MONTAGEFORUM 27.01.2021 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Online via Zoom

THE HALFMOON FILES

(Australia, 2017, 78min, Documentary, English) >> website

Regie / … / Montage // Philip Scheffner

1915, im Ersten Weltkrieg nahm die ‚Königlich Preussische Phonografische Kommission’ die Stimmen von über Hundert Kolonialsoldaten auf Schellackplatten auf. 90 Jahre später folgt Philip Scheffner in einer experimentellen Spurensuche diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme. Wie in einem Memoryspiel, das bis zum Ende unvollständig bleibt, deckt er Bilder und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum Leben erwachen. Spiralförmig schrauben sich die Worte seiner Protagonisten ineinander.

Diejenigen, die den Aufnahmeknopf drückten an ihren Grammophonen, an ihren Foto- und Filmkameras, haben die offizielle Geschichte geschrieben. Mall Singh und die anderen Kriegsgefangenen aus dem Halbmondlager sind aus dieser Geschichte verschwunden.

Ihre Geister scheinen mit dem Filmemacher zu spielen, ihm aufzulauern. Die Handlung der Geschichte entgleitet dem Erzähler. Und die Geister lassen sich nicht vertreiben.


Die Dokumentation wurde mit vielen Preisen geehrt, u.a.: PRIX DES MEDIATHEQUES

(FID Marseille), DOKUMENTARFILMPREIS DES GOETHE INSTITUTS 2007 (Duisburger Filmwoche), BEST DOCUMENTARY (Mar del Plata Argentina)

Philip Scheffner

Seit 1986 lebt und arbeitet der Filmemacher, Video- und Sound Künstler in Berlin. Von 1991- 99 ist er Mitglied der Berliner Autorengruppe und Produktionsfirma „dogfilm“(Zusammen mit Jörg Heitmann, Bettina Ellerkamp, Ed van Megen, Merle Kröger). Zusammen mit Merle Kröger gründet er 2001 die Medien-Plattform und Produktionsfirma „pong“. Seit 2001 realisiert er verstärkt Arbeiten im Bereich experimentelle Musik / Klangkunst. 2007/08 wurde der Themenkomplex des Films „THE HALFMOON FILES“ als Ausstellungsprojekt im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien Berlin gezeigt.

MONTAGEFORUM 06.01.2021 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Online via Zoom

Jill Bilcock – Dancing the Invisible

(Australia, 2017, 78min, Documentary, English) >> Trailer

Regie Axel Grigor //
Montage Axel Grigor und Scott Walton

Jill Bilcock hat sich der Kreativität und dem Abenteuer verschrieben, sowohl in ihrem Leben als auch in ihrer Arbeit und das hat sie zu einer der gefragtesten Filmeditorinnen der Welt gemacht. Während Millionen von Menschen von ihrem Handwerk bewegt wurden, blieb sie relativ unbekannt. Axel Grigor zeichnet dokumentarisch nach, wie im Melbourne der 1960er Jahre eine engagierte und prononcierte Kunststudentin zu einer der bekanntesten Filmkünstlerinnen der Welt wurde. Mit einer Hintergrundgeschichte, die so bunt und überraschend ist wie Bilcocks Filme, und mit Kommentaren von Cate Blanchett, Baz Luhrmann, Shekhar Kapur, Phil Noyce und Fred Schepisi ist diese Dokumentation ein wunderbarer Einblick in die Kunst des Filmschnitts und den profunden Einfluss, den die Montage auf das Geschichtenerzählen hat.

Winner Audience Award – 2017 Adelaide International Film Festival
Winner Best Biography Doc – 2018 ATOM Awards
Winner Distinctive Work Prize – 2019 CHASS Awards
Nominee Best Feature Documentary – 2018 Australian Academy Awards

(Die Veranstaltung findet in deutscher und überwiegend enlischer Sprache statt //
The event will be held mostly in Enlish, partly in German)

Axel Grigor

Der schwedisch-australische Filmeditor ist Absolvent der Griffith University Queensland College of Art. Seine Arbeiten als Editor wurden vielfach ausgezeichnet und international auf Festivals gezeigt. (u.a. IDFA, Tribeca Film Fest). Er ist Mitglied der Australian Academy of Cinema and Television Arts (AACTA) und der Australian Screen Editors Guild (ASE) und lehrt derzeit im Master of Visual Arts an der Griffith University.

