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MONTAGEFORUM 22.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

GRAND JETÉ

Grand jete

Regie und Choreografie // Paula E.Paul

Regie und Montage // SirkoKnüpfer

Das umgangssprachliche „Hängen in der Luft“ wird in diesem Tanztheaterstück „GRAND JETÉ“ wörtlich genommen und es beschreibt zugleich ein Lebensgefühl. Drei junge Artisten erzeugen Flug- und Schwebebilder, getanzt auf zwei Trampolinen. Auf zwei Leinwänden sind ehemalige Berufstänzer, sowie eine aktive Siebzigjährige Tänzerin zu sehen, die sich an Momente in der Luft erinnern. Sie berichten von Erfahrungen, die sie aus dem Tanz in den neuen Beruf mit genommen haben. Sie wurden Wissenschaftlerin, Ärztin, Managerin, oder Bademeister. Dessen großer Sprung folgte ganz der Neugier: „Mal sehen, was das Leben will, wenn man nicht sagt, was es soll.“Ein Film-und Tanztheaterstück über Absprünge, Landungen und die Migration von Erfahrung.

Vorfilm: VOYAGE–VOYAGE

Ein „Choreographic Capture“ im 60-Sekunden Format. Seltsame Kreaturen bewegen sich auf Segways durch den urbanen Raum, die Choreografie der sich lautlos mechanisch bewegenden Körper wird durch den Schnitt verstärkt. Der kleine, in sich geschlossene Film vermag es, durch seine Dramaturgie und sein humorvolles, erstaunliches Bewegungsszenario innerhalb kurzer Zeit diese drei absurden Figuren – sind es Zeitreisende, Extraterrestrische oder Sinnsuchende? – auf eine Reise zu schicken. Auf

dieser Reise begegnen ihnen Menschen und Objekte, die sich ebenfalls fortbewegen, und irgendwie scheinen alle auf dem gleichenWeg zu sein. Zum Glück?Aber ist das nicht absurd?

 

Zu Gast // SirkoKnüpfer

Sirko Knüpfer studierte an den Kunsthochschulen Halle/Saale, Glasgow und Karlsruhe. Ab 1997 war er mit dem Künstlerkollektiv HENRY VI’s WIVES im internationalen Kunstkontext präsent. Als Medienkünstler inszenierte er Arbeiten für Film und Theater. Über die Dokumentation der Produktionen von Sasha Waltz & Guests begann ab 2004 eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Tanz und eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit der Choreografin Paula E. Paul. Unter dem gemeinsamen Produktionslabel KOMBINAT kombiniert Tanz und Film entstanden seit 2009 über 15 Produktion im Innen und Außenraum. Als Filmeditor montierte er u.a.„Hackney Lullabies“ (Kyoko Miake, BTA-Award Berlinale 2010) und „Sergej in der Urne“(Boris Hars-Tschachotin, BLM Filmpreis Dokfest München 2010)

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MONTAGEFORUM 15.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

RawChicksBerlin“ // Regie und Montage//BeateKunath

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„Warum stehen hier eigentlich keine Frauen an den Reglern?“ Eine Frage, die sich häufiger als gewollt aufdrängt,wenn man sich in der männlich dominierten elektronischen Musikszene bewegt. Im Fall von Beate Kunath entwickelte sich aus dieser Frage zunächst die Partyreihe „RawChicks“, die sie und ihre Partnerin Eléonore Riedel mit Unterstützung eines Clubbetreibers aufzogen. So stieß sie über die Jahre auf eine enorme Bandbreite von Musikproduzentinnen, die sie nun in ihrer Dokumentation einem größeren Publikum zugänglich machen will.

BeateKunath: „Die ersten DJs wie Em Pathie oder Spunky Sue kamen noch aus dem Umfeld des Clubs. Sie brachten dann befreundete DJs mit, später durchforsteten wir Soundcloud, Youtube, und female:pressure”, erklärt Kunath. So stieß sie über die Jahre auf eine enorme Bandbreite von Musikproduzentinnen, die sie nun in ihrer Dokumentation einem größeren Publikum zugänglich machen will. „Der eigene Sound ist mir wichtig, ob er nun kraftvoll ist, verfinstert oder rhythmisch. Manchmal ist er auch unbequem. Aber die visuelle Umsetzung von Sound, das Experimentieren und Improvisieren, hat mich bei all diesen Künstlerinnen überzeugt und auch auf eine Weise emotional berührt.”

