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MONTAGEFORUM 05.07.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Rune Schweitzer

Sonita

Regie// Rokhsareh Ghaem Maghami,

BRD/Iran/Schweiz 2015, 91 min

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Die 19-jährige Sonita ist gebürtige Afghanin, die in den Iran migriert ist. Allerdings steht sie allein da, will ihre Familie sie doch zu einem Preis von 9000 Dollar an einen unbekannten Ehemann verkaufen. Hinzu kommt, dass sie keine konventionelle Schulbildung aufweisen kann und sich illegal im Iran aufhält. Doch das von der Regierung unregistrierte Mädchen hat Träume jenseits dieser Grenzen: Sonita möchte Rapperin werden. Dass sie damit die erste afghanische Rapperin ist, verstärkt nur noch die Wirkung, die sie erzielen möchte: Unabhängigkeit und Freiheit. Indem sie ihre Geschichte in ihren Liedtexten erzählt, möchte sie zum einen auf das ihrige Problem und das unzähliger weiterer Mädchen aufmerksam machen. Gleichzeitig kann sie eine Tätigkeit als Rapperin auch aus der familiär arrangierten Zwangsheirat befreien. Auf dem “International Documentary Filmfestival Amsterdam“ feierte die Co-Produktion aus Schweiz, Deutschland und Iran im November 2015 Weltpremiere. Auf dem renommierten Sundance Film Festival erhielt der Film sowohl den Publikumspreis, als auch den großen Preis der Jury.

Rune Schweitzer

Seit dem Studium der Filmmontage an der Filmuniversität Babelsberg ist Rune Schweitzer als Editorin tätig. Sie montiert vorwiegend abendfüllende Filme, die im Kino und auf Festivals gezeigt werden.

Zweimal war sie für den Filmplus Schnittpreis nominiert: mit den Filmen MASTER OF THE UNIVERSE und SONITA. MASTER OFT HE UNIVERSE, eine Zusammenarbeit mit Hansjörg Weißbrich, erhielt den Europäischen Filmpreis.

 


Fünf Sterne Kino-Dokumentarfilm / 77’ Regie: Annekatrin Hendel D 2017 it works!

Berlinale 2017, Panorama Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Wer ist Oda Jaune? Kino-Dokumentarfilm / 75’ Regie: Kamilla Pfeffer D 2016 Gebrueder Beetz / khm / K. Pfeffer

Berlinale 2016, Perspektive Deutsches Kino Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Sonita Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami D/IRAN/CH 2015 TAG/TRAUM / R. Ghaem Maghami,

Nominierung Schnittpreis Filmplus 2016 Publikumspreis & Jugendjury Preis, IDFA 2015 Grand Jury Preis & Publikumspreis, Sundance 2016 Nominierung Independent Spirit Award 2017


Coming of Age Dokumentarfilm / 63’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2014 STEPS Production / dffb

Berlinale 2015, Generation Open Doors Preis, Locarno 2014 IDFA 2015, Student Competition Großer Preis, Trento Film Festival 2015


Himmelverbot Kino-Dokumentarfilm / 86’ Regie: Andrei Schwartz D/R 2013 TAG/TRAUM / Libra Filmproductions

DOK Leipzig, deutscher Wettbewerb 2014 Vornominierung Deutscher Filmpreis 2016 Gewinner Astra Film Festival, Sibiu 2015 DEKALOG Filmpreis 2015


Master of the Universe Kino-Dokumentarfilm / 88’ Regie: Marc Bauder Schnitt gemeinsam mit Hansjörg Weißbrich D/A 2013 bauderfilm / NGF Geyrhalterfilm,

Jurypreis Semaine de la Critique, Locarno 2013, Nominierung Schnittpreis Filmplus 2014 Eröffnungsfilm DOK Leipzig 2013 IDFA 2013 Preis der deutschen Filmkritik 2014 Nominierung Deutscher Filmpreis 2014 Europäischer Filmpreis 2014


Die Pfandleiher Dokumentarfilm / 81’ Regie: Stanislaw Mucha D 2011 TAG/TRAUM

DOK München, deutscher Wettbewerb 2012 Gangster Project Fiction-Doku-Film / 55’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2011 Day Zero / dffb Internationales Filmfestival Rotterdam 2012 Gewinner Festival de Cine Africano de Córboda 2012 FID Marseille 2011, Internationaler Wettbewerb Screening Centre Pompidou 2012