Filmographie (Auswahl)

Ella, 2016 (Melbourne Int. Festival)

Frackman, 2015 (Winner Balinala Indonesia, Byron Bay Film Festival, Australia, DOCNYC)

The Trouble With St Mary’s, 2011 (Brisbane Int. Film Festival)

My America, 2011 (Sydney Film Festival)

Donkey in Lahore, 2007/2009 (IDFA, Noor Film Festival USA)

MONTAGEFORUM 20.01.2021 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Online via Zoom

Drift

(D 2017, 95min) >> Trailer

Regie, Montage // Helena Wittmann

Der subtil kühne erste Spielfilm der Filmemacherin und Künstlerin Helena Wittmann folgt den Freundinnen Theresa, einer Deutschen, und Josefina, einer Argentinierin, die ein gemeinsames Wochenende an der Nordsee verbringen, lange Strandspaziergänge machen und an Imbissbuden einkehren. Schließlich trennen sich ihre Wege – Josefina kehrt zu ihrer Familie nach Argentinien zurück und Theresa überquert den Atlantik in Richtung Karibik – und der Film entwickelt sich zu einer fes- selnden und delikaten Meditation über die Poetik des Raums. Selbstbewusst an die Arbeit von Michael Snow erinnernd und von Wittmann selbst meisterhaft fotografiert, ist Drift zugleich kosmisch und intim.

Two women spend a weekend together at the North Sea. Walks on the beach, fish buns at a snack stand, mobile weather forecasts. Sky, horizon, water. One of them will soon return to her family in Argentina, whereas the other one will try to come a step closer to the ocean. She travels to the Caribbean and the unknown makes her vulnerab- le. Then, the land gets out of sight. On a sailing vessel she crosses the Atlantic Ocean. One wave follows the other, they never resemble. Thoughts go astray, time leaves the beaten track and the swell lulls to deep sleep. The sea takes over the narration. And when she reappears, the wind is still in her hair while the ground beneath her feet is solid. She returns and the other one could ask: „Have you changed?“

Helena Wittmann

Helena Wittmann studierte Spanisch und Medienwissenschaften in Erlangen und Hamburg. 2014 machte sie ihren Abschluss an der HFBK Hamburg. Ihre Arbeiten, darunter die Kurzfilme WILDNIS (2013) und 21,3°C (2014), wurden international in Ausstellungen und auf Filmfestivals gezeigt. Für ihren ersten Spielfilm DRIFT arbeitete sie eng mit der Anthropologin Theresa George und der Musikerin Nika Breithaupt zusammen. 

Filmographie (Auswahl)

ANTHONY MCCALL: CROSSING THE ELBE (2015)

21,3°C (2014)

WILDNIS (2013)

KREISEN (2010)

MONTAGEFORUM 02.12.2020 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Online via Zoom

Endzeit

(BRD, 2018, 90 min, Fantasy) >> Trailer

Regie Carolina Hellsgård // zu Gast Ruth Schönegge

In Weimar und Jena leben die letzten Menschen jeweils hinter Mauern, die stark an den Kalten Krieg erinnern – und an die neuen Mauern, die Geflüchtete aus Europa heraushalten sollen. So auch Vivi (Gro Swantje Kohlhof), die völlig traumatisiert von der Zombie-Apokalpyse ist, und Eva (Maja Lehrer), eine eher pragmatische und noch dazu nicht zimperliche Zombiekillerin, die das Beste aus der Situation macht. Beide kennen sich nicht, finden sich aber bald gemeinsam auf der Flucht wieder. Sie wollen nach Jena, wo man nach einem Zombie-Gegenmittel forscht und, so heißt es, man als Überlebender etwas menschlicher behandelt wird als in Weimar. Versteckt in einem Versorgungszug, der beide Städte verbindet, soll es in die andere Stadt gehen, doch der Zug bleibt im ostdeutschen Niemandsland stecken. Nun sitzen die beiden jungen Frauen mitten in der Zombie-Hölle fest.  Die Weimar r Autorin Olivia Vieweg, auf deren gleichnamiger Graphic Novel der Film basiert, gibt ihr Drehbuchdebüt, das 2015 mit dem Tankred Dorst Preis ausgezeichnet wurde. (Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt // The event will be held in German language)

Ruth Schönegge

LEBT UND ARBEITET IN BERLIN.