 

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Beate Kunath entdeckte 1986 ihre Liebe zum bewegtem Bild beim Chemnitzer Filmclub e.V. und hilft zunächst bei der Organisation und Kuration einer wöchentlichen Filmreihe. Parallel arbeitet sie als medienpädagogische Mitarbeiterin im Jugendamt und begann 1996 bei der Chemnitzer Filmwerkstatt (http://www.filmwerkstatt.de). Es entstehen erste eigene Filme. Der Kurzfilm “forbidden fruit” erhält 2001 den Teddy-Jury-Preis bei den 51. Internationalen Filmfestspielen Berlin und 2001 den Femmedia Kurzfilm Preis identities – Queer Filmfestival Wien. Ein erstes Langfilmprojekt „Dieser eine gemeinsame Tag“ 96min. ist nach fünfjähriger Arbeit 2013 abgeschlossen. Ihre Arbeiten beziehen sich immer auf ein dokumentarisches Element und sind geprägt von einer nachdenklichen, oftmals poetischen Langsamkeit.
Seit 2004 ist sie selbstständig als Filmemacherin mit Referenzen im Bereich Regie, Kamera und Schnitt tätig. Sie lebt in Chemnitz und Berlin. 2013 ist sie Mitinitiatorin der RAW CHICKS – Veranstaltungsreihe in Berlin.

 

Wir freuen uns auf Euch!

Sirko & Susanne

MONTAGEFORUM 08.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // KINO 1101

 zu Gast // Heike Parplies “Toni Erdmann

BRD 2016, 162 min Regie// Maren Ade

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Peter Simonischek (Oktober November, Der kleine Diktator, Hierankl) ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (Über mir das All, Finsterworld, Requiem) – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren.
Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.

 parplies © Zorana Musikic

Heike Parplies

studierte nach ihrem Abitur Medienwissenschaften an der Philipps Universität Marburg. Nach verschiedenen Praktika in der Postproduktion arbeitete sie von 1999-2002 als Schnittassistentin, bevor sie sich als freie Editorin einen Namen machte. Zu ihren weit gefächerten Arbeiten gehören neben Spielfilmen auch Dokumentarfilme, Kunstinstallationen und Dokudramen. Für ihre Montage von “Der Wald vor lauter Bäumen” war Heike Parplies 2005 bei Filmplus für den Filmstiftung NRW Schnittpreis Spielfilm nominiert, 2009 gewann sie diesen für den Schnitt von “Alle Anderen”. Für ihre Arbeit an “Toni Erdmann” wurde sie 2017 u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

AUSWAHLFILMOGRAFIE

2017 Paradize’ 89. Spielfilm. Madara Dišlere.
2016 Tod einer Kadettin. TV-Spielfilm. Raymond Ley.
2015 Toni Erdmann. Spielfilm. Maren Ade.
2014 Meine Tochter Anne Frank. TV-Spielfilm. Raymond Ley.
2012 Besser Als Nix. Spielfilm. Ute Wieland.
2012 Fräulein Else. Spielfilm. Anna Martinetz.
2010 Rodicas. Dokumentarfilm. Alice Gruia.
2008 Alle Anderen. Spielfilm. Maren Ade.
2004 Der Wald vor lauter Bäumen. Spielfilm. Maren Ade.

AUSZEICHNUNGEN

2017 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für “Toni Erdmann” bei Filmplus 2017
2017 Deutscher Filmpreis für die beste Montage an “Toni Erdmann”
2009 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für “Alle Anderen” bei Filmplus 2009
2005 Nominierung Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm für die Montage an “Der Wald vor lauter Bäumen”, Filmplus 2005

MONTAGEFORUM 01.11.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG

 17:00 UHR // KINO 1101

zu Gast // Gesa Jäger & Adrienne Hudson

Tiger Girl

BRD 2017, 91 min  Regie// Jakob Lass

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Ein blamables Bocksprung-Desaster versperrt Maggie den Weg in die Polizeischule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, schreibt sie sich für die Fortbildung zum Sicherheitsdienst ein, sitzt zwischen den muskelbepackten Mitschülern, lauscht dem noch muskelbepackteren Ausbilder und lässt sich von diesem Setting nicht einschüchtern. Doch so richtig taff ist Maggie eigentlich nicht, eher bemüht und sich ihrer vermeintlich benachteiligten Stellung mehr als bewusst.