BRASCH  Das Wünschen und das Fürchten Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Christoph Rüter D 2011 TAG/TRAUM Berlinale 2011

Panorama Internationales Dokumentarfilmfestival München 2011 Nominierung BLM Filmpreis 2011


Auf der sicheren Seite Kino-Dokumentarfilm / arte Themenabend / 82’ Schnitt gemeinsam mit Gesa Marten Regie: Corinna Wichmann, Lukas Schmid D 2009 TAG/TRAUM

Eröffnungsfilm Stranger than Fiction 2010


32 A Kino-Spielfilm / 87’ Regie: Marian Quinn IRE/D 2007 janey pictures / Flying Moon

Bester Debutfilm, Galway Film Fleadh 2007 Berlinale 2008, Generation


jeder schweigt von etwas anderem Kino-Dokumentarfilm / 72’ Regie: Marc Bauder D 2006 bauderfilm

Eröffnungsfilm Duisburger Filmtage 2006 Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2007 Berlinale 2007, Panorama Jurypreis für Menschenrechte, Dokumentarfilmfestival Kiew 2008


sportfrei Dokumentarfilm / 13’ Regie: Anna Klammroth D 2000 HFF Potsdam

Nominierung deutscher Schnittpreis 2000 Gewinner dt. Wettbewerb, Kurzfilmfest Oberhausen 2000 Deutscher Filmkritikerpreis 2000 SBS Television Eatcarpet Award, Flickerfest Sydney 2001 Gewinner Kategorie Studentenfilm, Sportfilm Librec 2001 Vorführung Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 2002


 

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MONTAGEFORUM 28.06.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Anna-Lena Engelhardt

ELA – Skizzen zum Abschied ”

Regie// Oliver Adam Kusio, BRD 2017, 26 min

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Zusammen mit ihrer älteren Schwester Janina und ihrem Neffen Mikołaj lebt Ela unter prekären Verhältnissen in der polnischen Provinz. Ihr Alltag dreht sich permanent um Familie und Arbeit: jede Nacht schiebt sie Schichten in einer Industriewäscherei, um die kleine Familie mit durchzubringen. Liebe und Geborgenheit erfährt sie vor allem bei dem Wäschefahrer Jakub, mit dem sie seit vielen Jahren zusammen ist. Doch Ela hat einen Traum: wie viele junge Polen will sie aus der Plattenbausiedlung ausbrechen und in den Westen ziehen, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Obwohl sie seit Monaten für ein Flugticket nach Irland spart, hadert sie immer wieder mit dem Entschluss, wegzugehen. Ihren Neffen Mikołaj, der seine Tante vor den Mitschülern bis auf’s Blut verteidigt, will sie nicht alleine zurücklassen. Und obwohl Jakub sie bei der Reise finanziell unterstützen möchte, kann er nicht umhin, seine Verachtung für Elas Traum von der „goldenen Welt“ zu zeigen. Lediglich ihre Schwester Janina drängt Ela, ihren Träumen hinter den Horizont zu folgen .Am Ende stehen nicht Sehnsucht und Familientreue, sondern die unsentimentale und fast selbstverständliche Erkenntnis, dass auch die großen Geschichten von der Liebe in einer kleinen Welt auserzählt sind – und neue Geschichten anderswo gefunden werden müssen.

Im Schneideraum – wie auch beim Dreh – spielte sich eine ähnlich jazzige Herangehensweise ab. Auch hier diente ein Skript als Stütze, dennoch nur als bloßes Skelett, das zunächst durch feinfühlige Beobachtungen des eindringlichen Schauspiels erste Form annahm, sich dann durch einzelne kleine sprachliche Bausteine poetisch zusammensetze. Viele Skizzen, Karteikarten und Musik zur Orientierung und dazu Bilder mit Händen, Berührungen, Blicken, sowie Wörtern und Natureinflüssen, die bei Improvisation zart eingefangen wurden und einer Montage, auf Emotion basierend, bilden eine Art Kaleidoskop, das jedem Beobachter etwas Spielraum gibt, sich seine eigene Form zusammenzusetzen.