1997-2000Studium der Psychologie an der FU Berlin
2000Praktikum Webdesign bei city.scope
2000-2002Studium Mediendesign bei L4
2002Diplom Mediendesign
 freiberufliche Editorin/Mediendesignerin
 Dozententätigkeit: 
L4 – Institut für digitale Kommunikation
UdK Berlin 
2005-2010Studium der Montage an der
Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, Babelsberg
März 2011Abschluss Diplomschnittmeisterin
2011-2013Lehrkraft im Studiengang Montage an der 
Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, Babelsberg
seitherfreie Filmeditorin

Dozentin für Filmmontage:
Filmuniversität Konrad Wolf
Royal Danish Academy of Fine Arts Copenhagen

Filmographie (Auswahl)

Sunburned, Kinospielfilm, D 2019, 90 Minuten

Endzeit, Kinospielfilm, D 2018, 90 Minuten

Mossul – Die Ruinen des ISTV-Reportage, D 2018, 50 Minuten

Original Sin, Multi-Kanal Videoinstallation, D 2017, 70 Minuten

  • Konzept: Susanne Sachsse
  • Mit: Xiu Xiu, Susanne Sachsse, Vaginal Davis, Marc Siegel

MONTAGEFORUM IM Winter 2020

steht noch immer im Zeichen der Pandemie. Daher werden wir das Forum in die virtuelle Welt transcodieren. Zoom- Gespräch und Film- Stream. Wir werden an dieser Stelle die Termine bekannt geben. Wenn Ihr teilnehmen möchtet und nicht auf unserer mailing-Liste steht, bitten wir um Anmeldung. An welche Adresse, werden wir dann jeweils bekannt geben.

is still dominated by the pandemic. Therefore we will transcode the forum into the virtual world. Zoom- talk and film- stream. We will announce the dates at this point. If you want to participate and are not on our mailing list, please register. To which address we will announce the dates.

Bleibt tapfer & gesund! Stay brave & healthy!

Sirko & Susanne

Montageforum im Sommer 2020

kann leider nicht stattfinden. Wir bleiben zuversichtlich, dass wir im Wintersemester 2020 weitermachen können.

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Alles Gute, bleibt gesund!

Sirko & Susanne

MONTAGEFORUM 18.12.2019 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

Dreamaway

Ägypten, Deutschland | 2018 | Dokumentarfilm | 86 Minuten | arabisch, englisch, russisch | (DCP) >> Trailer

Regie // Johanna Domke & Marouan Omara

Montage // Gesa Jäger, Louly Seif

zu Gast // Gesa Jäger // Johanna Domke

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Die ägyptische Touristenhochburg Scharm el-Scheich ist trotz Traumstränden und Wellnesstempeln nach Unruhen und IS-Terror weitgehend leer: Im Luxushotel spielt der DJ vor verlassener Tanzfläche, der Pool liegt still vor der Choreographie des Animationsteams. Ob im Housekeeping, als lebende Statue, Kellner oder Animateurin – die Angestellten kämpfen nicht nur mit drohender Arbeitslosigkeit, sondern auch mit der kulturellen Kluft heimischer Tradition und westlicher Lebensweise. Lebensrealitäten, Sehnsüchte und Notlagen prallen hier aufeinander, wo sich vor verwaisten Kulissen poetische Melancholie und abgeklärter Zynismus treffen.

Gesa Jäger und Louly Seif gewannen für ihre Arbeit an diesem Film, den „Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm“ beim diesjährigen Filmplus Festival.

„Der mit 7.500 Euro von der Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst dotierte Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm wurde an Gesa Jäger und Louly Seif vergeben für die Montage des Dokumentarfilms „Dreamaway“. „Der Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm geht an zwei Editorinnen, die einen Film montiert haben, der als Dokumentarfilm gestartet ist, als solcher in Ägypten nicht gedreht werden durfte, um dann als dokumentarischer Hybrid seine Form zu finden. Mit viel Poesie legt ihre Arbeit die vielfältigen Ebenen des Films offen. Die kluge, nicht vorhersehbare Montage verwebt innovativ die einzelnen Stränge und kreiert das Bild der Sehnsucht einer Generation. Im sehr bewussten Spiel mit dokumentarischen und fiktionalen Elementen vermitteln Gesa Jäger und Louly Seif einen ebenso berührenden wie authentischen Einblick in die Lebenswirklichkeit der Protagonistinnen und Protagonisten von ‚Dreamaway‘.“, so die Jury um Yana Höhnerbach (Filmeditorin, Vorjahrespreisträgerin), Imogen Kimmel (Regisseurin), Daniela Praher (Produzentin), Börres Weiffenbach (Kameramann) und Fritz Wolf (Filmjournalist).“ (www.filmplus.de)

Gesa Jäger (BFS)

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Während des Studiums der Geschichtswissenschaften entdeckt sie durch ein Praktikum beim Fernsehen ihre Leidenschaft für Schnitt und absolviert daraufhin eine Ausbildung zur „Fachkraft für Film- und EB-Schnitt“ beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.