Doch dann tritt Tiger in ihr Leben, rettet sie gleich zweimal vor aufdringlichen Männern* und verwickelt die Ordnungshüterin in spe in ihre erste Schlägerei. Zugleich beeindruckt von der neuen rotzfrechen Freundin und beflügelt von dem Gefühl, endlich einmal nicht die Schwächere zu sein, beginnt Maggie ihre Transformation zu Vanilla, einer Rebellin, die ihre Security-Uniform dazu benutzt, eben jene Macht auszuüben, die ihr bislang immer verwehrt blieb.

(http://filmloewin.de/berlinale-2017-tiger-girl/)

 

// Gesa Jäger//

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Während des Studiums der Geschichtswissenschaften entdeckt sie durch diverse Praktika beim Fernsehen ihre Leidenschaft für Montage und absolviert daraufhin eine Ausbildung zur „Fachkraft für Film- und EB-Schnitt“ beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg.

Nach einer anschließenden, zweijährigen Festanstellung beim NDR in Mecklenburg-Vorpommern zieht es sie 2008 zum Studium der Montage an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Dort schneidet sie mehrere Kurz- und Dokumentarfilme.

2013 diplomiert sie mit dem Kinospielfilm “LOVE STEAKS”, für den sie u.a. 2014 auf dem film+ Festival mit dem NRW Schnitt Preis Spielfilm ausgezeichnet wird.

2017 eröffnet der von ihr montierte Spielfilm “TIGER GIRL“ die Sektion Panorama Spezial der Berlinale, im Juni feiert “LUFT” Premiere auf dem Filmfest München und im August beendet sie mit “SOWAS VON DA” die Arbeit am dritten Projekt mit Jakob Lass.

Filmografie

2017 SOWAS VON DA | Spielfilm | Jakob Lass | 90’
2016 Luft | Spielfilm | Anatol Schuster | 90′
2016 TIGER GIRL | Spielfilm | Jakob Lass | 90′
2015 Kein Weg zurück | Dokumentarfilm | Britt Beyer | 45′
2015 Vater. Mutter. Ich. | Dokumentarfilm | Nadja Bobyleva | 75’2014 Happy Hour | Spielfilm | Franz Müller | 94′

2014 Ein idealer Ort | Kurzfilm | Anatol Schuster | 40′
2013 LOVE STEAKS | Spielfilm | Jakob Lass | 89′
2013 Holanda del Sol | Dokumentarfilm | Daniel Abma, Florian Lampersberger | 45′ 2012 You missed Sonja | Kurzfilm | Félix Koch | 20’

Schnitt-Preise

2014 Filmstiftung NRW Schnitt Preis Spielfilm, film+ für LOVE STEAKS
2014 „Outstanding Achievement in Editing”, First Time Fest New York für LOVE STEAKS 2013 Best Editing, L.A. Movie Awards für You missed Sonja

andere Preise

LOVE STEAKS

Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Regie Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Schauspiel Filmfest München 2013 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Bestes Drehbuch Filmfestival Max Ophüls Saarbrücken 2014 – Max Ophüls Preis
International Film Festival Rotterdam 2014 – Lions Film Award
Saas-Fee Filmfest 2014 – Wettbewerb – Bester Film
First Time Film Fest New York 2014 – Grand Prize
Sehsüchte Potsdam 2014 – Produzentenpreis II
International Film Festival Varna 2014 – Goldene Aphrodite
Deutscher Filmpreis 2014 – Nominierung – Bester Film

EIN IDEALER ORT

Berlinale 2015 – Perspektive Deutsches Kino – DFJW-Award Dialogue en perspective

HAPPY HOUR

Filmfest München 2015 – Förderpreis Neues Deutsches Kino: Beste Produktion

 

// Adrienne Hudson //

AdrienneAdrienne wurde 1987 in Dachau geboren. Sie arbeitet nach dem Abitur drei Jahre im Postproduktionsbereich, bevor sie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf Montage studiert. Ihren Abschluss macht sie 2015 mit dem Spielfilm Bube Stur, der auf der Berlinale Premiere feiert. Adrienne wohnt und arbeitet in Berlin.