Anna-Lena Engelhardt wurde 1987 in Calw geboren und studierte Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln, Kunstpädagogik und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.

Während ihrer Studienzeit verwirklichte sie einige visuell- künstlerische Arbeiten, den Dokumentarfilm TAKTGEFÜHL und arbeitete nebenbei in der Videoredaktion des Universitätsmarketing.

2014 erhielt sie ein Stipendium für eine Feldforschung auf der indonesischen Insel Nias und kuratierte dort eine Museumsausstellung mit eigenen fotografischen und filmischen Arbeiten.

Anschließend montierte sie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF im Studiengang Montage die analoge dokumentarische Übung DIORAMA und die Kurzfilme ANDY IST MEIN FREUND, GRAUE STUNDE und ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Regisseur Oliver Adam Kusio, sowie die Kurzfilme KOSMOSMAA und KIMCHI (AT).

MONTAGEFORUM 21.06.2017 Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast // Uli Reuter //  Damian Scholl

“Beuys – Bonus Tracks”

Ein Montageforum der besonderen Art.

Prof. Ulrich Reuter (Filmmusik) und Damian Scholl (Filmmusik) geben uns einen tiefen Einblick in den künstlerischen Prozess ihrer Zusammenarbeit an der eigens für „Beuys“ komponierten Musik.

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Jeder der Musikeinsätze bot auf unterschiedliche Art eine Vielzahl von unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten, wie die Musik sich zum Material, zum Inhalt, zur Struktur und zum Text u.v.m. verhalten konnte. Und: Fallen, in die man tappen konnte. Wir werden versuchen, das Finden unserer jeweiligen musikalischen Lösung für einige der interessantesten Passagen nachvollziehbar zu machen, zeigen Zwischenergebnisse und werden vor allem die Kommunikation im Prozess mit dem letztlichen musikalischen Ergebnis zusammenzubringen.

Natürlich ist es als Voraussetzung günstig, den Film bzw. das Montageforum am 7.6. gesehen zu haben – allerdings ist das zum Verständnis der Veranstaltung keine zwingende Voraussetzung.

Zum Film:

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

“Beuys selbst und sein Werk legen hier Zeugnis ab – übrigens mit einem großartigen Soundtrack von Ulrich Reuter und Damian Scholl.”

Knut Elstermann / MDR Kultur bzw. Radio1 rbb

Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“
Mannheimer Morgen

Montageforum 14.06.2017 Filmuniversität Babelsberg  17:00 Uhr // 1101

zu Gast// Gergana Voigt

Mängelexemplar

(D, 2016, 111 min, R: Laura Lackmann)

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Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss. Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.

Für ihr Spielfilmdebüt versammelt Laura Lackmann ein außergewöhnliches Frauen-Ensemble vor der Kamera von Sten Mende (DER ALBANER): Claudia Eisinger (WIR SIND DIE NEUEN, 13 SEMESTER), Katja Riemann (FACK JU GÖTHE 1 & 2, DIE ABHANDENE WELT) und Barbara Schöne („Die Spezialisten“, WILLI WIRD DAS KIND SCHON SCHAUKELN) in den Hauptrollen sind ein herausragendes Drei-Generationen-Gespann, das drei unterschiedliche weibliche Identitäten repräsentiert. Dazu gesellen sich Laura Tonke (HEIDI SCHNEIDER STECKT FEST, DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER) und Maren Kroymann (FREIER FALL). Auf männlicher Seite überzeugen Maximilian Meyer-Bretschneider („Grzimek“, „Der letzte Genosse“), Christoph Letkowski (FEUCHTGEBIETE, WINNETOUS SOHN) und nicht zuletzt Detlev Buck mit einem starken Gastauftritt.

Gergana Voigt arbeitet seit 1996 als freie Filmeditorin für Kino- und Fernsehfilme und ist seit 2016 Professorin für Künstlerische Montage/Fiktionaler Film an der Filmuni. Sie ist verantwortlich für die Montage von über 30 Spielfilmen. Für die Montage von Tolle Lage des Regisseurs Sören Voigt wurde sie für den Schnitt Preis nominiert. Sie erhielt ebenfalls eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik für Das System – Alles verstehen heißt Alles verzeihen, Regie: Marc Bauder.