Im Anschlus zieht es sie 2008 zum Studium der Montage an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, wo sie mehrere Kurz- und Dokumentarfilme schneidet.2013 diplomiert sie mit dem Kinospielfilm „LOVE STEAKS“, für den sie u.a. 2014 auf dem film+ Festival mit dem NRW Schnitt Preis Spielfilm ausgezeichnet wird.

2019 zeichnen die Filmkunsttage Sachsen-Anhalt sie mit dem Filmkunstpreis Sachsen-Anhalt/Special Schnitt aus und widmen ihr eine Werkschau. Im selben Jahr erhält sie den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm des film+ Festivals für ihre Arbeit an „Dreamaway“.

Filmografie (Auswahl)

2019 Unorthodox | Folge 2 & 3 | Serie | Maria Schrader | 55′
2019 Frau Jordan stellt gleich | Folge 4 & 6-10 | Serie | Fabian Möhrke | 25′
2018 Another Reality | Dokumentarfilm | Noël Dernesch / Olli Waldhauer | 96’
2018 You are wanted | Staffel 2, Folge 6 | Serie | M. Schweighöfer / B. Jasper | 50’
2017 Dreamaway | Dokumentarfilm | Johanna Domke, Marouan O’mara | 87’
2017 SOWAS VON DA | Spielfilm | Jakob Lass | 91′
2016 Luft | Spielfilm | Anatol Schuster | 90′
2016 TIGER GIRL | Spielfilm | Jakob Lass | 90′
2015 Kein Weg zurück | Dokumentarfilm | Britt Beyer | 45′
2015 Vater. Mutter. Ich. | Dokumentarfilm | Nadja Bobyleva | 75′
2014 Happy Hour | Spielfilm | Franz Müller | 94′
2014 Ein idealer Ort | Kurzfilm | Anatol Schuster | 40′
2013 LOVE STEAKS | Spielfilm | Jakob Lass | 89′

Schnitt-Preise / Nominierungen

2019 Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm, film+ für Dreamaway
2019 Filmkunstpreis Sachsen-Anhalt/Special Schnitt
2017 Nominierung Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, film+ für TIGER GIRL
2014 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, film+ für LOVE STEAKS
2014 „Outstanding Achievement in Editing”, First Time Fest New York für LOVE STEAKS
2013 Best Editing, L.A. Movie Awards für You missed Sonja

andere Preise

LOVE STEAKS

Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Regie
Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion
Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Schauspiel
Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Drehbuch
Filmfestival Max Ophüls Saarbrücken 2014 – Max Ophüls Preis
International Film Festival Rotterdam 2014 – Lions Film Award
Saas-Fee Filmfest 2014 – Wettbewerb – Bester Film
First Time Film Fest New York 2014 – Grand Prize
Sehsüchte Potsdam 2014 – Produzentenpreis II
International Film Festival Varna 2014 – Goldene Aphrodite
Deutscher Filmpreis 2014 – Nominierung – Bester Film

EIN IDEALER ORT
Berlinale 2015 – Perspektive Deutsches Kino – DFJW-Award Dialogue en perspective

LUFT

Festival des deutschen Films Ludwigshafen 2017 – Besondere Auszeichnung
Starter Filmpreis der Stadt München 2018
Tel Aviv International LGBT Film Festival 2018 – Promising Director Award
Qfest Houston 2018 – Freedom of Vision Award

DREAMAWAY
Festival International de Films de Fribourg 2019 – Critics’ Choice Award

Luxor African Film Festival 2019 – Bronze Prize for Best Artistic Contribution

ANOTHER REALITY
DOKfest München 2019 – Publikumspreis

Johanna Domke

JDomke

Johanna Domke wuchs in Deutschland und Argentinien auf und studierte zunächst Freie Kunst in Skandinavien und später Film an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Ihre Filme bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Dokumentar- und Spielfilm und sind sowohl in Ausstellungen als auch im Kino zu sehen. Mit CROP und Dreamaway sind ihr zwei mutige und künstlerisch anspruchsvolle Dokumentarfilme gelungen, die auf internationalen Filmfestivals prämiert wurden.