 

Filmografie (Auswahl)

2017

SONNENSTADT (AT), Dokumentarfilm, 89min (in Postproduktion), R: Kristina Shtubert

TIGER GIRL, 90min, R: Jakob Lass

2015

BUBE STUR, 82min, R: Moritz Krämer

  • • Berlinale, Perspektive Deutsches Kino, 2015
  • • FFM Montreal World Film Festival, Debütfilm-Wettbewerb, 2015
  • • CPH Pix Copenhagen Film Festival, 2015

HIMMEL UND HÖLLE, 25min, R: Kristina Shtubert

  • • The 34th Carrousel international du film de Rimouski, 2016

TOBI, 5min, R: Kristina Shtubert

  • • International Film Festival Etiuda&Anima, Krakau, Etiuda Competition, 2016

KEINER KOMMT, 20min, R: Manuel Inacker

2014

NEONLICHTER, 14min, R: Barbara S. Müller

  • • Internationale Hofer Filmtage, 2014
  • • Istanbul International Short Film Festival, 2014
  • • Rome International Film Festival, 2014
  • • International Frontale Film Festival, 2014
  • • Austrian Film Festival, 2014
  • • Best Shorts Competition, Award of Excellence, 2014
  • • DetectiveFEST, Moskau, 2015
  • • Etheria Film Night Los Angeles, 2015
  • • Festival of Nations, 2015
  • • Ljublijana Int. Short Film Festival, 2015
  • • Dada Saheb Phalke Film Festival, 2015
  • • Int. Women’s Film Festival Bangladesh, 2015
  • • Soho International Filmfestival, Best World Short Nominee, 2015

MONTAGEFORUM 05.07.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Rune Schweitzer

Sonita

Regie// Rokhsareh Ghaem Maghami,

BRD/Iran/Schweiz 2015, 91 min

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Die 19-jährige Sonita ist gebürtige Afghanin, die in den Iran migriert ist. Allerdings steht sie allein da, will ihre Familie sie doch zu einem Preis von 9000 Dollar an einen unbekannten Ehemann verkaufen. Hinzu kommt, dass sie keine konventionelle Schulbildung aufweisen kann und sich illegal im Iran aufhält. Doch das von der Regierung unregistrierte Mädchen hat Träume jenseits dieser Grenzen: Sonita möchte Rapperin werden. Dass sie damit die erste afghanische Rapperin ist, verstärkt nur noch die Wirkung, die sie erzielen möchte: Unabhängigkeit und Freiheit. Indem sie ihre Geschichte in ihren Liedtexten erzählt, möchte sie zum einen auf das ihrige Problem und das unzähliger weiterer Mädchen aufmerksam machen. Gleichzeitig kann sie eine Tätigkeit als Rapperin auch aus der familiär arrangierten Zwangsheirat befreien. Auf dem “International Documentary Filmfestival Amsterdam“ feierte die Co-Produktion aus Schweiz, Deutschland und Iran im November 2015 Weltpremiere. Auf dem renommierten Sundance Film Festival erhielt der Film sowohl den Publikumspreis, als auch den großen Preis der Jury.Rune SchweitzerSeit dem Studium der Filmmontage an der Filmuniversität Babelsberg ist Rune Schweitzer als Editorin tätig. Sie montiert vorwiegend abendfüllende Filme, die im Kino und auf Festivals gezeigt werden.

Zweimal war sie für den Filmplus Schnittpreis nominiert: mit den Filmen MASTER OF THE UNIVERSE und SONITA. MASTER OFT HE UNIVERSE, eine Zusammenarbeit mit Hansjörg Weißbrich, erhielt den Europäischen Filmpreis.

 


Fünf Sterne Kino-Dokumentarfilm / 77’ Regie: Annekatrin Hendel D 2017 it works!

Berlinale 2017, Panorama Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Wer ist Oda Jaune? Kino-Dokumentarfilm / 75’ Regie: Kamilla Pfeffer D 2016 Gebrueder Beetz / khm / K. Pfeffer

Berlinale 2016, Perspektive Deutsches Kino Vorauswahl Deutscher Filmpreis 2017


Sonita Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami D/IRAN/CH 2015 TAG/TRAUM / R. Ghaem Maghami,

Nominierung Schnittpreis Filmplus 2016 Publikumspreis & Jugendjury Preis, IDFA 2015 Grand Jury Preis & Publikumspreis, Sundance 2016 Nominierung Independent Spirit Award 2017


Coming of Age Dokumentarfilm / 63’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2014 STEPS Production / dffb

Berlinale 2015, Generation Open Doors Preis, Locarno 2014 IDFA 2015, Student Competition Großer Preis, Trento Film Festival 2015