Montageforum 07.06.2017

Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast//Stephan Krumbiegel & Olaf Voigtländer

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

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Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“  Mannheimer Morgen
Auf der Basis von 400 Stunden historischen Filmmaterials, 150 Stunden Tondokumenten und 20.000 Fotos entstand in 18-monatiger Arbeit ein ästhetisch avancierter, formvollendet montierter Film.
Cicero
Die kongenial montierte Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente von Regisseur Andres Veiel und seinem Team, zeichnet das Bild eines einzigartigen Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte.
aus dem Presseheft
Prof. Stephan Krumbiegel unterrichtet seit Anfang des Sommersemesters nach zweijähriger Auszeit wieder an der Filmuniversität.
Die gemeinsam mit Olaf Voigtländer erarbeitete Montage an BEUYS hat einen Grossteil der vergangenen zwei Jahre ausgefüllt.
Die Verknüpfung von eigener Praxis und Unterricht bestimmen seit jeher seine Position in der Lehre.
Teil des kreativen Prozesses an BEUYS war die intensive Zusammenarbeit mit Prof. Uli Reuter und dem Filmmusikstudenten Damian Scholl am score des Films.

Olaf Voigtländer arbeitete nach seiner Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton zunächst als festangestellter Schnittassistent, bevor er als freier Editor und Avid-Supporter selbstständig wurde.

Seit 2009 studiert er Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg und gilt als verlorener Sohn des letzten Diplomstudienganges. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Filmographie (Auswahl)

2013 Imraan c/o Carrom Club
Dokumentarkurzfilm (Regie: Uditha Bhargava / nominiert für den Förderpreis Schnitt / 3sat-Förderpreis, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)
2012 Arbeitswege
Dokumentarkurzfilm
(Regie: Daniel Abma)
2011 Energieland
Dokumentarfilm
(Regie: Johanna Ickert)
2011 Pitch Builds A Ball And Destroys It
Kurzfilm (Regie: Uditha Bhargava)

Mittwoch 24.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Editorin Catrin Vogt

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1101

Democracy  Im Rausch der Daten” (D 2015, 100min)

03 Jan Philipp Albrecht und sein Mitarbeiter Ralf Bendrath © Indi Film - Marcus Winterbauer

Montage: Catrin Vogt // Buch & Regie, David Bernet

Schauen uns die Nachbarn in die Wohnung, lassen wir fix die Jalousien herunter. Im World Wide Web geben wir dagegen alles von uns preis. Big Data – das ist mehr als Name, Geburtsdatum und Wohnort. In der digitalen Gesellschaft werden wir zu gläsernen Menschen: Mit jedem Klick, mit jedem Telefonat, mit jedem im Internet bestellten Buch, jeder Kartenzahlung oder Videoload werden Menschen transparent und hinterlassen überall digitale Fingerabdrücke. Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen ist klar, dass sich die Welt im Datenrausch befindet und die persönlichsten Informationen von uns allen zur Ressource geworden sind: Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht! Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

Regisseur David Bernet öffnet die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen, ambitionierten Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz – ein Gesetz, das jede Form von Datentransfer schützen soll. Lobbyisten, Wirtschaftsjuristen und Aktivisten treten auf den Plan und versuchen Einfluss zu nehmen. Ein Ringen wie bei David gegen Goliath beginnt: Bürgerrechte versus Wirtschaftsinteressen.

Catrin Vogt, Ausbildung zur Film- und Videolaborantin beim Atlantik Filmkopierwerk Hamburg. Studium Montage an der HFF Potsdam-Babelsberg, Abschluss mit Diplom.

Mitglied im

BFS Filmeditor e.V.

Schwerpunkt: lange Dokumentarfilme mit viiieel Material, aber gern auch Anderes!