Sie ist Autorin und Produzentin der Produktionsfirma Pulverfilm, die Dokumentarfilme für TV, Kino und Internet produziert. Sie wurde von Institutionen wie der Biennale di Venezia, Hot Docs-Blue Ice Fund, IDFA Bertha Fund and Catapult Film Fund unterstützt. Ihre Filme werden u.a. vom Arsenal Institut Für Film und Videokunst e.v. Berlin und Real Fiction Filmverleih vertrieben. Sie lehrt in Fotografie, Medienkunst und Film an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Skandinavien und forscht an film- und medientheoretischen Themen.

Filmografie

2018 “ Dreamaway” mit Marouan Omara, Dokumentarfilm, WDR Co-Produktion, 82 min, DE/EG 2013 “CROP” mit Marouan Omara, Dokumentarfilm, 48 min E/EGY
2011 ”Untitled-Epilog” experimenteller Spielfilm, 92 min US/DE
2010 “100% WOOL” Kurzfilm, 15 min DE/TR/DK

2010 ”Man kenenki” mit Fatou Kande, Dokumentarfilm, 32 min DE/SEN/DK 2009 “Søen i spejlet” Kurzfilm, 18 min DE/DK

Preise

2019 Shortlisted for Oscar nomination, national selection from Egypt for Dreamaway
Special mentioning at the Tripoli Film Festival, Libanon, Dreamaway
Kritikerpreis des International Filmfestivals Fribourg, CH, für „Dreamaway“
Preis für beste Künstlerische Leistung des Luxor International Filmfestivals für „Dreamaway“

2014 Klaus-Wildenhan-Preis des Dokumentarfilmfestivals Hamburg für “CROP”
„Goldener Schlüssel“ lobende Erwähnung des Kasseler Dokumentarfilmfestivals für “CROP” Honorable mention at the CinemAfrica Festival, Stockholm, Sweden für “CROP”

2010 Bremer Videokunst Förderpreis, Bremen, D
2006 Award of the International Video Art Forum, Hamburg, D
2003 ZKM International Media Art Award 2003, Audience Award, Karlsruhe, D

MONTAGEFORUM 29.01.2020 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

Golden Age

(Schweiz, 2019, 85 min, DOK) >> Trailer

Regie // Beat Oswald

zu Gast // Lena Hatebur

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Wer behauptet hohes Alter sei gleichbedeutend mit Langeweile? Golden Age öffnet die Türen des Palace, eines Altersheims in Miami, das seinesgleichen sucht. Der Ort, der mit seinen Vergoldungen, funkelnden Kronleuchtern und Marmorböden auf halbem Weg zwischen einem Luxushotel und einer amerikanischen Kopie von Versailles liegt, wird von seinen Bauträgern als das schönste Altersheim der Vereinigten Staaten präsentiert. Die Bewohner werden von einer Armee von Mitarbeitern umsorgt, die in einem Ambiente des nie enden wollenden Fests auf jede Laune eingehen. Luxus, Extravaganz und Unterhaltung im Überfluss, die jedoch nicht ausreichen, die Bewohner ihre Ängste vergessen zu lassen. Sie täuschen auch nicht über die Absichten der Investoren hinweg, für die das Alter vor allem eine Einnahmequelle und ein boomender Markt ist. Golden Age nimmt uns mit in dieses barocke Universum, in dem versucht wird, die Angst vor dem Tod mit haufenweise Dollars abzuschaffen, und stellt inmitten eines atemberaubenden Wirbelsturms der optischen Eindrücke unsere Beziehung zum Alter in ihrem universellsten Aspekt in Frage.
(Céline Guénot-Visions du Reel)

Lena Hatebur (BFS)

Lena

Lena Hatebur arbeitet seit 2008 leidenschaftlich als professionelle Film Editorin
Sie hat einen Bachelor of Arts in Berlin gemacht, bevor sie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg ihr Diplom als Schnittmeisterin im Jahr 2013 mit Auszeichnung abschloss.  Seitdem arbeitet sie als freiberufliche Editorin.
Ihre Arbeiten wurden international auf Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Dass sie Musikerin ist zeigt sich in ihrer detaillierten Aufmerksamkeit für Rhythmus und Inhalt während des Schnitts.