Himmelverbot Kino-Dokumentarfilm / 86’ Regie: Andrei Schwartz D/R 2013 TAG/TRAUM / Libra Filmproductions

DOK Leipzig, deutscher Wettbewerb 2014 Vornominierung Deutscher Filmpreis 2016 Gewinner Astra Film Festival, Sibiu 2015 DEKALOG Filmpreis 2015


Master of the Universe Kino-Dokumentarfilm / 88’ Regie: Marc Bauder Schnitt gemeinsam mit Hansjörg Weißbrich D/A 2013 bauderfilm / NGF Geyrhalterfilm,

Jurypreis Semaine de la Critique, Locarno 2013, Nominierung Schnittpreis Filmplus 2014 Eröffnungsfilm DOK Leipzig 2013 IDFA 2013 Preis der deutschen Filmkritik 2014 Nominierung Deutscher Filmpreis 2014 Europäischer Filmpreis 2014


Die Pfandleiher Dokumentarfilm / 81’ Regie: Stanislaw Mucha D 2011 TAG/TRAUM

DOK München, deutscher Wettbewerb 2012 Gangster Project Fiction-Doku-Film / 55’ Regie: Teboho Edkins D/SA 2011 Day Zero / dffb Internationales Filmfestival Rotterdam 2012 Gewinner Festival de Cine Africano de Córboda 2012 FID Marseille 2011, Internationaler Wettbewerb Screening Centre Pompidou 2012


BRASCH  Das Wünschen und das Fürchten Kino-Dokumentarfilm / 91’ Regie: Christoph Rüter D 2011 TAG/TRAUM Berlinale 2011

Panorama Internationales Dokumentarfilmfestival München 2011 Nominierung BLM Filmpreis 2011


Auf der sicheren Seite Kino-Dokumentarfilm / arte Themenabend / 82’ Schnitt gemeinsam mit Gesa Marten Regie: Corinna Wichmann, Lukas Schmid D 2009 TAG/TRAUM

Eröffnungsfilm Stranger than Fiction 2010


32 A Kino-Spielfilm / 87’ Regie: Marian Quinn IRE/D 2007 janey pictures / Flying Moon

Bester Debutfilm, Galway Film Fleadh 2007 Berlinale 2008, Generation


jeder schweigt von etwas anderem Kino-Dokumentarfilm / 72’ Regie: Marc Bauder D 2006 bauderfilm

Eröffnungsfilm Duisburger Filmtage 2006 Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2007 Berlinale 2007, Panorama Jurypreis für Menschenrechte, Dokumentarfilmfestival Kiew 2008


sportfrei Dokumentarfilm / 13’ Regie: Anna Klammroth D 2000 HFF Potsdam

Nominierung deutscher Schnittpreis 2000 Gewinner dt. Wettbewerb, Kurzfilmfest Oberhausen 2000 Deutscher Filmkritikerpreis 2000 SBS Television Eatcarpet Award, Flickerfest Sydney 2001 Gewinner Kategorie Studentenfilm, Sportfilm Librec 2001 Vorführung Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main 2002


 

MONTAGEFORUM 28.06.2017 FILMUNIVERSITÄT BABELSBERG 17:00 UHR // Kino 1101

zu Gast // Anna-Lena Engelhardt

ELA – Skizzen zum Abschied ”

Regie// Oliver Adam Kusio, BRD 2017, 26 min

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Zusammen mit ihrer älteren Schwester Janina und ihrem Neffen Mikołaj lebt Ela unter prekären Verhältnissen in der polnischen Provinz. Ihr Alltag dreht sich permanent um Familie und Arbeit: jede Nacht schiebt sie Schichten in einer Industriewäscherei, um die kleine Familie mit durchzubringen. Liebe und Geborgenheit erfährt sie vor allem bei dem Wäschefahrer Jakub, mit dem sie seit vielen Jahren zusammen ist. Doch Ela hat einen Traum: wie viele junge Polen will sie aus der Plattenbausiedlung ausbrechen und in den Westen ziehen, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Obwohl sie seit Monaten für ein Flugticket nach Irland spart, hadert sie immer wieder mit dem Entschluss, wegzugehen. Ihren Neffen Mikołaj, der seine Tante vor den Mitschülern bis auf’s Blut verteidigt, will sie nicht alleine zurücklassen. Und obwohl Jakub sie bei der Reise finanziell unterstützen möchte, kann er nicht umhin, seine Verachtung für Elas Traum von der „goldenen Welt“ zu zeigen. Lediglich ihre Schwester Janina drängt Ela, ihren Träumen hinter den Horizont zu folgen .Am Ende stehen nicht Sehnsucht und Familientreue, sondern die unsentimentale und fast selbstverständliche Erkenntnis, dass auch die großen Geschichten von der Liebe in einer kleinen Welt auserzählt sind – und neue Geschichten anderswo gefunden werden müssen.