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Filmografie (Auswahl)

2016, Über Leben in Demmin (AT), Kinodokumentarfilm, R: Martin Farkas

2016, Eingeimpft (AT), Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2015, Omeva, Dokumentarfilm R: Sarah Sandring

 

2015, Democracy, Kinodokumentarfilm, R: David Bernet

 

2014, Goodbye G.I., Dokumentarfilm, R: Uli Gaulke, Agnes Lisa Wegner

 

2014, Ein Hells Angel Unter Brüdern, Kinodokumentarfilm, R: Marcel Wehn

 

2013, Lontano, Kinodokumentarfilm, R: Andreas Lewin

 

2013, Die schöne Krista, Kinodokumentarfilm, R: Antje Schneider; Carsten Waldbauer

2012, Vergiss mein nicht, Kinodokumentarfilm, R: David Sieveking

2011, White Blood, Dokumentarfilm, R: Regine Dura

 

Mittwoch 17.05.2017 17:00 Uhr

zu Gast// Katja Pratschke und Gusztáv Hámos

Filmuniversität Babelsberg, Kino 1104

Wir zeigen als 35mm Kopie:

Fremdkörper (2002, 27min, Deutscher Kurzfilmpreis)

Fremdkoerper_4Inspiriert von der Verwandtschaft und der Fremdheit von Foto- und Film-Bildern, wird in der inszenierten Fotoarbeit Fremdkörper ganz bewusst eine klare Trennlinie zwischen Körperinnen und Körperaußen, zwischen bewegten und nicht-bewegten Bildern, zwischen medizinischen Bildgebenden Verfahren und Fotografie gezogen. Die Körper der Protagonisten, genauer die Haut, die ihn umhüllt, wird zur Schnittstelle dieser beiden Welten. “Die verschlingend-suggestive Erzählung entpuppt sich als ein hochaktueller Exkurs über Genetik und menschliche Identität.”

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

und als DCP:

Seil (2016)

SEIL_1In Seil (Hanged Man’s Dream) findet eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Entwicklung der Fotografischen Medien statt. Der Inszenierung liegt die Rekonstruktion der Kurzgeschichte »An Occurence at Owl Creek Bridge« von Ambrose Bierce (American Civil War Storys) zugrunde, ergänzt mit Étienne-Jules Marey’s Chronofotografischer Forschungsarbeit. Das Prinzip der Chronofotografie, das eine Aufzeichnung von Bewegungsabläufen in Phasenbildern ermöglichte und Dinge sichtbar machte, die dem menschlichen Auge bis dahin verborgen geblieben waren, wurde auf die digitale Bild-in Bildmontage in der inszenierten Fotoarbeit Seil übertragen.

Gusztáv Hámos in Kooperation mit Katja Pratschke

Gusztáv Hámos studierte an den Béla Balázs-Filmstudios in Budapest. 1979 emigrierte er nach Deutschland und studierte von 1980 bis 1985 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Gábor Bódy, Veruschka Bódy, Astrid Heibach und Hámos arbeiteten an der ersten Ausgabe des internationalen Videokunst-Magazins Infermental.

Die Videos von Gusztáv Hámos wurden international gezeigt, unter anderem im Museum of Modern Art, New York; Neuer Berliner Kunstverein, Berlin; documenta 8, Kassel; Stedelijk Museum, Amsterdam; The Institute of Contemporary Art, Boston; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Centre Georges-Pompidou, Paris; Museo Reina Sofía, Madrid; San Francisco Museum of Modern Art; Ludwig Museum, Budapest; Montreal Film Festival; World Wide Video Festival, Amsterdam; Internationale Filmfestspiele von Cannes, Festival Internacional de Cine de San Sebastián, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Kunsthaus Dresden, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst, Oldenburg.

Katja Pratschke, ist Medienkünstlerin, Kuratorin und seit 2006 Organisatorin mehrerer Fotofilm Symposien zusammen mit Thomas Tode und Gusztáv Hámos, mit dem sie bereits seit 1998 kollaboriert. Ihre Filme und Installationen wurden im Ludwig Muzeum Budapest, SFMOMA, Akademie der Künste Berlin, Tate Modern London und der 63th Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica di Venezia gezeigt. Sie erhielt für ihre Arbeiten Auszeichnungen und Preise: Deutscher Kurzfilmpreis, Stipendium der Hessischen Kulturstiftung, Artist-in-Residence Istanbul und Venedig.

Website von: Gusztáv Hámos II Katja Pratschke on Vimeo II Potentialspace