mehr über Lena: https://www.lenahatebur.com

oder auf: https://bfs-filmeditor.de/profil/lena-hatebur/

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MONTAGEFORUM 4.12.2019 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

The Dazzling Light of Sunset

(Georgien, 2016, 74 min, GEO) >> Trailer

Regie: Salomé Jashi // Montage: Derek Howard

zu Gast: Ketevan Kipiani

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The film takes a small town television station as the centerpiece of its story and draws a pseudoethnographic portrait of a community in Georgia. Rituals and traditions define the lifestyle here, though a distant crooked reflection of the modern world has already invaded the collective mind. Here performance of one’s self in the best possible way is of primary importance. This cinematic kaleidoscope of characters, places and events unveils the life of the local community and its hybrid values. The sole journalist of the television station, Dariko, is like Virgil from Dante’s ‘Divine Comedy’, taking the audience on a trip through the community’s moments of revelation.

Salomè Jashi and Anna Dziapshipa founded 2008 ‚Sakdoc‘, a documentary film production company in Georgia. It aims to depict the transitional period that Georgia is now undergoing from being a Soviet state to becoming a ‚European‘ country. Sakdoc states: „We believe that there are number of topics, places and people that will not exist in Georgia in a few years and which are worth and even essential to film before the opportunity fades away [but it will never fade away].“

Ketevan Kipiani

Ketevan Kipiani first studied sociology and later got her master degree in Cultural studies from Jagiellonian university of Cracow.

She joined Sakdoc team in 2011 which is a production company based in Tbilisi, Georgia. Since then Ketevan works as an assistant director and producer for documentary and feature films. Alongside filmmaking she runs the several projects organised by Sakdoc Film that supports the development of documentary filmmaking in Georgia and South Caucasus. Right now she is working on two ongoing documentary projects as a line producer.

During this term she is passing an internship at the Filmuniversity Babelsberg. She will speak about the situation for independent filmmaking in Georgia, its perspective toward Europe and the circumstances of the production of „The Dazzling Light of Sunset“.

 

MONTAGEFORUM 27.11.2019 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101 Im Stillen Laut

(BRD, 2019, 72 min, D) >> Trailer

Buch/Regie: Therese Koppe

Montage: Evelyn Rack

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Erika und Tine sind 81 Jahre alt und seit 40 Jahren ein Paar. Die beiden Frauen leben auf einem selbst ausgebauten Hof in Brandenburg und schauen auf ein bewegtes Leben zurück. In der DDR mussten beide um persönliche und künstlerische Freiräume kämpfen und rangen täglich mit dem Sozialismus, erst recht aber mit dessen real existierenden Widersprüchen. Anders als andere DDR-Kulturschaffende, die an der Ablehnung ihrer Kunst und Ideen zerbrachen, blicken beide heute humorvoll auf die vielfältigen Dokumente ihres Lebens und kontextualisieren und konterkarieren die zahlreichen Stasiakten mit ihren eigenen Erinnerungen, Fotos, Gemälden, Skulpturen und Texten. Sie nutzen die Gespräche mit der jungen Regisseurin, um einen genauen Blick in die eigene (DDR-)Vergangenheit, aber auch in die Nachwendezeit, in Gegenwart und Zukunft zu werfen.

Was vermag Kunst in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten? Wie kann man sich selbst, der Kunst und den eigenen Idealen treu bleiben? Wo sind Frauen bis heute konfrontiert mit struktureller Benachteiligung? Wie lassen sich gemeinsam gesellschaftliche Missstände ausräumen? Indem der Film ganz selbstverständlich bei seinen Protagonistinnen bleibt, gelingt eine betörend klare Erzählung über Freiheit, Autonomie, Kreativität und Sozialität – und nicht zuletzt eine wunderbare Ode an die Liebe.

(Dok-Leipzig Luc-Carolin Ziemann)

Evelyn Rack

Evelyn Rack ist Filmeditorin und freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie hat an über 20 ambitionierten Filmen mitgewirkt, wie dem vielfach ausgezeichneten Film „Chaja & Mimi“ (2013) und „Sekundenschlaf“ (2017, Nominierung First Steps Award). Ihre eigenständigen künstlerischen Arbeiten wurden in verschiedenen europäischen Ländern ausgestellt. Ihre interaktive, multimediale Ausstellung „Add your Heroine!“ wurde 2017 mit einem Amadeu Antonio Preis ausgezeichnet. Evelyn ist Absolventin des Masterstudiengangs Montage der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.