915.wordpress.com

Florentine Bruck

1977 Abitur, danach Praktika im Schneideraum und im Geyer Kopierwerk

1978 Schnittassistentin bei Klaus Dudenhöfer

1984 bis 1991 Continuity, Regieassistenz und Sound Design

Seit 1993 als Filmeditorin tätig.

Langjährige Zusammenarbeit mit Hans-Christoph Blumenberg (Kino: “Rotwang muß weg!” 1993, “Beim nächsten Kuß knall ich ihn nieder” 1994, “Planet der Kannibalen” 2001 und “Warten auf Angelina” 2007 und TV: “Deutschlandspiel” 2000, “Der Aufstand” 2003 und “Die letzte Schlacht” 2004)

Ab 2005 Zusammenarbeit mit Gordian Maugg (“Denk ich an Deutschland in der Nacht” 2005, “Wir Schmidts” und “Hungerwinter” 2009

Weitere Produktionen u.a.:

2014 “Taxi”, Spielfilm (Regie: Kerstin Ahlrichs)

2012 ” Der Sturz – Honeckers Ende”, Dokumentarfilm (Regie: Eric Friedler)

2009 ” Spur der Bären”, Dokumentarfilm (Regie: H.-C. Blumenberg)

2008 ” Uomini D’onore”, Dokumentarfilm (Co Schnitt u. Dramaturgische Beratung, Regie:  Francesco Sbano)

2006 “Kinder der Flucht”, Doku – Drama Reihe (Regie: H.- C. Blumenberg)

2004 “Kanzleramt”, Serie

Kurze Lehraufträge an der IFS, Köln (2005) und der Bauhaus Universität, Weimar (2007/08).

1994-96 und 2004-08 Geschäftsführender Vorstand des BFS, Bundesverband Filmschnitt Editor.

Ab 14. April 2016 im Kino “Fritz Lang” mit Heino Ferch, Regie: Gordian Maugg

 

Montageforum am 5. 2. 2016

10:00 – 16:00 Uhr Kino 2115

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

IM GESPRÄCH MIT SUSAN KORDA

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Susan Korda grew up in New York City and Vienna, Austria, where she attended medical school before returning to New York to study filmmaking at CCNY.  She worked as an editor for over 20 years, and attributes the editing room for her creative and spiritual advancement.

With David Leitner, Korda directed and produced the award-winning documentary “Vienna is Different,” and from her 2-year Fulbright fellowship in Berlin, she produced the awarded personal documentary “One of Us.” This year Korda completed her short, narrative film, “Salomea’s Nose.”

Korda edited the Oscar™ nominated documentary “For All Mankind” and was editor and creative collaborator on Sandi Du Bowski’s ground-breaking “Trembling Before G-d.”

 

She was a producer on Emily & Sarah Kunstler’s “William Kunstler: Disturbing the Universe,” and story consultant on Alan Berliner’s “The Sweetest Sound” and “First Cousin Once Removed.”

 

Susan Korda taught at NYU and Columbia University and conducts editing and story-telling workshops in the U.S., Europe, Israel and South Africa. She travels extensively with a master class lecture on editing called Kill Your Darlings and is returning guest at Berlinale Talents.

www.berlinale-talents.de/bt/program/telelecture/1726

Es werden zwei Arbeiten von Susan Korda als Editorin und als Story Consultant gezeigt.


“FOR ALL MANKIND” 

Regie/ Al Reinert, Montage/Susan Korda

“In July 1969, the space race ended when Apollo 11 fulfilled President Kennedy’s challenge of “landing a man on the Moon and returning him safely to the Earth.” No one who witnessed the lunar landing will ever forget it. Al Reinert’s documentary For All Mankind is the story of the twenty-four men who traveled to the moon, told in their words, in their voices, using the images of their experiences. Forty years after the first moon landing, it remains the most radical, visually dazzling work of cinema yet made about this earthshaking event.

www.criterion.com

“THE SWEETEST SOUND”

Regie und Montage/ Alan Berliner, Story Consultant/Susan Korda

Alan Berliner’s uncanny ability to combine experimental cinema, artistic purpose, and popular appeal in compelling film essays has made him one of America’s most acclaimed independent filmmakers. The New York Times has described Berliner’s work as “powerful, compelling and bittersweet… full of juicy conflict and contradiction, innovative in their cinematic technique, unpredictable in their structures… Alan Berliner illustrates the power of fine art to transform life.”

www.kinolorber.com

In The Sweetest Sound, Alan Berliner is tired of being mistaken for people who might share his name and decides to rid himself of the dreaded Same Name Syndrome.