Im Schneideraum – wie auch beim Dreh – spielte sich eine ähnlich jazzige Herangehensweise ab. Auch hier diente ein Skript als Stütze, dennoch nur als bloßes Skelett, das zunächst durch feinfühlige Beobachtungen des eindringlichen Schauspiels erste Form annahm, sich dann durch einzelne kleine sprachliche Bausteine poetisch zusammensetze. Viele Skizzen, Karteikarten und Musik zur Orientierung und dazu Bilder mit Händen, Berührungen, Blicken, sowie Wörtern und Natureinflüssen, die bei Improvisation zart eingefangen wurden und einer Montage, auf Emotion basierend, bilden eine Art Kaleidoskop, das jedem Beobachter etwas Spielraum gibt, sich seine eigene Form zusammenzusetzen.

Anna-Lena Engelhardt wurde 1987 in Calw geboren und studierte Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln, Kunstpädagogik und Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg.

Während ihrer Studienzeit verwirklichte sie einige visuell- künstlerische Arbeiten, den Dokumentarfilm TAKTGEFÜHL und arbeitete nebenbei in der Videoredaktion des Universitätsmarketing.

2014 erhielt sie ein Stipendium für eine Feldforschung auf der indonesischen Insel Nias und kuratierte dort eine Museumsausstellung mit eigenen fotografischen und filmischen Arbeiten.

Anschließend montierte sie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF im Studiengang Montage die analoge dokumentarische Übung DIORAMA und die Kurzfilme ANDY IST MEIN FREUND, GRAUE STUNDE und ELA – SKIZZEN ZUM ABSCHIED von Regisseur Oliver Adam Kusio, sowie die Kurzfilme KOSMOSMAA und KIMCHI (AT).

MONTAGEFORUM 21.06.2017 Filmuniversität Babelsberg // Kino 1101//17:00 Uhr

zu Gast // Uli Reuter //  Damian Scholl

“Beuys – Bonus Tracks”

Ein Montageforum der besonderen Art.

Prof. Ulrich Reuter (Filmmusik) und Damian Scholl (Filmmusik) geben uns einen tiefen Einblick in den künstlerischen Prozess ihrer Zusammenarbeit an der eigens für „Beuys“ komponierten Musik.

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Jeder der Musikeinsätze bot auf unterschiedliche Art eine Vielzahl von unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten, wie die Musik sich zum Material, zum Inhalt, zur Struktur und zum Text u.v.m. verhalten konnte. Und: Fallen, in die man tappen konnte. Wir werden versuchen, das Finden unserer jeweiligen musikalischen Lösung für einige der interessantesten Passagen nachvollziehbar zu machen, zeigen Zwischenergebnisse und werden vor allem die Kommunikation im Prozess mit dem letztlichen musikalischen Ergebnis zusammenzubringen.

Natürlich ist es als Voraussetzung günstig, den Film bzw. das Montageforum am 7.6. gesehen zu haben – allerdings ist das zum Verständnis der Veranstaltung keine zwingende Voraussetzung.

Zum Film:

Beuys“, R: Andres Veiel (Deutschland 2017, 107 min, 16:9 / 1:1,77)

“Beuys selbst und sein Werk legen hier Zeugnis ab – übrigens mit einem großartigen Soundtrack von Ulrich Reuter und Damian Scholl.”

Knut Elstermann / MDR Kultur bzw. Radio1 rbb

Das filmische Ergebnis ist kein klassisches Porträt, kein stereotypisches Frage-und-Antwort-Spiel, sondern selbst ein Kunstwerk, eine Collage, vorbildlich gestaltet und furios montiert. Assoziativ wird vorgegangen, auf einen Off-Kommentar wohltuend verzichtet. Man muss sich selbst ein Bild machen, meint Beuys schließlich zu begreifen – und freut sich mit ihm, wenn er provokant fragt: “Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“
Mannheimer Morgen