 

How do you convey the power, magic and mystery of names? The way they confer identity? How they function as compressed histories — a set of codes that tell us where we come from, who we are, who we were, or sometimes even who we might want to be? The only way I could figure out how to do it was to fully examine one name very closely. My own.” A.B.

Montageforum am 27.01.2016.

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 27.01.16

17:00 Uhr Kino 1104

Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

Zu Gast //

Anne Fabini

Bastian Günther

„CALIFORNIA CITY“

Regie/ Bastian Günther

Montage/ Anne Fabini

 „Ich wollte einen Film machen. Einen Film darüber, wie wir uns in einem System verloren haben und wie wir mit den leeren Hüllen und Versprechen einer Idee zurückgelassen wurden. Verlust, Leere, Krise und ihre Auswirkungen. Das waren für mich die zentralen Begriffe für den Film. Wenn man in California City gewesen ist, versteht man voll und ganz, warum der Begriff „Depression“ nicht nur in der Medizin sondern auch in der Wirtschaft verwendet wird. Für dieses Gefühl der inneren Leere ist California City ein nahezu perfektes Sinnbild.“    Bastian Günther

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In der kargen und unwirklichen Welt von „California City“ ist ein namenloser Held auf dem Weg durch das post-apokalyptische Gebiet der Immobilienkrise. Sein Auftrag ist es, die Swimmingpools der leeren und zwangsgeräumten Häuser von Moskitoplagen zu befreien.

Das Gebiet, das er durchstreift, sollte bereits in den 60er Jahren die größte Stadt Kaliforniens werden. Doch mit dem Platzen der Immobilienblase starb auch endgültig die Utopie von „California City“. Zurückgeblieben ist eine Geisterstadt – die Häuser der Wüstenstadt stehen leer, weil die Besitzer ihre Kredite nicht bezahlen konnten.

Die Mischung aus Dokumentarfilm, Essayfilm und Fiktion zeigt die gespenstischen Überreste einer unhaltbaren kapitalistischen Utopie. Die Sinnleere nach der Krise fordert neue Zielsetzungen. In CALIFORNIA CITY mündet sie in phantasierten Bewältigungsstrategien des isolierten Insektenjägers. Seine sich steigernde Melancholie ist der menschliche Gegenpart zur ökonomischen Depression.

Anne Fabini, wechselte Mitte der 1990er Jahre vom Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft zur Tätigkeit als Schnittassistentin und montierte eigenständig Kurzfilme von Studenten der DFFB. Seit 1999 arbeitet sie als freie Editorin gleichermaßen erfolgreich im Dokumentar- und Spielfilmbereich. Ihre Arbeit wurde mehrfach für den Besten Schnitt beim Deutschen Filmpreis nominiert (2009- BERLIN CALLING, 2013- MORE THAN HONEY, 2014- HOUSTON). Im Februar 2014 erhielt sie den Preis der Deutschen Filmkritik Bester Schnitt für HOUSTON.

Anne Fabini ist Mitglied der Jury Dokumentarfilm des First Steps Awards. Für den Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. moderiert sie regelmäßig Gespräche mit Filmeditoren in der Reihe ungeSCHNITTen.

Bastian Günther, 1974 geboren, studierte an der Universität in Köln und arbeitete währenddessen als freier Mitarbeiter bei WDR und Phoenix. Als Regieassistent fungierte er bei Martin Martschewski und Christian Petzold. 2000 bis 2006 absolvierte er ein Regiestudium an der dffb.

Sein Abschlussfilm “Ende einer Strecke” erhielt 2006 den First Steps Award. 2007 wurde Bastian Günthers Debütfilm “Autopiloten” bei der Berlinale uraufgeführt, der im selben Jahr den MFG Star erhielt. “Houston”, 2012 fertiggestellt, wurde beim Sundance Film Festival uraufgeführt und kam Ende 2013 in die deutschen Kinos.

MONTAGEFORUM/GEGENWARTSKINO

Mittwoch 27.04.16
17:00 Uhr Kino 1104
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Zu Gast //

Stefan Schwietert und Frank BrummundtIMAGINE

Das Gespräch wird von Gesa Marten moderiert.

„Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared“

Regie/ Stefan Schwietert Montage/ Frank Brummundt, Florian Miosge

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imaginewakinguptomorrowandallmusichasdisappeared.com

Stell dir vor, wir wachen morgen auf, und alle Musik ist verschwunden. Einfach so. Was bleibt uns, wenn das al- les weg ist: Platten, iPods, Instrumente? Wenn wir auch nicht mehr wissen, was das überhaupt war: Musik? Er macht es vor: Bill Drummond. Der Mann, der mit The KLF einst die Popindustrie kaperte. Ein anarchischer Geist und ewiger Punk, der jetzt den grössten Chor der Welt leitet: The17, ein wechselndes Ensemble aus Laien, keine Noten und keine Proben. Stefan Schwietert begleitet Drummond, wie er immer neue Stimmen findet für seinen Chor: auf offenem Feld oder in einer Fabrik, im Schulzimmer oder in einem Pub. Es ist eine Reise an den Nullpunkt der Musik. Damit wir sie in aller Unschuld nochmals neu erfinden. Gemeinsam, in diesem Moment.

“Die Sinne schärfen, Auge und Ohr nach innen richten, um sich so der eigenen Wahrnehmungselber bewusst zu werden: Das ist Stefan Schwietert wieder besonders schön gelungen. Der Schweizer Wettbewerbsbeitrag «Imagine Waking Up Tomorrow and All Music Has Disappeared» verfolgt das Projekt der charismatischen schottischen Pop-Legende Bill Drummond, der Menschen von der Strasse und Menschen, die am Computer in Fabrikhallen arbeiten, zu einem weltweiten Chor vereinen will. Was als spleeniger Gag beginnt, vertieft sich zu einer wundersamen Odyssee hin zur Kraft der Musik. Wie der Film auf eine kreative Frustration des Publikums mit anschliessender Befreiung interaktiv hinsteuert, ist ein Clou – eine «vision du réel» vom Feinsten.” von M.Walter, Schweizer Fernsehen.

Stefan Schwietert zählt in Deutschland und der Schweiz zu den anerkanntesten Regisseuren von Kinodokumentarfilmen. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis, zwei Mal mit dem Schweizer Filmpreis und einer Nominierung für den europäischen Filmpreis. Die Filme fanden Verleiher in Europa, Nord- und Südamerika und erreichten mehrere hunderttausend Kinozuschauer.

Neben seinen Kinofilmen dreht Schwietert Dokumentationen für das Fernsehen und betreut im Auftrag von Produktionsfirmen Dokumentarfilmprojekte von Kolleginnen und Kollegen als Dramaturg. Stefan Schwietert ist Mitglied der AG DOK, der Deutschen Filmakademie, der Schweizer Filmakademie, des Schweizerischen Regieverbandes und des Fördervereins der DFFB Berlin. Jurytätigkeit für Festivals und Filmkommissionen.

Seit Oktober 2014 ist er Professor für Dokumentarfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Ausgewählte Kinofilme

2011 BALKAN MELODIE
2007 HEIMATKLÄNGE
2004 ACCORDION TRIBE
2003 DAS ALPHORN
2000 EL ACORDEON DEL DIABLO 1996 A TICKLE IN THE HEART

Frank Brummundt ist freiberuflicher Filmeditor. Die von ihm montierte Filme wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Friedrich-Wilhelm Murnau Preis. Er ist Mitglied der AG DOK und der Deutschen Filmakademie.

Ausgewählte Kinofilme

2012-2014 WIEDERSEHEN MIT BRUNDIBAR R.: Douglas Wolfsperger
2014 HITLER UND JESUS – EINE LIEBESGESCHICHTE R.: Rosa von Praunheim 2009-2012 KNISTERN DER ZEIT R.: Sybille Dahrendorf
2007/2008 STANDESGEMÄSS R.: Julia von Heinz
2007 IM SCHATTEN DER BLUTRACHE R.: Andrea Schramm
2002/2003 KROKO R.: Sylke Enders